Greta Pinggera, Zelezniki 2017
Greta Pinggera
(© FIL/Chris Walch)

ŽELEZNIKI. Am Sonntag, 22. Jänner 2017, gingen die Finalläufe der Damen und Herren sowie der Teambewerb des GRM Group Weltcups im Rennrodeln auf Naturbahn in Železniki (SLO) über die Bühne.

Im Damenbewerb waren die Italienerinnen an diesem Wochenende nicht zu schlagen – nicht nur in der Qualifikation, auch im Finale gab es kein Vorbeikommen an den italienischen Athletinnen. Letztendlich machte Greta Pinggera (ITA) mit einer Zeit von 1:56.78 Minuten ihren ersten Saisonsieg perfekt und setzte sich damit unter anderem gegen ihre Teamkolleginnen Evelin Lanthaler und Sara Bachmann durch, die auf den Plätzen zwei und drei landeten. „Greta war an diesem Wochenende einfach zu stark“, zollte Lanthaler der Siegerin Respekt. „Ich wusste, dass ich voll attackieren muss, und habe eigentlich weder im ersten noch im zweiten Lauf große Fehler gemacht. Dennoch hat es dieses Mal nicht gereicht“, so die Weltcup-Führende Lanthaler, die am Ende 34 Hundertstelsekunden Rückstand auf ihre siegreiche Teamkollegin aufwies. Pinggera selbst freute sich natürlich über ihre Leistung: „Ich bin eigentlich ohne konkrete Erwartungen hierhergekommen“, sagte sie nach dem Rennen, „aber ich wollte angreifen und den Sieg holen. Vor allem, weil es in dieser Saison bisher nicht ideal für mich gelaufen ist.“ In Slowenien jedenfalls lief es von Anfang an gut für Pinggera: „Es war mein erstes Mal auf dieser Bahn, die schwierig und anspruchsvoll ist. Aber das Material hat gepasst, und ich habe mich hier gleich gut zurechtgefunden – auch wenn meine Läufe nicht fehlerfrei waren.“ Teamkollegin Bachmann zeigte sich ebenfalls glücklich über den Ausgang des Rennens: „Ich habe die Qualifikation gerade so überstanden und hätte nicht damit gerechnet, hier am Ende auf dem dritten Platz zu landen. Von daher bin ich natürlich sehr zufrieden“, so Bachmann, die zum ersten Mal in dieser Saison aufs Podium fuhr.
In der Gesamtwertung der Damen schob sich Pinggera durch ihren Sieg in Slowenien an Tina Unterberger (AUT) vorbei auf den zweiten Platz vor, Weltcup-Führende bleibt weiterhin Lanthaler.

Winners men, Zelezniki 2017
Die Gewinner des Herrenbewerbs
(© FIL/Chris Walch)

Bei den Herren setzte sich mit Patrick Pigneter ebenfalls ein Italiener durch, er fuhr mit einer Zeit von 1:54.76 vor Thomas Kammerlander (AUT) und Juri Talikh (RUS) auf den ersten Rang. „Ich war heute etwas unter Spannung, weil Thomas ganz schön Druck gemacht hat“, sagte Pigneter nach dem Rennen. „Im Training war ich nicht der Beste, aber ich weiß, dass ich in den Wertungsläufen meine Stärken ausspielen kann. Klar, es gibt immer ein paar Kleinigkeiten, die man besser machen könnte, aber alles in allem habe ich zwei solide Läufe hingelegt und bin mehr als zufrieden.“ Ganz anders sah die Stimmungslage beim zweitplatzierten Kammerlander aus: „Ausgerechnet im Finallauf habe ich meine schlechteste Leistung an diesem Wochenende gezeigt“, trauerte der Österreicher der verpassten Chance nach, seinen Vorsprung im Gesamt-Weltcup auszubauen. „Ich hatte mich schnell auf die Bahn eingestellt, aber den Finallauf, den habe ich einfach komplett vermurkst. Da wäre heute definitiv mehr drin gewesen“, so Kammerlander, der bisher in jedem Rennen der Saison 2016/2017 in den Top-Drei landete.

Juri Talikh, Zelezniki 2017
Juri Talikh
(© FIL/Chris Walch)

Zum ersten Mal in dieser Saison auf das Podium fuhr hingegen Juri Talikh aus Russland: „Ich bin sehr froh über den dritten Platz, es ist alles gut gegangen, und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten auf der Bahn“, zeigte sich der Russe glücklich.
Durch seinen Triumph konnte Pigneter im Gesamt-Weltcup den Rückstand zum Führenden Kammerlander verkürzen: Nur noch zehn Punkte trennen die beiden Athleten. Auf dem dritten Platz findet sich Pigneters Teamkollege Alex Gruber, der in Slowenien Siebter wurde.

Auch den Teambewerb konnten die italienischen Athleten für sich entscheiden: Italien mit Greta Pinggera, Alex Gruber und Patrick Pigneter/Florian Clara gewann den Bewerb vor der Mannschaft aus Österreich mit Michelle Diepold, Thomas Kammerlander und Christian Schopf/Andreas Schopf. Auf dem dritten Platz landete Russland mit Svetlana Zaravina, Juri Talikh und Pavel Porshnev/Ivan Lazarev.

Die nächste Station des GRM Group Weltcups im Rennrodeln auf Naturbahn ist Deutschnofen (ITA), wo die Rennen vom 27.–29. Jänner ausgetragen werden.

Ergebnisse:
http://www.fil-luge.org/de/ergebnisse/grm-group-weltcup-im-rennrodeln-auf-naturbahn-2