Cesana-Pariol (pps) Natalie Geisenberger, 19 Jahre jung und noch ohne Sieg im Weltcup, heißt die neue Europameisterin im Rennrodeln. Bei den 41. Titelkämpfen im italienischen Cesana-Pariol verwies die mehrmalige Junioren-Weltmeisterin aus Deutschland in 1:35,364 Minuten ihre Teamkollegin Silke Kraushaar-Pielach (1:35,524) auf Rang zwei. Dritte wurde bei starken Schneefällen auf der Olympiabahn von 2006 die Österreicherin Veronika Halder (0,167 Sekunden zurück).
Keine Rolle bei der Medaillen-Vergabe spielte Weltmeisterin Tatjana Hüfner, die sich mit Rang vier (1:35,540) begnügen musste. Fünfte wurde Nina Reithmayer (0,320 zurück) aus Österreich.
Stimmen
Natalie Geisenberger (Mehrmalige Junioren-Weltmeisterin)
„Ich freue mich riesig über diesen Titel, mir fehlen fast schon die Worte. Die Bahn liegt mir sehr, sie ist schön zu fahren, mir gefällt es sehr gut und es war ein fairer Wettkampf. Es ist sicherlich ein Generationswechsel im deutschen Team im Gange. Ich fahre nicht zur WM, damit der Bus voll ist. Es wird spannend in Oberhof, ganz bestimmt ein tolles Rennen mit vielen Zuschauern an der Bahn. Ich freue mich auf die Heim-WM."
Silke Kraushaar-Pielach (Olympiasieger 1998 und Weltmeisterin 2004)
„Ich wusste schon nach der Führung im ersten Lauf, dass bei den Bedingungen schwer wird, im zweiten Lauf als letzte an den Start zu gehen. Ich habe das nötige getan und bin zufrieden mit Rang zwei. Es gibt mehrere nicht nur Natalie Geisenberger als Nachfolgerin, sondern da steht eine ganze Reihe parat. Die sind alle sehr jung. Bei uns in Deutschland wird gute Arbeit geleistet, die jungen werden gut herangeführt. Wir haben sie mitgezogen, es wird kein Bruch da sein."
Veronika Halder (Dritte Challenge Cup Gesamtwertung 2007)
„Die Freude ist sehr groß, zwei Jahre nach Rang fünf bei Olympia ist es eine Riesensache hier eine Einzelmedaille zu machen. Man muss sich auf die äußeren Umstände einstellen. Ich wollte so gut wie möglich runter fahren, die Bedingungen waren für alle gleich und auf keinen Fall irregulär. Wenn bei den Deutschen die Älteren aufhören, rücken immer gleich wieder junge nach, die am Start schon gleich wieder sehr gut. Wir arbeiten aber hart weiter. Und ich glaube fest daran, dass wir irgendwann einmal die Dominanz brechen können.“

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