Prock nach drei Jahren Pause wieder Sieger
Markus Kleinheinz Zweiter vor Rainer Margreiter


Sigulda. Erstmals seit drei Jahren hat Rekordsieger Markus Prock aus Österreich wieder ein Rennen im Viessmann Rennrodel-Weltcup gewonnen. Der frisch gebackene Europameister verwies im lettischen Sigulda in 1:41,579 Minuten seine Landsleute Markus Kleinheinz (1:41,934) und Rainer Margreiter (1:42,029) auf die Plätze zwei und drei. Prock hatte zuletzt im Januar 1999 in St. Moritz gewonnen, als Österreich gleich einen vierfach Erfolg feiern konnte. Ein Debakel erlitten die deutschen Starter: Als Bester landete Junioren-Weltmeister David Möller (1:42,316) auf Rang acht, Olympiasieger Georg Hackl erreichte nach einem Sturz bei der Ausfahrt Kurve 15 nur den letzten Platz. Im Weltcup hat Rekordsieger Prock (neun Weltcup-Gesamtsiege) mit 454 Punkten die Führung übernommen vor Weltmeister Armin Zöggeler (410), der diesmal Vierter (1:42,107) wurde. Neuer Dritter ist nun Margreiter (349) vor Karsten Albert (342).

Stimmen:

Markus Prock (Österreich), zweimaliger Weltmeister: "Super, nach drei Jahren mal wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Man sieht, dass meine Form stimmt, jetzt gilt es, diese Form bis Salt Lake City zu halten. Wir waren nach dem ersten Lauf schon überrascht, dass wir so schnell waren. Und jetzt stehen wir gleich zu dritt auf dem Stockerl."

Markus Kleinheinz (Österreich), Junioren-Weltmeister 1995 und 1996: "Das ist das beste Weltcup-Ergebnis meiner Laufbahn. Zu Saisonbeginn klappte es nicht so gut, dafür läuft es jetzt umso besser. Irgendwie ist bei mir nun der Knoten aufgegangen."

Rainer Margreiter (Österreich) 1999 Zweiter Weltcup-Gesamtwertung: "Das ist gewaltig: drei Österreicher auf dem Stockerl. Für Markus Kleinheinz freut es mich besonders, weil damit ist jede Diskussion um sein Olympiaticket endgültig beendet ist. Und für uns als Mannschaft tut dies auch richtig gut. Das bringt Selbstvertrauen für Salt Lake City."


Silke Kraushaar feiert 19. Erfolg im Viessmann Weltcup
Anna Orlova Zweite vor Angelika Neuner


Sigulda. Silke Kraushaar (Oberhof) hat den Viessmann Rennrodel-Weltcup im lettischen Sigulda gewonnen und ist mit ihrem 19. Erfolg der Rekordsiegerin Sylke Otto (20 Weltcupsiege) aus Oberwiesenthal dicht auf den Fersen. Bei der vorletzten Station der Rennserie verwies die Olympiasiegerin in 1:26,437 Minuten Anna Orlova (1:27,089) aus Lettland und Angelika Neuner (1:27,232) auf die Plätze zwei und drei. Weltmeisterin Sylke Otto musste sich nach einem Patzer im zweiten Lauf mit Rang vier (1:27,361) begnügen. Anna Orlova löste mit dem besten Resultat ihrer Laufbahn in letzter Minuten noch das Ticket für die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City (8. ? 24. Februar 2002). Im Gesamt-Weltcup baute Silke Kraushaar mit 485 Punkten ihren Vorsprung auf Silke Otto (405) weiter aus. Neue Dritte ist Angelika Neuner mit 371 Punkten.

Stimmen:

Silke Kraushaar (Deutschland), Olympiasiegerin: "19 Siege in nur vier Jahren Weltcup: Das kann sich sehen lassen. Diese Bahn hat einen ähnlichen Charakter wie Oberhof oder Königssee, ist technisch anspruchsvoll und liegt mir. In der Weltcup-Gesamtwertung kann jetzt eigentlich nicht mehr viel schief gehen"

Angelika Neuner (Österreich), Olympia-Zweite 1992 und Olympia-Dritte 1998: "Diese Bahn liegt mir total, hier bin ich schon immer gerne gefahren. In Hinblick auf Olympia ist das natürlich gut für das Selbstvertrauen. Aber Olympia ist wieder ein ganz anderes Rennen."

Sylke Otto (Deutschland), zweimalige Weltmeisterin: "Ich hatte schon im Training Probleme hier auf dieser Bahn. Das ist kein Dämpfer, aber lieber jetzt so etwas als bei Olympia.


Dritte Sigulda-Sieg in Folge für für Skel/Wöller
Schiegl/Schiegl Zweite vor Grimmette/Martin


Sigulda. Die zweimaligen Vize-Weltmeister Steffen Skel/Steffen Wöller aus Deutschland haben zum dritten Mal in Folge den Viessmann Weltcup im lettischen Sigulda gewonnen. Die nicht für die Olympischen Spiele in Salt Lake City qualifizierten Winterberger gewannen in 1:26,162 vor den Österreichern Tobias Schiegl/Markus Schiegl (1:26,202) und dem US-Duo Mark Grimmette/Brian Martin (1:26,203). Mit ihrem vierten Platz verteidigten Patric Leitner/Alexander Resch (1:26,230) aus Deutschland mit 405 Punkten die Führung in der Gesamtwertung des Viessmann Weltcups knapp vor Skel/Wöller (395i).

Stimmen:

Steffen Wöller (Deutschland) zweimaliger Vize-Weltmeister: "Das war schon unser dritten Sieg in Folge in Sigulda, diese Bahn kommt uns entgegen. Nun steigt in Winterberg das große Finale um den Weltcup. Zehn Punkte gegen Leitner/Resch können wir aufholen. Auf jeden Fall ist es unser Ziel, nach der verpassten Olympia-Qualifikation den Weltcup zu gewinnen."

Tobias Schiegl (Österreich), zweimaliger Weltmeister: "Im ersten Lauf haben wir am Start gepatzt. Der zweite war bis auf die Kurve 13 fast perfekt, da haben wir zuviel Gas gegeben und zu viel riskiert. Bei diesem Ergebnis und den minimalen Abständen sieht man, wie spannend und attraktiv es im Doppelsitzer zu geht."

Mark Grimmette (USA) Olympiadritter 1998: "Nach einigen Problemen im Training haben wir die richtigen Schlüsse für das Rennen gezogen. Wir sind schon in der Vergangenheit gut mit dieser Bahn zurecht gekommen. Wir lieben diese Bahn."

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