Matchbälle für Tatjana Hüfner und Felix Loch – Vorteil Linger/Linger Sigulda (pps) Insgesamt pilgerten rund 15.000 Besucher an die Bahn, davon allein mehr als 6.000 am Sonntag zum Abschluss, obendrein saßen beständig drei Millionen Zuschauer vor den ARD-Bildschirmen, und dazu flatterten bei den Siegerehrungen nicht weniger als fünf verschiedene Nationalflaggen im eiskalten Wind des Osterzgebirges. Kein Wunder, dass Josef Fendt, Präsident des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL), ein rundum positives Fazit nach Abschluss der 43. FIL-Weltmeisterschaften in Altenberg zog. „Wir haben großartige WM-Tage in Altenberg erleben dürfen“, sagte Fendt, selbst zwei Mal mit WM-Gold (1970 und 1974) dekoriert. Den WM-Rückenwind nutzen wollen am kommenden Wochenende (18./19. Februar) beim Viessmann-Weltcup im lettischen Sigulda in erster Linie die frisch gekürten Weltmeister. Dabei stehen sowohl Tatjana Hüfner als auch Felix Loch (beide GER) in Sachen Gesamtsieg vor ihren ersten Matchbällen. Andreas Linger/Wolfgang Linger wollen ihren fast schon traditionellen Vorteil als ausgesprochene „Sigulda-Experten“ nutzen. Auf dem anspruchsvollen Kurvenlabyrinth im Baltikum gewannen die beiden Brüder aus Österreich 2003 ihren ersten WM-Titel und 2010 Gold bei der EM. Außerdem gelangen den zweimaligen Olympiasiegern in Sigulda noch zwei ihrer insgesamt zwölf Erfolge im Viessmann-Weltcup. „Sigulda ist eine unserer Lieblingsbahnen“, sagen die Lingers unisono. Ihre 15 Punkte zurückliegenden Konkurrenten, die Titelverteidiger Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER), besitzen wie fast alle deutschen Athleten eine gehörige Portion Respekt vor der 1986 eröffneten Bahn. Vier Sigulda-Siege weist dagegen die Vita von Tatjana Hüfner aus. Bei der vorletzten Station der Rennserie kann die Olympiasiegerin dank 90 Punkten Vorsprung auf Team-Kollegin Natalie Geisenberger ihren fünften Gesamtsieg in Folge schon unter Dach und Fach bringen. Gelingt das Vorhaben, schließt die 28-Jährige zur bislang alleinigen Rekordsiegerin Silke Kraushaar-Pielach (GER) gleich. Auch Felix Loch ist der Gesamtsieg bei 120 Zählern Vorsprung auf Team-Kollegen David Möller kaum noch zu nehmen. „Wenn es klappt und ich zum ersten Mal die Gesamtwertung gewinne, wäre es eine perfekte Saison“, sagte der 22-Jährige in Altenberg. Russlands Verband, der in Altenberg mit drei Silbermedaillen einer der großen Gewinner war, schickt nur ein B-Team nach Lettland. Die Top-Athleten um die beiden Vize-Weltmeister Tatiana Ivanova und Albert Demchenko bereiten sich auf das Saisonfinale im heimischen Paramonovo vor. Dort geht es obendrein auch noch bei den 43. FIL-Europameisterschaften um Medaillen.
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