Felix Loch fährt in eigener Liga / Sigulda ist Britchers neue Liebe 

4. EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup Sigulda

Felix Loch, Sigulda 2026

Sigulda (FIL/04.01.2026) Felix Loch ist momentan das Maß aller Dinge bei den Herren im EBERSPÄCHER Rodel-Weltcup. Zweimal meisterte der 36-jährige Deutsche die Bahn in Sigulda in Bestzeit. „Was soll ich sagen, wenn ich gewinne?“, fragte er, ohne auf eine Antwort zu warten, „es waren zwei wirklich gute, solide Läufe.“ Allerdings fühlte sich der Perfektionist zweimal in der Ausfahrt der Kurve 14 unsicher. Trotzdem: In 1:34,509 Minuten feierte er seinen 55. Weltcupsieg. Damit rückt er dem Rekordhalter Armin Zöggeler und dessen 57 Erfolgen immer näher. Was die Podestplatzierungen anbelangt, liegen der Italiener und der Deutsche mit 103 Besuchen auf dem Stockerl gleichauf. Und der siebenmalige Gesamtweltcupsieger verspricht: In Sigulda zu gewinnen – da bin ich immer mega-happy. So kann’s weitergehen. Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen.“

Podium Herren, Sigulda 2026

Ähnlich konstant wie Loch fuhr Jonas Müller. Mit zweimal der drittschnellsten Zeit kam der Österreicher mit 0,081 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Dass das Rennen über zwei Tage gegangen ist, habe ihm geholfen: „Meistens ist der erste Lauf der bessere. So hatte ich an jedem Tag einen ersten Lauf.“ Auf Platz drei (0,099 Sekunden Rückstand) verbessern konnte sich Max Langenhan, obwohl der Weltmeister mit seinen Fahrten haderte: „Ich war zweimal zu doof zum Rodeln. Deshalb muss ich mit dem Podest zufrieden sein.“

Nach der nur fünftschnellsten Fahrt ist Nico Gleirscher (Österreich) noch von Platz zwei auf die vierte Position mit 0,107 Sekunden Rückstand zurückgefallen. Direkt hinter ihm wird sein Bruder David als Fünfter (0,182) in der Ergebnisliste geführt. Gints Berzins ist als Sechster (0,449) der beste Lette vor Landsmann Kristers Aparjods (0,500).

Women Podium, Sigulda 2026

Bei den Damen haderte Julia Taubitz mit den zwei Durchgängen an zwei Tagen. „Von mir aus hätten wir gerne gestern zwei Läufe fahren können“, sagte die  Deutsche. Über Nacht hatte sie eine Grippe geschwächt, sodass die Weltmeisterin noch von Platz eins auf Position drei zurückgefallen ist. Profitiert hat von Taubitz’ Schwäche Summer Britcher. In 41,902 Sekunden war der US-Amerikanerin der schnellste Lauf aller Konkurrentinnen gelungen. Am Ende stehen 1:23,840 Minuten für Sie als Ergebnis. „Sigulda hat wirklich nicht zu meinen Lieblingsbahnen gehört, ich hatte so viele ups und downs“, sagte die 31-Jährige, „aber diese Woche hatte ich so viel Spaß, die Bahn ist wirklich klasse gestanden.“ Mit ihrem siebten Weltcupsieg hat sie auch die Führung im Gesamtweltcup mit 270 Punkten übernommen, obwohl sie den Saisonauftakt in Winterberg nicht bestritten hatte.

Zweite wurde Lisa Schulte mit 0,037 Sekunden Rückstand. „Ich hatte kleine Probleme in der ersten Kurve, weil ich mit meiner Hand nicht so schnell die Griffe in der Schale gefunden habe“, sagte die Österreicherin. 91 Tausendstelsekunden langsamer als Britcher war Taubitz. „Mir hat die Kraft gefehlt“, sagte die Deutsche. Die noch knapp vor ihrer Teamkollegin Merle Fräbel (0,096) den Sprung aufs Podium geschafft hat. Hinter diesen vier Fahrerinnen klafft schon eine kleine Lücke. Ashley Farquharson (USA) fehlten als Fünfte 0,291 Sekunden auf die Siegerin, bei Elena Bota (Lettland) betrug der Rückstand 0,325 Sekunden.

Summer Britcher, Sigulda 2026

Weiterer Zeitplan 4. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup, Sigulda (LAT):
Lokale Startzeit (CET/MEZ)

Sonntag, 04. Januar 2026

14:15 Uhr (13:15 Uhr) EBERSPÄCHER Team-Staffel Weltcup presented by BMW

Alle Angaben sind ohne Gewähr!

Alle Ergebnisse findet man unter folgendem Link: https://www.fil-luge.org/en/media/eberspaecher-world-cup-46