Johannes Ludwig feierte Premieren-Erfolg

Ludwig

Winterberg (RWH) Im reifen Alter von 30 Jahren gelang Johannes Ludwig aus Deutschland der erste Sieg im Viessmann-Weltcup. Beim Saisonauftakt in Winterberg verwies der WM-Dritte von 2013 den Russen Roman Repilov und seinen Teamkollegen Andi Langenhan auf die Plätze zwei und drei. Der 20 Jahre alte Repilov hatte 2016 den Titel des Junioren-Weltmeisters auf der Kunsteisbahn in Winterberg gewonnen.

Ludwig, der am 14. Februar 2017 seinen 31. Geburtstag feiert, war zuletzt im Januar 2016 im BMW-Sprint-Weltcup von Oberhof als Dritter auf dem Siegerpodest gestanden. Sein Vater Jörg-Dieter hatte 1979 mit Partner Bernd Oberhoffner Gold bei den Europameisterschaften gewonnen.

Wie schon im Vorjahr, als überraschend der Russe Stepan Fedorov gewann, herrschten auch diesmal widrige Witterungs-Bedingungen. Bei Regen und teilweise sogar Schneeregen musste sich Titelverteidiger Felix Loch (GER) mit Rang vier zufriedengeben. „Alle Jahre wieder“, lautete der lakonische Kommentar des Olympiasiegers von 2010 und 2014.

 

Stimmen

Johannes Ludwig (GER / WM-Dritter 2013)

„Ich möchte mich bei meiner Frau bedanken, die mir den Rücken freihält, bei meinem Trainer Jan Eichhorn und bei meinem Mechaniker Robert Eschrich. Ich hätte es ja fast nicht mehr für möglich gehalten, mal ein Rennen zu gewinnen. Aber vielleicht bin ich ja wie Wein: je älter, desto besser.“

 

Roman Repilov (RUS / Junioren-Weltmeister 2016)

Alle Medaillen sind wichtig für mich, deshalb mache ich keinen Unterschied zwischen Gold bei der Junioren-WM oder dem zweiten Platz im Weltcup. Ich möchte in dieser Saison konstant und stabil gute Ergebnisse erzielen.“

 

Andi Langenhan (GER / Europameister 2012, WM-Dritter 2008, 2011 und WM-Zweiter Sprint 2016)

„Das war ja wieder eine Wetter-Lotterie, nicht ganz so schlimm wie im Vorjahr. Den Russen vor mir hätte ich ganz gerne noch geschnappt.“