FIL trägt „We Slide Forward 2034" direkt nach Asien

Gleich nach dem 74. FIL-Kongress in Berchtesgaden war die FIL-Führung bereits auf dem Weg nach Asien. FIL-Präsident Einars Fogelis, Generalsekretär Dwight Bell und Sport- und Marketingdirektor Matthias Böhmer reisten nach China und Südkorea – für Gespräche, die zeigen sollen: „We Slide Forward 2034" ist kein Strategiepapier für die Schublade. Es ist ein Plan, der sofort in die Tat umgesetzt wird.

Chinese and FIL Representatives

China: Yanqing und der Startschuss für eine Vier-Jahres-Partnerschaft

Yanqing kennt die Welt aus den Olympischen Winterspielen 2022 – und diese Gegend wird im Dezember 2026 wieder im Mittelpunkt stehen, wenn der FIL-Weltcup dort gastiert. Genau hier empfing eine hochrangige chinesische Delegation die FIL-Vertreter zu einem intensiven Arbeitstreffen.

Mit dabei waren Yan Haiying, Stellvertretende Bürgermeisterin der Volksregierung des Bezirks Yanqing, Liu Qianxun, Direktor des Bezirkssportamts, und Li Jianwei, Direktor des Zentrums für Soziale Sportverwaltung. Die technischen Betreiber der Yanqing-Bahn – Liu Xiyao, Präsident, Han Xiaoyan, Vizepräsident, und Wang Yong, Abteilungsleiter der Beijing Enterprises Zhikai Industrial Development Co., Ltd. – vervollständigten die Runde.

Themen waren der aktuelle Stand des Rodelsports in China, das Potenzial der Disziplin als wachsender Sport im Land und der Rahmen für eine Vier-Jahres-Kooperationsvereinbarung. Das Fazit: Beide Seiten ziehen an einem Strang. China und die FIL wollen gemeinsam wachsen, die Athletenbasis ausbauen und die vorhandene olympische Topinfrastruktur als langfristige Entwicklungsplattform nutzen. Und die chinesische Seite hat noch mehr zugesagt: Alle Weltcuprennen in Yanqing werden vollständig im Fernsehen übertragen und weltweit gestreamt.

Xing Shuo – Präsident des chinesischen Rodelverbandes und frisch gewähltes FIL-Exekutivboard-Mitglied – brachte es auf den Punkt: „Eine enge und engagierte Zusammenarbeit zwischen unserem nationalen Verband und der FIL ist unerlässlich. Wir sind bereit, gemeinsam voranzugehen."

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Korea: Seoul, Pyeongchang und eine Partnerschaft, die trägt

In Seoul besuchte die Delegation zunächst den Hauptsitz des koreanischen Rodelverbandes, bevor es zum Koreanischen Olympischen Komitee weiterging. Dort empfing KOC-Präsident Ryu Seung-min die FIL-Vertreter persönlich. Ryu ist nicht nur einer der einflussreichsten Köpfe im koreanischen Sport – er kennt Olympia auch aus eigener Erfahrung: 2004 in Athen gewann er Einzel-Gold im Tischtennis.

Die Gespräche waren substanziell und ergebnisreich. Ein Kooperationsrahmen für die nächsten vier Jahre wurde vereinbart, mit einem klaren gemeinsamen Ziel: den Rodelsport in ganz Asien voranbringen – Hand in Hand mit den nationalen Verbänden, der FIL und der Olympic Solidarity-Abteilung des IOC, die schon bisher ein wichtiger Entwicklungspartner der FIL in der Region ist.

Ein besonders konkretes Ergebnis: Die Weltcuprennen im Olympic Sliding Center von Pyeongchang – der Bahn der Olympischen Spielen 2018 – sind bis zur Olympischen Saison 2030 im internationalen Kalender verankert. Auch in Korea werden alle Rennen vollständig übertragen und weltweit gestreamt.Matthias Böhmer nutzte den Aufenthalt für einen Vor-Ort-Besuch in Pyeongchang: Anlagebesichtigung und Gespräch mit dem Bürgermeister von Pyeongchang über die Zukunft des Standorts inklusive.

Noch eine besonders erfreuliche Nachricht für den asiatischen Rodelkalender: Sowohl die Bahn in Yanqing als auch jene in Pyeongchang sollen als Olympische Qualifikationsveranstaltungen eingestuft werden. Das hebt die Bedeutung beider Events erheblich und dürfte das Starterfeld zusätzlich bereichern.

Eine Region, nicht nur zwei Länder

Die Reise war mehr als eine Visite in zwei Ländern. Die Anlagen in Yanqing und Pyeongchang sind ein Gewinn für die gesamte asiatische Region – Bahnen, die auch Athletinnen und Athleten aus Ländern ohne eigene Infrastruktur offenstehen. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gemeinsame Trainingsprogramme und der Aufbau neuer nationaler Strukturen: Das ist die Richtung, die FIL und ihre asiatischen Partner gemeinsam einschlagen.

„Es sind nicht nur die Verbände in Asien, die diesen Weg gehen", sagt FIL-Präsident Einars Fogelis. „Nationale Verbände auf dem gesamten Kontinent und weltweit bewegen sich in dieselbe Richtung, und die FIL arbeitet mit allen eng zusammen."

Dabei geht es längst nicht nur um Weltcuprennen und olympische Topanlagen. Alpines Rodeln und Street Luge – Disziplinen, die ohne feste Infrastruktur auskommen und auf Hügeln, Skipisten oder öffentlichen Flächen ausgeübt werden können – stoßen bei den asiatischen Partnern auf besonderes Interesse. Und das ist genau der Punkt: Die FIL will den Sport so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen – von Bangkok bis Peking und darüber hinaus.

Die Reise endet hier nicht

Fogelis und Bell kennen keine Pause. Am 24. und 25. Juni sind sie in Lausanne bei der 146. IOC-Session dBEI, direkt gefolgt von der Generalversammlung des Verbandes der Internationalen Olympischen Wintersportverbände (AIOWF).

Der Sommer ist auf der Bahn nur vordergründig die ruhige Jahreszeit. Die Athleten und Athletinnen stehen im Training, um die neue Saison vorzubereiten. Und auch in der FIL-Zentrale ist von Ruhe wenig zu spüren – denn „We Slide Forward 2034" wartet nicht auf den ersten Schnee.

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