„Mir ist diese Strecke von Anfang an gelegen“, jubelte Gernot Schwab nach seinem zweiten Weltcup-Sieg in Grande Prairie, dem dritten seiner Karriere. In insgesamt vier Läufen in zwei Rennen vermochte ihn niemand zu schlagen, viermal verzeichnete er Bestzeit. „Jetzt will ich auch den Gesamtweltcup gewinnen“, kündigte der Steirer an, fügte aber sogleich hinzu: „Dafür muss ich aber auch in Oberperfuß gewinnen, und sollte das nicht klappen, bin ich auch zufrieden. Ich hatte eine hervorragende Saison und ich habe nichts zu verlieren.“ Ähnlich sieht dies der Gejagte, Juniorenweltmeister Patrick Pigneter, der heuer bei jedem Weltcuprennen am Podest stand: „Jetzt wird es noch mal spannend am Ende der Saison, aber Gernot muss in Oberperfuss gewinnen, wenn er mich im Gesamtweltcup noch abhängen will. Ich kann unbeschwert fahren.“ Mit seinem heutigen zweiten Platz war er glücklicher als mit dem gestrigen: „Ich hatte ein Problem mit meiner Schienenabstimmung, das haben wir aber gut hinbekommen. Heute habe ich gesehen, dass ich an Gernots Zeiten herankommen kann, wenn ich keine Fehler mache.“

Am dritten Platz landete Schwab´s Teamkollege Philipp Wagner, der den zweiten Podestplatz in seiner noch jungen Weltcup-Karriere feiern durfte. „Wenn ich bedenke, dass ich voriges Jahr noch im IC-Cup gefahren bin und heuer mein erstes Jahr in der allgemeinen Klasse habe, kann ich nur zufrieden sein. Im ersten Rennen passte meine Schienenabstimmung noch nicht, dann haben wir einige Veränderungen vorgenommen und heute war alles bestens.“

Im Damenbewerb blieb die Russin Ekatherina Lavrentjeva weiterhin ungeschlagen. Mit fünf Siegen in Serie schließt sie auf zu Irene Zechner (AUT), die im Winter 1995/6 ebenfalls fünf Siege verbuchen konnte. Alle Rennen einer Weltcup-Saison zu gewinnen, gelang bislang lediglich Elvira Holzknecht (AUT) im Winter 1994/5. Damals gab es jedoch nur vier Rennen anstelle von sechs. Lavrentjeva könnte also mit einem weiteren Sieg in Oberperfuß alle Rekorde brechen. Es lag an Renate Gietl, der Führenden nach dem ersten Durchgang, dies zu verhindern, eine wirkliche Chance sah sie aber nicht: „Ich hätte nicht gewinnen können, obwohl ich nach dem ersten Lauf vorne lag. Mit den Zeiten, die Ekatharina auf dieser Bahn fuhr, wäre sie bei den Herren in den Top fünf gelandet. Ich bin zufrieden, dass mir zwei gleichmäßige Läufe gelungen sind, das war in dieser Saison bei mir ein bisschen das Problem. Ich hatte einen super Lauf und der nächste war völlig zu vergessen.“ Europameisterin Christa Gietl belegte den dritten Platz.

Im Doppelsitzerbewerb wiederholten ebenfalls die Sieger des ersten Weltcups in Grande Prairie ihren Sieg. Pawel Porschnev/Ivan Lazarev blieben in beiden Läufen ungeschlagen und bauten somit ihre Führung im Gesamtweltcup aus. 25 Punkte liegen sie nun vor den Österreichern Schatz/Mühlbacher. Beer/Kögl kamen im zweiten Rennen nun besser mit der Strecke zurecht und sicherten sich mit nur zwei Hundertstel Vorsprung auf das polnische Doppel den dritten Platz.

