Deutsche Rodler:innen stecken mitten in der Selektion für neue Saison

Die deutsche Rennrodel-Mannschaft startete in den vergangenen Wochen in Lillehammer und Sigulda in die nacholympische Saison 2026/27 und fuhr auf jeder Bahn ein Selektionsrennen aus. Insgesamt finden fünf Qualifikationen statt - die dritte erfolgt am 30. Oktober in Oberhof, dann steht Altenberg auf den Programm, und die letzte im Rahmen der Deutschen Meisterschaft am Königssee am 11. November 2026.

Hintergrund ist, dass in der diesjährigen Vorbereitung keine der Athletinnen bzw. keiner der Athleten bereits vorab für den Weltcup gesetzt sind, alle müssen sich in den fünf Selektionen beweisen und sich für die neue Weltcup-Saison qualifizieren.

Gestartet wurde in diesem Herbst in Norwegen in Lillehammer. Am 09. Oktober wurde das erste Quali-Rennen für alle vier Disziplinen ausgefahren. Bei den Einsitzern zeigten sich bei den Herren Felix Loch, Timon Grancagnolo und Max Langenhan in sehr guter Form, bei den Damen dominierten Anka Jänicke, Anna Berreiter und Julia Taubitz das Top-3-Feld.

Im Doppelsitzer hatten Tobias Wendl und Tobias Arlt die beste Zeit, vor den jungen Duos Louis Grünbeck und Maximilian Kührt sowie Pascal Kunze und Valentin Steudte. Im Damenbereich zeigte das neu formierte Doppel Melina Fischer und Magdalena Matschina mit der schnellsten Zeit auf, vor Elisa Storch und Pauline Patz. Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal konnten krankheitsbedingt nicht an der Selektion teilnehmen.

Weiter ging es Richtung Lettland. In Sigulda wurde am 21. Oktober das zweite Quali-Rennen ausgetragen. Bei den Herren Einsitzern schob sich dieses Mal nach Max Langenhan und Felix Loch David Nößler in die Top 3. Bei den Damen wurde ebenfalls durchgemischt, hier zeigten Julia Taubitz, Merle Fräbel und Anka Jänicke mit den besten Zeiten auf.

Bei den Herren Doppeln waren einmal mehr Wendl/Arlt ganz vorne mit dabei, dafür schoben sich Hannes Orlamünder und Paul Gubitz vor Grünbeck/Kürth. Bei den Damen Doppeln zeigten Degenhardt/Rosenthal ihre langjährige Weltcup-Erfahrung auf der komplexen Bahn und fuhren vor Storch/Patz auf die 1. Fischer/Matschina stürzten leider im finalen Lauf.

„Wir haben nun zwei von fünf Selektionsrennen hinter uns. Lillehammer war sehr gut, mit sehr guten Bahnbedingungen. Wir konnten dort acht Einheiten fahren auf einem wirklich guten Niveau. In Sigulda war es besonders für die jüngeren Athletinnen und Athleten etwas schwieriger, weil die Bahn sehr anspruchsvoll ist. Ziel war es, vor allem für unsere Einsitzer, den Umstieg auf den Einheitsschlitten für 2026 zu schaffen. Alle sind das Gerät jetzt zwei Wochen gefahren, man muss sich natürlich erst einmal daran gewöhnen und sich neu darauf einstellen. Das wird noch ein bisschen dauern, aber wir sind auf einem guten Weg. Vielen Dank an der Stelle an die Techniker für die viele Arbeit", sagte Cheftrainer Patric Leitner. "Es zeigt sich schon, dass die jungen Athleten noch Probleme haben, sich schwierige Bahnen wie Sigulda anzueignen und dass die Schere zu den Etablierten noch zu groß ist. Es gilt nun, die fahrerische Komponente und die Athletik weiterzuentwickeln. Wir haben nun noch drei Qualifikationsrennen in Oberhof, Altenberg und die DM am Königssee.“

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