Patrick Pigneter holt drei Mal Gold Gietl löst Lavrentjeva ab „Es war mein größtes Ziel und ich kann es noch gar nicht realisieren, dass ich das jetzt erreicht habe“, sagte die überglückliche neue Weltmeisterin Renate Gietl (ITA) nachdem sie mit lediglich drei Hundertstel Vorsprung ihr zweites WM-Gold innerhalb von zwei Tagen geholt hatte. „Zwei Goldmedaillen waren möglich und es ist mir wirklich alles aufgegangen“, freut sich die Einzel- und Mannschaftsweltmeisterin. „Ich war im Training schon schnell, meine Schwäche auf dieser Strecke war der Start und da konnte ich mich in den letzten zwei Tagen noch steigern“. Dass ihre schärfste Konkurrentin Lavrentjeva im dritten Lauf eine sensationelle Zeit vorlegte, konnte die Südtirolerin nicht beeindrucken: „Ich habe Lavrentjeva´s Zeit gar nicht gehört. Vor dem letzten Lauf habe ich mich voll auf mich konzentriert und war fast schon ein bisschen siegessicher.“ Nach drei Weltmeistertiteln musste sich Ekatharina Lavrentjeva mit der Silbermedaille zufrieden geben: „Ich bin zufrieden. Ich habe im ersten Lauf Fehler gemacht, die weiteren Läufe waren besser. Der dritte Lauf war wirklich gut, mehr konnte ich nicht tun.“ Der Zweikampf zwischen Gietl und Ekatharina geht aber bereits in einer Woche in die nächste Runde, wenn in Russland das Weltcup-Finale ausgetragen wird. Dort hofft die Russin, die mit fünf WM-Medaillen (drei Gold, zwei Silber) die erfolgreichste Rennrodlerin der Naturbahn-Geschichte ist, auf Revanche. Zum Ende ihrer Karriere machte sich Renate Kasslatter (ITA) ein Geschenk mit der Bronzemedaille. „Mein Ziel war es eigentlich gar nicht, hier eine Medaille zu gewinnen. Zuerst musste ich mich qualifizieren, um überhaupt dabei sein zu dürfen.“ Als sie dann aber die Medaille zum Greifen nahe hatte, bewies sie bessere Nerven als die Lokalmatadorin Evelin Lanthaler. „Ich war nach dem ersten Lauf vierte und nach dem zweiten Lauf Dritte. Den Platz wollte ich mir nicht mehr nehmen lassen. Ich war nicht nervös vor dem letzten Lauf, ich war überzeugt von dem, was ich mache und ich habe den Lauf gut heruntergebracht“, sagte die Mutter einer dreieinhalbjährigen Tochter. „Ich werde in Russland das Weltcupfinale noch bestreiten und dann ist Schluss. Das stand schon vor dieser Saison fest“, verkündete Kasslatter, die ausgerechnet mit Startnummer 15 – ihrem Geburtsdatum, dem 15. Januar – zur Medaille fuhr. Die in Moos/Passeier beheimatete Evelin Lanthaler nahm ihren vierten Platz gelassen hin: „Es war für mich sehr schwer hier zu fahren, ich bin früh aufgewacht und konnte nicht mehr schlafen. Der Druck war enorm groß und ich wusste im letzten Lauf in den ersten Kurven schon, dass es kein perfekter Lauf wird“, zog die Junioren-Europameisterin Resümee über ihre erste WM-Teilnahme. Drei Goldmedaillen in drei Starts holte Patrick Pigneter (ITA) und kürte sich somit zum Superstar dieser Weltmeisterschaften. „Ich wollte unbedingt hier gewinnen, den Druck habe ich mir nur selbst gemacht. Aber vor dem letzten