Cesana Pariol (pps) Der Sport Competition Manager der neuen Olympiabahn in Cesana Pariol, Ivo Ferriani, versicherte auf der Mannschaftsführersitzung am Dienstabend noch einmal, alles für die „Sicherheit der Athleten“ zu unternehmen. „Aber eine neue Bahn birgt immer Probleme“, sagte Ferriani, einst selbst Bobpilot, dann Trainer und Manager der Auswahlteams in Frankreich und Kanada. Bei Stürzen während der Internationalen Trainingswoche waren insgesamt vier Sportler verletzt worden.

Der Brasilianer Renato Mizoguchi wird in einem Turiner Krankenhaus in einem künstlichen Koma gehalten, ist aber außer Lebensgefahr. Am Mittwoch wurden seine Freundin Yuko Suzuki und sein japanischer Arbeitgeber erwartet, die auf Einladung des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin (Toroc) eingeflogen wurden.
„Unsere wichtigsten Kunden sind die Athleten, wir tun alles, um ihre Sicherheit zu gewährleisten“, erklärte Ivo Ferriani. Um optimale und sichere Bedingungen zu schaffen, seien mit Markus Aschauer (Königssee), Ralf Mende (Altenberg), Paul Spieler (Igls) und Marco da Quinta (Cortina) eigens vier international renommierte Eismeister zur Unterstützung des lokalen Bahnchefs Hans Sparber eingeladen worden. Der Italiener Sparber war zuletzt Eismeister auf der Olympiabahn von Salt Lake City (USA).
Mit Veränderungen am Profil und der Kehlung des Eises im Hochgeschwindigkeitsteil der Kurven 16, 17 und 18 wurde erfolgreich der Versuch unternommen, die Fahrlinie speziell für die schwächeren Teilnehmer – noch stärker vorzugeben. Ivo Ferriani. „Wir sind dankbar für alle Vorschläge zur Optimierung der Bahn.“
Der deutsche Bundestrainer Thomas Schwab, der bei der Homologation einer der Verantwortlichen war, zog noch am Dienstag sein Protestschreiben an den Internationalen Verband (FIL) als „gegenstandslos“ zurück. Bei der Mannschaftsführersitzung am Montag hatte Schwab – wie im Protokoll nachzulesen ist - erklärt: „Ich fühle mich mitverantwortlich für die Stürze“.
Österreichs Sportkoordinator Markus Prock, einst selbst Weltmeister, nannte den Sturz von Wolfgang Linger einen „Fahrfehler“. „So ein Sturz kann auf jeder anderen Bahn dieser Welt auch passieren“, sagte Prock. Linger, zusammen mit seinem Bruder Andreas 2003 in Sigulda Weltmeister im Doppelsitzer, erlitt einen Knöchel- und Wadenbeinbruch.
Die Lettin Maija Tiruma befindet sich in einem Turiner Krankenhaus mit Prellungen auf dem Weg der Besserung. Die 52 Jahre alte Anne Abernathy (Jungfraueninseln) muss nach einem Schlüsselbeinbruch auf die WM in Salt Lake City (18. bis 20. Februar) verzichten.

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