Calgary (pps) Als „Shootingstar“ entpuppte sich Russlands Albert Demtschenko beim Viessmann Weltcup im kanadischen Calgary. Nach Rang 14 im ersten Durchgang katapultierte sich der Gesamtsieger des Vorwinters mit Tagesbestzeit im zweiten Lauf noch auf Platz eins. In 1:30,468 Minuten gewann Albert Demtschenko nach Sigulda sein zweites Weltcup-Rennen im Olympiawinter und übernahm mit 340 Punkten die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung vor dem Österreicher Markus Kleinheinz (249) und Armin Zöggeler (244) aus Italien.
Der US-Amerikaner Tony Benshoof, vor Calgary gemeinsam mit Zöggeler Spitzenreiter, wurde wegen Übergewichts disqualifiziert.
Der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl (1:30,619) aus Deutschland setzte bei seinem zweiten Saisonrennen nach dem siebten Platz von Cesana mit Rang zwei ein Ausrufezeichen und verabschiedete sich gleichzeitig in die selbst gewählte Weihnachtspause. Sein Teamkollege David Möller (1:30,658) landete wie schon in Altenberg auf Rang drei.
Die Proteste der Teams aus Italien, Österreich und den USA wegen irregulärer Windbedingungen wurden von der Jury als unbegründet abgewiesen.

Stimmen

Albert Demtschenko (Weltcup-Gesamtsieger 2004/2005)
„Unglaublich, ich hätte nie gedacht, dass ich diese Rennen noch gewinnen kann. Der zweite Lauf war in Ordnung, im ersten bin ich vor dem Kreisel regelrecht vom Wind verblasen worden.“

Georg Hackl (Dreimaliger Olympiasieger)
„Ich habe sicherlich von der günstigen Startnummer profitiert, weil ich durch die Qualifikation musste, aber auch von dem Start hier in Calgary, der schlechte Starter wie mich begünstigt. Auf einen Start in Lake Placid verzichte ich, ich mache stattdessen Therapie in der Heimat. Im neuen Jahr greife ich wieder voll im Weltcup ein, dann sehen wir auch, ob ich bei Olympia starte oder ob es nicht besser ist, wenn ein jüngerer und vor allem fitterer als ich in Turin an den Start gehen sollte.“

David Möller (Weltmeister 2004 und WM-Dritter 2005) „Ich hoffe, es geht in diesem Winter noch mal weiter nach vorne als auf Platz drei. Unter dem Strich bin ich zufrieden, auch wenn ich mit Platz zwei geliebäugelt habe. Der Demtschenko ist eine Superzeit gefahren.“.