Das Erfolgsduo Wolfgang und Andreas Schopf (AUT) ist zurück auf der Siegerstraße. Im Vorjahr dominierten die beiden Steirer bei den Doppelsitzern ganz klar, heuer konnten die Cousins als bestes Saisonresultat "lediglich" einen zweiten Rang in Hüttau (AUT) vorweisen. Nun stehen Wolfgang und Andreas Schopf (AUT) aber wieder ganz oben auf dem Podest. Nur 20 Kilometer von der Heimat entfernt feierten die Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger den Europameistertitel - vor über 2000 begeisterten Zuschauern. "Es war heute sehr schwierig. Wir legten aber schon im ersten Lauf mit 30 Hundertstel Vorsprung auf Beer und Kögl den Grundstein zum Titelgewinn", jubelten die Schopf-Cousins. Nur elf Hundertstel fehlten letztendlich den beiden Routiniers Reinhard Beer und Herbert Kögl (AUT) zum Sieg. Das große Finale bei den Doppelsitzern war spannend, aber auch kurios. Eine falsche Durchsage des Zielsprechers führte bei den ehemaligen Gesamtweltcup-Siegern und Weltmeistern zu Jubelszenen und einer Sektdusche. Erst nach einiger Zeit realisierten die beiden Duos die tatsächlichen Platzierungen. Eine bisher noch unbekannte Rodlerin sorgte in den beiden Wertungsläufen der Damen für Aufsehen. Die junge Barbara Abart (ITA) ist zwar noch ohne jeglicher Weltcup-Erfahrung, stellte aber bei der Europameisterschaft Seriensiegerinnen wie Sonja Steinacher (ITA), Sandra Mariner (AUT) und Co. in den Schatten. "Im zweiten Lauf waren sicherlich die vorderen Startnummern im Vorteil. Auch wenn wir im Vergleich zum Training heute bessere Bedingungen vorfanden, war das Eis doch schon sehr beansprucht", gab die mehrfache Gesamtweltcup-Siegerin Sonja Steinacher zu verstehen. Zufrieden war die 25-jährige Italienerin aber trotzdem nur mit dem zweiten Lauf: "Ein Fehler in der vierten Kehre kostete im ersten Durchgang enorm viel Zeit. Mit viel Glück kann ich morgen vielleicht noch den Sprung nach vorne schaffen". Der Österreicherin Sandra Mariner fehlen rund 60 Hundertstel auf Leader Barbara Abart. "Die Medaille habe ich bereits verspielt, da ich im ersten Lauf das falsche Material hatte. Morgen heißt das Motto somit Schadensbegrenzung", meinte die Tirolerin verärgert. Auch Elvira Holzknecht (AUT), nach Halbzeit noch auf dem guten dritten Rang, verspielte vielleicht auch einen Platz auf dem Stockerl. "Ich hatte bei dem weichen Eis bereits im Training große Schwierigkeiten. Morgen ist sicher noch einiges möglich", erzählte die 28-jährige Kellnerin aus Längenfeld im Öztal.Robert Batkowski (AUT) überraschte im ersten Wertungslauf der Herren die gesamte Konkurrenz und blieb fünf Hundertstel vor Gesamtweltcup-Sieger Gerhard Pilz (AUT). Nach zwei verhaltenen Läufen im Training zeigte der 23-jährige Tiroler heute ein fehlerfreies Rennen. Titelverteidiger Anton Blasbichler (ITA) und Ex-Weltmeister Gerald Kallan (AUT) platzierten sich ex aequo auf Rang drei. "Das Eis ist heute zum Glück in einem besseren Zustand. Es ist aber noch nicht kalt genug", erklärte Gerald Kallan nach dem ersten Wertungslauf. Der 22-jährige Niedernfritzer zeigte sich mit der Platzierung höchst zufrieden, kritisierte aber seine Leistung: "In einigen Kurven ist sicherlich noch mehr möglich". Enttäuscht verließ Ferdinand Hirzegger (AUT) das Zielgelände. Nach einem groben Fehler im oberen Streckenabschnitt wurde der 25-jährige Obersteirer bis an die elfte Position durchgereicht, Rückstand bereits über eine Sekunde.

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