Alpini – Dienst am Olympia-Eiskanal
Treue Helfer bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina
Cortina d’Ampezzo (FIL/21.02.2026) Eine gute Vorbereitung ist alles. Deshalb haben die Rodler wie auch Bobfahrer und Skeletoni schon im November 2025 das neue Cortina Sliding Centre zu Olympischen Test Events besucht. Schließlich wollten sie genau wissen, was sie bei den Olympischen Spielen im Februar 2026 im 1749 Meter langen Eiskanal erwartet.
Doch nicht nur die Athletinnen und Athleten wollten sich mit den Gegebenheiten und Abläufen vertraut machen, sondern auch die Helferinnen und Helfer, die die Austragung der Wettkämpfe erst ermöglichen. Mit zur Crew gehören auch 30 Soldaten der italienischen Gebirgsjäger. Alpini werden diese stolz genannt, sind die älteste Gebirgsjägertruppe der Welt.
Die meisten Mitglieder dieser Truppe betreten mit diesem Einsatz Neuland. „Meine Soldaten und ich haben vom Schlittensport absolut keine Erfahrung“, bekennt Leutnant Davide Dallaogo. Der Leiter der Gebirgsjäger und seine Kollegen wurden deshalb einen Tag in die Vorgänge eingewiesen, bevor die ersten Trainingsfahrten begonnen haben. „Schritt für Schritt haben wir gelernt, wie diese Sportarten funktionieren“, sagt Dallaogo, „mit jedem Tag haben wir es besser verstanden.“
Zu den Aufgaben der Gebirgsjäger gehören die Zugangskontrollen am Start sowie die Sicherung der Bobs und Rodel im Ziel. Dazu zählt auch ihr Einsatz als sogenannte „Catcher“: Im Zielbereich sorgen die Alpini dafür, dass die Rodlerinnen und Rodler sicher zum Stehen kommen, ihren Schlitten kontrolliert anhalten können und sowohl Material als auch Athleten den Eiskanal unversehrt verlassen. „Die wichtigste Aufgabe jedoch ist das Öffnen und Schließen der Sonnensegel in den Kurven“, beschreibt Dallaogo.
Die Mitglieder der Alpini, die für den Dienst bei den Olympischen Spielen eingeteilt wurden, stammen nicht aus der Alpenregion, sondern überwiegend aus dem Apennin in der Mitte Italiens. „Die Jungs sind noch sehr jung, weil sie erst vor wenigen Monaten ihren Dienst bei den Alpini angetreten haben“, erklärt Leutnant Dallaogo, „bislang haben sie an einem Basiskurs Klettern teilgenommen, einige von ihnen können schon Skifahren.“ Trotz langer Schichten von 6 Uhr am Morgen bis Mitternacht wuchs die Begeisterung, „weil sie jeden Tag das Rodeln, das Bobfahren und Skeleton besser verstehen lernten.“