Lauf war ich ganz locker“, sagte der dreifache Weltmeister, der nach seinen Siegen mit der Mannschaft und im Doppelsitzerbewerb nun auch im Einsitzerbewerb reüssierte. „Es ist nicht ganz so ideal gelaufen wie ich mir das vorgestellt hätte, ich hatte viel Glück. Da waren plötzlich starke Gegner mit denen ich nicht gerechnet habe, ich hätte jetzt nicht mehr gedacht, dass sich das noch für den Sieg ausgeht“, gestand der Südtiroler. Nach dem zweiten Lauf hatte Thomas Kammerlander (AUT) die Führung übernommen und sah bis kurz vor dem Ende des dritten Laufes schon wie der sichere Sieger aus. „Ich hatte bei der Ausfahrt aus der letzten Schikane einen Fehler, aber ich bin total zufrieden mit dem zweiten Platz. Wir haben alle im dritten Lauf Fehler gemacht, ohne diese hätte das Ergebnis dann vielleicht ohnehin wieder gleich ausgesehen. Ich glaube nicht, dass ich den Titel verschenkt habe“, sagte Kammerlander, der am vorigen Wochenende Junioren-Europameister im Doppelsitzer (mit Christoph Regensburger) wurde und sich in Topform befindet. Ebenso mit einem nicht optimalen dritten Lauf setzte Thomas Schopf (AUT) noch seine Bronzemedaille aufs Spiel. „Das Material hat heute überhaupt nicht gepasst, im zweiten Lauf bin ich nur gerutscht, im dritten Lauf war es dann genau das Gegenteil, wo ich fast zu viel Griff hatte. Aber egal, Hauptsache es ist sich für die Medaille noch ausgegangen“, sagte der Steirer. Am vierten Platz lauerte bereits Hannes Clara (ITA), dem aber auch die Laufbestzeit im dritten Durchgang nicht mehr genügte, um noch an Thomas Schopf vorbei zu ziehen. Ergebnisse: Endergebnis Damen: 1. Renate GIETL (ITA), 0:56,46(1), 0:56,75(1), 0:56,88(3), 2:50,09 2. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS), 0:56,61(2), 0:56,78(2), 0:56,73(1), 2:50,12 3. Renate KASSLATTER (ITA), 0:56,74(4), 0:57,04(4), 0:57,03(4), 2:50,81 4. Evelin LANTHALER (ITA), 0:56,69(3), 0:57,16(5), 0:57,11(5), 2:50,96 5. Melanie BATKOWSKI (AUT), 0:58,65(10), 0:56,81(3), 0:56,86(2), 2:52,32 6. Tamara SCHWARZ (ITA), 0:57,73(5), 0:58,03(10), 0:57,64(7), 2:53,40 7. Julia VETLOVA (RUS), 2:53,72 8. Marlies WAGNER (AUT), 2:53,98 9. Michaela MAURER (GER), 2:54,10 10. Tina UNTERBERGER (AUT), 2:54,97 11. Nina BUCINEL (SLO), 2:58,25 12. Katrin MLADEK (AUT), 2:58,31 Endergebnis Herren: 1. Patrick PIGNETER (ITA), 0:55,26(1), 0:55,22(2), 0:55,47(3), 2:45,95 2. Thomas KAMMERLANDER (AUT), 0:55,43(2), 0:54,91(1), 0:55,65(6), 2:45,99 3. Thomas SCHOPF (AUT), 0:55,48(3), 0:55,35(3), 0:55,76(8), 2:46,59 4. Hannes CLARA (ITA), 0:55,82(4), 0:55,50(5), 0:55,44(1), 2:46,76 5. Gernot SCHWAB (AUT), 0:56,22(7), 0:55,42(4), 0:55,59(5), 2:47,23 6. Michael SCHEIKL (AUT), 0:56,29(8), 0:55,81(10), 0:55,45(2), 2:47,55 7. Gerald KAMMERLANDER (AUT), 2:47,81 8. Andreas CASTIGLIONI (ITA), 2:48,22 9. Rudi RESCH (ITA), 2:48,23 10. Georg MAURER (GER), 2:49,18 11. Anton BLASBICHLER (ITA), 2:49,60 12. Florian CLARA (ITA), 2:49,61 ck FIL Media Service

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