Paramonovo (pps) Im Beisein von Dmitri Medwedew, ab Mai 2008 Präsidenten von Russland und damit Nachfolger von Wladimir Putin, sowie Josef Fendt, Präsident des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL), wurde am Montag (10. März 2008) die erste Kunsteisbahn in Russland offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Verantwortlich für das Projekt in Paramonova, 80 Kilometer vor den Toren Moskau, war die Planungsgruppe der Lomonosov Universität Moskau unter der Leitung von Dr. Alexander Schachnazarov und Dr. Alexander Ostroumonov. Eigens für diese Bahn wurde ein neues Computerprogramm entwickelt.

Da die Natur nur 78 Meter Höhenunterschied gewährt, steht die Bahn auf den ersten 300 Metern auf bis zu 27 Meter hohen Stahlstützen. Gestartet wird wie im lettischen Sigulda aus einem Turm. 19 Kurven (neun Rechts- und zehn Linkskurven) sind bei einem maximalen Gefälle von 15 Prozent eingebaut. An Höchstgeschwindigkeit wurden maximal 130 Stundenkilometer berechnet. Die Bahn stellt mit ihrem neuartigen Kühlsystem eine Besonderheit dar. In Paramonovo entschied man sich – nicht zuletzt wegen der strengen Gesetzesvorgaben in Russland, die Ammoniak-Anlagen im Außenbereich verbieten – für ein Ammoniak-CO²-Kaskadensystem mit zwei Kühlkreisläufen.

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