Novouralsk (ck) - Spannend bis zum Schluss und mit einem überraschenden Ausgang verlief der erste Tag der 24. FIL Europameisterschaften. Erstmals gelang es der seit Jahren immer stärker werdenden russischen Mannschaft sich in einem Teambewerb die Goldmedaille zu sichern. In der Konstellation mit Juri Talikh, Ekatharina Lavrentjeva und dem Doppel Pavel Porshnev/Ivan Lazarev gingen sie erstmals bei den Weltmeisterschaften 2011 in Umhausen an den Start, damals reichte es aber nur für den dritten Platz. Dass ihnen ausgerechnet auf heimischem Boden der ganz große Erfolg gelang, freut die neuen Mannschafts-Europameister besonders: „Es war schwierig hier zu gewinnen, wir haben hart dafür gearbeitet. Das ist ein Erfolg des ganzen Teams und aller Trainer“, sagte Ivan Lazarev. Und Ekatharina Lavrentjeva analysiert: „Heute sind alle gut gefahren, bei der WM waren wir noch nicht so ein ausgeglichenes Team. Wenn alle eine perfekte Leistung bringen, dann ist es ein richtiger Erfolg. Das ist uns heute gelungen.“ Groß war die Freude auch im Lager der Österreicher, die mit den Plätzen zwei für Österreich II und drei für Österreich I höchst erfolgreich in die Meisterschaften starteten. Dies löste auch deutliche Erleichterung beim „interimistischen Sportdirektor“, wie er sich selbst bezeichnet, Gerhard Kleinhofer, aus: „Es tut gut, mit Medaillen im Rücken in die EM zu starten. Mit diesem Erfolg war nicht zu rechnen, aber vielleicht ist das der Lohn für die akribische Arbeit, die wir in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben. Wir haben eine schwierige Saison gehabt, unser Sportdirektor Hansjörg Schneebauer hatte eine Herzoperation und lag bis vor kurzem noch im Krankenhaus. Wir wollen ihm auf diesem Wege auch liebe Grüße und gute Besserung wünschen.“ Überraschend kam der Erfolg für einige der Medaillengewinner selbst: „Ich bin drei Mal an die Bande gefahren, die Bahn war rutschig und mein set up war alles andere als ideal“, meinte Tina Unterberger (AUT II), die mit der Silbermedaille den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feierte. Ihren Platz in der Mannschaft hatte sie sich jedoch mit konstanten Leistungen im Laufe der gesamten Saison erkämpft. Mit dem Druck, den alles entscheidenden Lauf absolvieren zu müssen, konnten Christian Schatz und Gerhard Mühlbacher (AUT II) gut umgehen: „Es war ein super Gefühl, zu wissen, dass es auf uns ankommt. Das war ein schöner Start in die EM“, sagte Mühlbacher. Die beiden nahmen noch massive Änderungen am Material vor, um für die klirrende Kälte am Ural gerüstet zu sein: „Wir haben gestern eigentlich noch mal alles umgebaut und offenbar sind wir richtig gelegen.“ Die Nase vorne im Materialpoker hatte jedoch Thomas Schopf (AUT II), der in seinem Lauf überlegene Bestzeit erzielte. „Ich bin froh für die Mannschaft das Bestmögliche gegeben zu haben. Ich verwende eine Schiene, die wir selbst produzieren mit eigenem Stahl. Die hat vor zwei Jahren hier schon so gut funktioniert und die verwende ich jetzt wieder. Dann habe ich gestern noch ein paar Kleinigkeiten verändert und es ging heute eindeutig noch ein bisschen besser.“ Nicht mehr mit dem dritten Platz gerechnet hatte das Team Österreich I mit Michael Scheikl, Melanie Batkowski und Christian Schopf/Andreas Schopf. „Patrick Pigneter und Florian Clara hätten in ihrem Lauf nur vierte werden müssen und uns war klar, dass sie das schaffen. Dass ausgerechnet Patrick einmal Fehler passieren, war überraschend“, sagte Scheikl. Im Endklassement zählen die Punkte, die für die jeweiligen Platzierungen vergeben werden, nicht die Gesamtzeit. So konnte Österreich II mit 73 Punkten und einer Gesamtzeit von 3:06,28 das Team Österreich I mit 68 Punkten und einer Gesamtzeit von 3:05,01 auf Platz drei verdrängen. Die Europameisterschaften werden morgen, Samstag, mit den beiden Läufen der Doppelsitzer sowie den ersten der drei Läufe der Damen und Herren fortgesetzt. Endergebnis Mannschaftsbewerb: 1. Russland I 3:03,71 83 Ekatharina LAVRENTJEVA, 1:00,28(1) 30 Juri TALIKH, 1:00,09(3) 23 Pavel PORSHNEV/Ivan LAZAREV, 1:03,34(1) 30 2. Österreich II 3:06,28 73 Tina UNTERBERGER, 1:03,15(6) 17 Thomas SCHOPF, 0:59,66(1) 30 Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER,1:03,47(2) 26 3. Österreich I 3:05,01 68 Melanie BATKOWSKI, 1:01,23(2) 26 Michael SCHEIKL,1:00,26(5) 19 Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF, 1:03,52(3) 23 4. Italien I 3:07,72 66 Renate GIETL, 1:01,92(3) 23 Anton BLASBICHLER, 0:59,97(2) 26 Patrick PIGNETER/Florian CLARA, 1:05,83(6) 17 5. Italien II 3,09,75 55 Melanie SCHWARZ, 1:02,27(4) 21 Alex GRUBER, 1:00,25(4) 21 Hannes CLARA/Stefan GRUBER, 1:07,23(8) 13 6. Russland II 3:09,70 51 Ludmila AKSENENKO, 1:02,93(5) 19 Stanislav KOVSHIK, 1:00,40(6) 17 Aleksandr EGOROV/Petr POPOV, 1:06,37(7) 15 7. Deutschland 3:09,09 49 Veronika NACHMANN, Marcus GRAUSAM, Björn KIERSPEL/Christian WICHAN 8. Polen/Slowenien 3:10,48 47 Petra DRAGICEVIC, Adam JEDRZEJKO, Andrej LASZCZAK/Damian WANICZEK 9. Türkei/Ukraine 3:38,56 36 Asuman BAYRAK, Isa GUEZELOGLU, Marian HUZNER/Andrii TOLOPKO Das weitere Programm der Europameisterschaften: Samstag, 18.02.2012: 10:00h: 1. Wertungslauf Doppelsitzer 10:30h: 1. Wertungslauf Damen 11:30h: 2. Wertungslauf Doppelsitzer anschließend Blumenzeremonie Doppelsitzer 13:00h: 1. Wertungslauf Herren Sonntag, 19.02.2012: 10:00h: 2. Wertungslauf Damen 10:30h: 2. Wertungslauf Herren 11:30h: 3. Wertungslauf Damen 12:00h: 3. Wertungslauf Herren anschließend Blumenzeremonien Damen und Herren 15:00h: Siegerehrungen und Abschlussfeier

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