Winterberg (pps) Ein neuer Bahnrekord steht schon vor der ersten Vereisung fest! Auf der Bob- und Rodelbahn Winterberg Hochsauerland wurde vor dem neuen Winter der Damenstart nach oben verlegt und in den komplett neuen Startbereich integriert. Damit verlängert sich die Renndistanz beträchtlich, ist nur unwesentlich kürzer als die der Herren. Die Doppelsitzer starten wie bisher vom alten Damenstart.

Wichtigste Veränderung in Winterberg rund 30 Jahre nach der Einweihung im Jahre 1977 ist der Neubau des gesamten Startbereichs, einschließlich einer kompletten Überdachung der Abstellfläche für die Schlitten. Gleichzeitig wurden auch neue Funktionsräume im Startbereich errichtet. Der neue Gebäudekomplex mit Umkleidekabinen, Räumen für Trainer und Offizielle sowie für diverse Kontrollen stellt eine zukunftsorientierte Lösung dar, fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein und steht nicht in Konkurrenz zum „Bobhaus“ als Wahrzeichen der „Kappe“.

Doch nicht nur an der Kunsteisbahn in Winterberg hat sich in den letzten Monaten viel verändert. Nicht weniger als insgesamt drei Modernisierungen traditionsreicher Bahnen schreiten ihrem Bauende entgegen. In Deutschland erhielt außer Winterberg noch Oberhof, mit Blick auf die 40. FIL-Weltmeisterschaften 2008, ein neues modernes Kleid angepasst. Augenscheinlichste Veränderung in Thüringen ist die Verlängerung des Auslaufs durch den Einbau einer neuen Bremskurve. Der neue Auslauf führt nun den Hang wieder hinauf und mündet in einen ebenfalls neu konzipierten Präsentationsbereich. Neu erstellt im Zuge der ersten Ausbauphase wurden der Herren- und der Damen-Start inklusive der verlängerten Anfahrt zur Kurve vier. Die Kurve sieben erhielt ein neues Profil. Teil zwei der Modernisierung sieht im kommenden Sommer Sanierungsarbeiten im gesamten Umfeld inklusive des Zielhauses vor.

Schon gut gerüstet blickt man in Igls den 39. FIL-Weltmeisterschaften entgegen. Mit einem Kostenaufwand von 10 Millionen Euro wurde die Anlage, bereits 1977, 1987 und 1997 WM- Schauplatz, umfassend modernisiert. Völlig neu präsentieren sich sowohl Herren- als auch Damen-Start sowie der gesamte Zielbereich. Als Herzstück darf ohne Zweifel das neue „Panorama-Cafe“ bezeichnet werden. „Wir werden uns sehr bemühen, der FIL-Familie ein großes Fest zu bereiten“, kündigte WM-Chef Peter Knauseder bereits an.

Als Neubau entsteht derzeit in Whistler Mountain die Olympiabahn für Vancouver 2010. Wie Craig Lehto, schon Bahnchef bei den Olympischen Winterspielen in Calgary (1988) und Salt Lake City (2002) und nun in gleicher Funktion auch für Vancouver tätig, beim FIL-Kongress berichtete, soll die Bahn spätestens 2008/09 eröffnet werden. Die Anlage soll 16 Kurven aufweisen und Platz für rund 12 000 Zuschauer bieten.

In Russland bestehen derzeit sogar Überlegungen, zwei komplett neue Bahnen zu bauen: Die eine Kunsteisrinne soll vor den Toren Moskaus entstehen; die zweite ist in Sotschi, Kandidat für die Winterspiele 2014, geplant.

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