Alpin Rodeln in Internationaler Rodelordnung festgeschrieben
Neue IRO fixiert Übergang von Naturbahnrodeln zu Alpin Rodeln
Jetzt ist es fix: Der Wechsel von Naturbahnrodeln zu Alpin Rodeln ist in der Neufassung der Internationalen Rodelordnung (IRO) festgeschrieben. Die aktuelle Ausgabe der IRO ist seit 1. Juli 2026 in Kraft.
Drohnenaufnahme vom Testevent am Jenner (GER) 2026
Berchtesgaden (20.08.2026) Die Aufnahme von Alpin Rodeln in die IRO ist ein Meilenstein, erklärt Gerhard Mühlbacher, Leiter der Zukunftswerkstatt alpin Rodeln und Breitensport: „Es ist das Ergebnis von harter und langer Arbeit, allein die Strategieteams haben zwei Jahre daran gearbeitet. Und nicht zu vergessen die Testarbeit an der Alpin Rodel selbst, die von Sportgrößen wie Evelin Lanthaler, Patrick Pigneter und Michael Scheikl gemacht wurde“. Mit Alpin Rodeln in der Internationale Rodelordnung wurde die Basis für den Rennsport geschaffen. „Wir reden jetzt nicht mehr von Demo-Bewerben, es wird sehr bald Weltcups und Weltmeisterschaften mit der Alpin Rodel auf Skipisten geben. Wir haben nun die Grundlage geschaffen, auf der wir weiterarbeiten können“, blickt Mühlbacher optimistisch in die Zukunft.
2027 im Weltcup
Ein wichtiger Schritt, betont auch Gerald Kammerlander, der Leiter des Strategieteams Rodel, Sport und Equipment: „Es steckt viel Arbeit und Herzblut in dieser Entwicklung. Unser Ziel war es ein Sportgerät zu entwickeln, welches näher an der handelsüblichen Freizeitrodel ist, aber trotzdem ein dynamisches und großartiges Rennsportgerät ist. Zudem ist die neue Rodel auf Schnee und auf Eis einsetzbar. Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem neuen Sportgerät den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagt Kammerlander. Voraussichtlich in der Saison 2027/2028 wird die neue Alpin Rodel erstmals im Weltcup eingesetzt.
Neue Rennformate eingeführt
Neben den klassischen Rennformaten auf der vereisten Bahn wurden die neue Rennformate „Slalom“ und „Parallelslalom“ eingeführt. Rennen dieser Formate werden auf Skipisten ausgetragen, dadurch ergibt sich für Ausrichter die Möglichkeit, Weltcuprennen auch dort durchzuführen, wo es keine klassischen Rodelbahnen gibt. „Dabei haben wir das Rad nicht neu erfunden. Slalom bedeutet ziemlich genau das, was man sich darunter vorstellt. Es werden Tore gesteckt und die Athleten müssen den Kurs ohne Torfehler so schnell wie möglich absolvieren“, erklärt Jerome Almer, Leiter des Strategieteams Rennformate. Laut verschiedensten Rückmeldungen scheint Slalom zudem attraktiv für Zuschauer zu sein.
Reform Teambewerb
Zuletzt war die reguläre Durchführung des Teambewerbs (fast) unmöglich, weil nicht genügend Teams gemeldet waren. Um die Mindestzahl von fünf Teams zu erreichen, sind nun auch nach Nationen gemischte Teams erlaubt, jedoch nur für Nationen, die kein eigenes Team nennen können.
Die neue IRO finden Sie hier



