Wendl/Arlt: „Wir sind mental stärker geworden“ Sigulda (pps) Nach vier von neun Viessmann-Weltcups führt Deutschland im Doppelsitzer-Länderspiel im Rennrodeln gegen Österreich klar mit 4:0. Dominierten im vergangenen Winter noch die österreichischen Duos mit Andreas Linger/Wolfgang Linger, die Weltmeister und Gesamtsieger im Viessmann-Weltcup wurden, und Peter Penz/Georg Fischler, die den EM-Titel gewannen, drehten die deutschen Gespanne den Spieß in der ersten Saisonhälfte 2012/2013 um. Vor allem dank Tobias Wendl/Tobias Arlt (Foto), die außer WM-Silber 2008 noch nie eine WM-Medaille gewannen. Wendl/Arlt siegten in Innsbruck-Igls, Königssee, Altenberg sowie Sigulda und führen das Klassement in der Gesamtwertung mit jetzt schon 100 Zählern Vorsprung deutlich an. „Wir sind mental stärker geworden“, lautet unisono die Erklärung der beiden „Tobis“ für den glänzenden Saisonstart. Beeindruckend war vor allem bei den Siegen am Königssee, Altenberg und Sigulda der Vorsprung. Das eine Mal waren es 0,415 Sekunden, das andere Mal 0,364 Sekunden und in Sigulda erneut 0,452 Sekunden. Dies sind im Doppelsitzer-Wettbewerb geradezu Welten. Zum Vergleich: 0,352 Sekunden lagen die Italiener Ludwig Rieder/Patrick Rastner in Innsbruck-Igls zurück, dennoch reichte es nur zu Rang sechs. Überzeugten die beiden Bayern bislang mit Startrekorden, kommt nun auch eine fahrerische Reife hinzu. „Ein erfahrener Rennrodler hat uns gesagt, dass nach dem Start immer noch tausend Meter Fahrstrecke vor uns liegen“, erklärte Tobias Arlt mit einem Schmunzeln. Der „Tippgeber“ heißt Patric Leitner, ist der Heimtrainer des Duos, und war selbst 2002 gemeinsam mit Alexander Resch Olympiasieger im Doppelsitzer. Doch Bundestrainer Norbert Loch, der sich auch noch über die gute Form der Vize-Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken freuen durfte, hebt trotzdem warnend den Zeigefinger: „Die Saison ist noch lang, abgerechnet wird zum Schluss.“ Auch Sascha Benecken weist darauf hin, dass noch nichts gewonnen sei, die österreichischen Doppel im Winter 2011/2012 alle großen Titel eingeheimst hätten. Benecken: „Das müssen wir erst einmal nachmachen.“ In den Doppelsitzer-Zweikampf zwischen Deutschland und Österreich richtig eingreifen konnte kein anderes Doppel, sieht man einmal von Christian Oberstolz/Patrick Gruber (ITA), die in Sigulda erstmals nach einem Jahr als Dritte wieder auf dem Podium standen. Die weiteren Kandidaten für die folgenden Plätzen heißen die Kanadier Tristan Walker/Justin Snith, die mit den zwei siebten Plätzen und Rang sechs in Altenberg so gut wie nie zuvor auf europäischen Bahnen waren, und die Russen Vladislav Yuzhakov/Vladimir Makhnutin, die als Vierte in Altenberg ein Ausrufezeichen setzten. Nicht zuletzt wegen der Aufnahme der Team-Staffel in das Programm der Olympischen Winterspiele 2014 im russischen Sochi und dank der daraus resultierenden Förderung des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL) nahm das Interesse an der Doppelsitzer-Disziplin deutlich zu. Insgesamt 35 Duos trugen sich in den ersten vier Wettbewerben in die Liste der Weltcup-Gesamtwertung ein.
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