Endergebnisse Weltcup II:

Damen (11):
1. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS), 1:19,14(2), 1:18,07(1), 2:37,21
2. Renate GIETL (ITA), 1:18,81(1), 1:19,11(2), 2:37,92
3. Christa GIETL (ITA), 1:19,62(3), 1:19,52(4), 2:29,14
4. Melanie BATKOWSKI (AUT), 1:19,90(4), 1:19,37(3), 2:39,27
5. Marlies WAGNER (AUT), 1:20,30(5), 1:19,80(5), 2:40,10
6. Sabine KOGLER (AUT), 1:20,68(6), 1:20,10(6), 2:40,78
7. Imelda GRUBER (ITA), 1:21,03(7), 1:20,27(7), 2:41,30
8. Michaela MAURER (GER), 1:21,66(9), 1:20,29(8), 2:41,95
11. Melissa JONES (CAN), 1:26,19(11), 1:28,05(11), 2:54,24

Herren (28):
1. Gernot SCHWAB (AUT), 1:16,94(1), 1:16,93(1), 2.33,87
2. Patrick PIGNETER (ITA), 1:17,54(2), 1:17,58(2), 2:35,12
3. Philipp WAGNER (AUT), 1:17,85(3), 1:17,76(4), 2:35,61
4. Florian BREITENBERGER (ITA), 1:18,14(4), 1:17,62(3), 2:35,76
5. Florian BATKOWSKI (AUT), 1:18,19(5), 1:18,31(6), 2:36,50
6. Marcus GRAUSAM (GER), 1:18,55(7), 1:18,37(7), 2:36,92
7. Anton BLASBICHLER (ITA), 1:18,93(9), 1:18,14(5), 2:37,07
8. Gerald KAMMERLANDER (AUT), 1:18,48(6), 1:18,75(9), 2:37,23
9. Martin PSENNER (ITA), 1:18,85(8), 1:18,56(8), 2:37,41
10. Robert BATKOWSKI (AUT), 1:19,54(10), 1:19,16(11), 2:38,70
16. John GIBSON (CAN), 1:20,25(15), 1:20,51(18), 2:40,76
18. Kaj JOHNSON (CAN), 1:21,20(17), 1:20,50(17), 2:41,70
22. Corey PUSEY (CAN), 1:22,94(24), 1:21,33(22), 2:44,27

Doppelsitzer (6):
1. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS), 1:23,29(1), 1:23,70(1), 2:46,99
2. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT), 1:23,34(2), 1:23,76(2), 2:47,10
3. Reinhard BEER/Herbert KÖGL (AUT), 1:24,91(4), 1:24,33(3), 2:47,10
4. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL), 1:24,56(3), 1:24,70(4), 2:49,26
5. Andreas LEITER/Thomas WEISS (ITA), 1:25,38(5), 1:25,10(5), 2:50,48
6. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT), 1:26,09(6), 1:26,63(6), 2:52,72

Weltcupstände (5/6):

Damen:
1. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS) 500
2. Renate GIETL (ITA) 385
3. Christa GIETL (ITA) 350
4. Melanie BATKOWSKI (AUT) 335
5. Marlies WAGNER (AUT) 277
6. Imelda GRUBER (ITA) 224
7. Tina UNTERBERGER (AUT) 184
8. Michaela MAURER (GER) 169
9. Kinga GAWLAS (POL) 163
10. Julia VETLOVA (RUS) 126
16. Melissa JONES (CAN) 68

Herren:
1. Patrick PIGNETER (ITA) 440
2. Gernot SCHWAB (AUT) 389
3. Florian BREITENBERGER (ITA) 339
4. Gerald KAMMERLANDER (AUT) 262
5. Anton BLASBICHLER (ITA) 255
6. Philipp WAGNER 248
7. Martin PSENNER (ITA) 239
8. Florian BATKOWSKI (AUT) 227
9. Marcus GRAUSAM (GER) 182
10. Robert BATKOWSKI (AUT) 171
19. John GIBSON (CAN) 85
22. Corey PUSEY (CAN) 81
22. Kaj JOHNSON (CAN) 81

Doppelsitzer:
1. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS) 425
2. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT) 400
3. Reinhard BEER/Herbert KÖGL (AUT) 390
4. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL) 322
5. Andreas LEITER/Thomas WEISS (ITA) 249
6. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT) 225
7. Aleksandr EGEROV/Petr POPOV (RUS) 152
8. Denis ALIMOV/Roman MOLISTOV (RUS) 141
9. Galabin BOTZEV/Zlatomir ZDRAVKOV (BUL) 112
10. Yevhen PRYSYAZHNYUK/Jury HARTSULA 102

Chris Karl
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