Deutschnofen/Nova Ponente (ck) - „Am größten war der Druck, den ich mir selbst gemacht habe, denn alle haben erwartet, dass ich hier gewinne“, sagte die Junioren-Weltmeisterin Evelin Lanthaler (ITA) nach einem anstrengenden Wochenende. „Vor dem ersten Lauf war ich extrem nervös, dann passierte der Unfall der Bulgarin zwei Startnummern vor mir und das Rennen war lange unterbrochen. Meine Spannung ließ dann nach, aber ich musste mich wieder voll konzentrieren, denn ich wollte den ersten Durchgang auf keinen Fall verschlafen. Mir ist dann aber ein perfekter Lauf gelungen“, erzählte die Südtirolerin, die als Führende den zweiten und dritten Lauf am heutigen Sonntag in Angriff nahm. „Mein Vorsprung war nicht riesengroß, aber genug, sodass ich im zweiten Lauf auf Sicherheit fuhr, im dritten habe ich dann noch einmal angegriffen“, war die Taktik der Juniorin, die ihren Titel aber nicht wirklich feiern wird können: „Morgen fahren wir schon zum Training nach Latzfons, zum nächsten Weltcup.“ Hinter Evelin Lanthaler platzierten sich mit Alexandra Obrist und Andrea Vötter zwei weitere Südtirolerinnen und machten den italienischen Erfolg komplett. „Ich wollte einfach mein Bestmögliches geben und das ist mir gelungen“, gibt sich die Silbermedaillengewinnerin Obrist bescheiden: „Im ersten Lauf wollte ich die Basis legen und einen Vorsprung herausfahren und das ist super gegangen“, erklärte die Schülerin aus Brixen, die ab und zu bereits im Weltcup mitfahren durfte. Mit ihrem Erfolg bei den Juniorinnen hat sie sich sicher für weitere Einsätze empfohlen. Noch nicht so weit in die Zukunft will die Bronzemedaillengewinnerin Andrea Vötter denken: „Ich bin erst 14, ich habe heute hier einfach gezeigt, was man auch in meinem Alter schon leisten kann. Im Training ist es mir noch nicht so gut gegangen, aber was zählt, ist das Rennen.“ Andreas Vötter ist Schülerin der Sportschule Mals, wo schon viele der Südtiroler Erfolgsrodler ihre Vorbereitung für die weitere Karriere erhielten. Den vierten Platz belegte die Slowenin Nina Bucinel, die ebenfalls bereits im Weltcup mit Top-Ten Platzierungen aufzeigte. Bei den Herren stand bereits nach dem zweiten Lauf fest, dass sich an der Spitze ein Dreikampf zwischen den drei Junioren, die auch schon über Erfahrung in der allgemeinen Klasse verfügen, abzeichnete. Am Ende war es Hannes Clara (ITA), der sich durchsetzte. „Ich habe gewusst, dass es sehr, sehr schwer wird, wenn ich hier heute gewinnen will“, zollte der Goldmedaillengewinner seinen Konkurrenten Respekt: „Thomas Kammerlander ist extrem stark, Alex Gruber und Florian Gruber haben im Training aufgezeigt, wie schnell sie sein können. Ich habe in Latsch gesehen, dass ich gut in Form bin, dass das Material passt und ich habe alles gegeben. Ich bin überglücklich über meinen ersten Junioren-Weltmeistertitel.“ Ähnlich lobende Worte fand der Silbermedaillengewinner Alex Gruber über den Sieger: „Hannes war mein stärkster Gegner hier, aber ich habe mich selbst nie in der Favoritenrolle gesehen. Ich habe fleißig trainiert und der zweite Platz ist das Ergebnis harter Arbeit“, sagte Gruber, der in Insiderkreisen als das große Nachwuchstalent gehandelt wird. „Ich trainiere jeden Tag, ich habe das Talent gefühlvoll fahren zu können, aber Talent muss man erst ausbauen.“ Sein Resümee seiner drei Läufe lautet: „Die Strecke liegt mir einerseits gut, andererseits nicht. Ich habe in der letzten Kurve immer Zeit liegen lassen, die hätte man besser fahren können. Dafür habe ich im oberen Teil immer Zeit gut gemacht, das gleicht sich dann wieder aus.“ Nicht ganz zufrieden aber ohne Groll akzeptierte Bronzemedaillengewinner Thomas Kammerlander, dass „die anderen einfach schneller waren. Hannes war nicht zu schlagen hier und Alex hat einen super dritten Lauf hingelegt, ich muss mit dem dritten Platz zufrieden sein.“ Juniorinnen (17): 1. Evelin LANTHALER (ITA), 0:54,46(1), 0:55,19(1), 0:54,80(1), 2:44,45 2. Alexandra OBRIST (ITA), 0:55,00 (2), 0:55,68(2), 0:55,53(2), 2:46,21 3. Andrea VÖTTER (ITA), 0:55,92(3), 0:56,40(3), 0:56,15(3), 2:48,47 4, Nina BUCINEL (SLO), 0:57,43(4), 0:57,09(7), 0:57,28(5), 2:51,80 5. Maria KAMAREVTSEVA (RUS), 0:57,50(6), 0:57,08(6), 0:57,68(8), 2:52,26 6. Regina GILVANOVA (RUS), 0:57,91(9), 0:57,00(4), 0:57,62(7), 2:52,53 7. Christina GÖTSCHL (AUT), 0:57,64(7), 0:57,67(9), 57,58(6), 2:52,89 8. Natalia WANICZEK (POL), 0:57,45(5), 0:57,66(8), 0:58,05(10), 2:53,16 Junioren (31): 1. Hannes CLARA (ITA), 0:53,55(1), 0:53,60(1), 0:53,76(1), 2:40,91 2. Alex GRUBER (ITA), 0:53,71(3), 0:53,88(2), 0:54.03(2), 2:41,62 3. Thomas KAMMERLANDER (AUT), 0:53,69(2), 0:53,95(3), 0:54,23(3), 2:41,87 4. Simon RUNGGER (ITA), 0:54,70(5), 0:54,83(6), 0:54,71(4), 2:44,24 5. Simon KAINZWALDNER (ITA), 0:54,66(4), 0:54,78(5), 0:55,08(7), 2:44,52 6. Patrick SALCHER (AUT), 0:55,00(6), 0:55,00(8), 0:55,45(11), 2:45,45 7. Lukasz GORYL (POL), 0:55,84(11), 0:54,67(4), 0:55,10(8), 2:45,61 8. Luka SVAB (SLO), 0:55,70(10), 0:55,07(9), 0:55,28(9), 2:46,05 9. Christoph REGENSBURGER (AUT), 0:56,01(12), 0:54,85(7), 0:55,35(10), 2:46,21 10. Dominik HOLZKNECHT (AUT), 0:55,17(7), 0:55,44(11), 0:56,44(15), 2:47,05 Die kompletten Ergebnislisten sind auf www.fil-luge.org unter Ergebnisse oder Veranstaltungen zu finden Chris Karl FIL Media Service

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