Tatjana Hüfner und Armin Zöggeler auf der Jagd nach Uralt-Rekorden

Calgary (pps/November 3, 2009) Die Rennrodel-Saison beginnt in Kanada – und endet auch dort. Wenn sich am 20. November 2009 in Calgary der Vorhang für die 33. Saison im Rennrodel-Weltcup der Rennrodler hebt, kreisen die Gedanken aller Beteiligten schon um den Saisonhöhepunkt: Die XXI. Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver vom 12. bis 28. Februar.

Dennoch kommt den acht Stationen des Rennrodel-Weltcups entscheidende Bedeutung zu. Die Rennen in Calgary, Igls (AUT), Altenberg (GER), LiIlehammer (NOR), Königssee, Winterberg, Oberhof (alle GER) und Cesana (ITA) zählen in der ersten Saisonhälfte als Qualifikations-Wettbewerbe und später dann – bei den drei letzten Weltcups – für die Startgruppen-Einteilung bei Olympia selbst. Da in Vancouver maximal 110 Rennrodler (40 Herren, 30 Damen und 20 Doppel) an den Start gehen dürfen und Plätze in der Gesetztengruppe speziell bei den Medaillenkandidaten heiß begehrt sind, wird also niemand den Rennrodel-Weltcup auf die leichte Schulter nehmen. Der Weg nach Vancouver führt nur über den Rennrodel-Weltcup.

Zumal die Rennserie bei Damen, Herren und im Doppel mit insgesamt 127.000 Euro dotiert ist. Zählt man alle Prämien für Team-Staffel, Challenge Cup und Europameisterschaften in Sigulda/Lettland (22. bis 24. Januar 2010) im Olympia-Winter hinzu, schüttet der Internationale Rennrodel-Verband (FIL) mehr als 260.000 Euro Preisgeld aus. Erste Anwärter auf die Siege im Gesamt-Weltcup sind natürlich die Titelverteidiger. Und so ganz nebenbei können Tatjana Hüfner (GER) und Armin Zöggeler (ITA), die neben Christian Oberstolz/Patrick Gruber (ITA) im Vorjahr als Gesamtsieger hervorgingen, auch noch Jagd auf zwei Uralt-Rekorde machen.

Drei Mal in Folge die Gesamtwertung gewinnen konnte bei den Damen nur die Österreicherin Angelika Schafferer, die in den Kindertagen des Weltcups 1978/1979, 1979/1980 und 1980/1981 siegte. Tatjana Hüfner, in den beiden vorangegangenen Wintern jeweils Gesamtsiegerin, könnte bei einem erneuten Triumph mit der Österreicherin gleichziehen. Und Armin Zöggeler, der ja bis zu den 42. FIL-Weltmeisterschaften 2011 in Cesana dem Rennrodeln treu bleiben möchte, fehlen mit inzwischen acht Gesamtsiegen nur noch zwei Erfolge, um zu Rekordsieger Markus Prock aus Österreich (zehn Gesamtsiege) aufzuschließen.

Tatjana Hüfners wohl härteste Konkurrentin kommt mit der zweimaligen Vize-Weltmeisterin Natalie Geisenberger aus dem eigenen Lager. Chancen auf Top-Resultate dürfen sich natürlich auch Weltmeisterin Erin Hamlin aus den USA, die WM-Dritte Natalia Jakuschenko aus der Ukraine, Kanadas Alex Gough als sensationelle WM-Vierte von 2009 sowie die beiden Österreicherinnen Nina Reithmayer und Veronika Halder machen. Armin Zöggeler, mit 45 Einzelsiegen der überragende Rennrodler der vergangenen Jahre dürfte sich einmal mehr mit dem zweimaligen Weltmeister Felix Loch und David Möller (beide GER) sowie dem Russen Albert Demtschenko auseinandersetzen müssen.

Im Doppelsitzer ging Italien im vorolympischen Winter dank Oberstolz/Gruber und den Weltmeistern Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder als klarer Sieger der Nationenwertung hervor. Doch die deutschen Duos mit den Routiniers Patric Leitner/Alexander Resch sowie André Florschütz/Torsten Wustlich sind ebenso wie die US-Amerikaner und WM-Dritten Mark Grimmette/Brian Martin nicht zu unterschätzen.
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