Königssee (pps) Nach fünf von insgesamt neun Viessmann-Weltcups kann Natalie Geisenberger das Projekt Titelverteidigung schon fast als erfolgreich erledigt abhaken. Die Weltmeisterin aus Deutschland ist im Olympia-Winter noch ohne Niederlage, weist vor dem Gastspiel auf ihrer Heimbahn am Königssee (4./5. Januar 2014) komfortable 159 Punkte Vorsprung auf.

Dennoch bleiben die Olympischen Winterspiele im russischen Sochi (7. bis 23. Februar 2014) das erklärte Ziel. Doch dabei setzt Natalie Geisenberger, die im vorolympischen Winter alles gewann, was es zu gewinnen gab, trotz der erneuten Dominanz in dieser Saison ganz eigene Maßstäbe. "Ziel ist eine Medaille, gleich welcher Farbe", sagte die Olympia-Dritte von 2010 und stapelt dabei wohl bewusst tief. Schließlich konnten im bisherigen Saisonverlauf weder die Favoritenbürden noch hartnäckige Erkältungen ihre rasante Talfahrt zu neuen Erfolgshöhen bremsen.

Auch ihre Trainingskollegen im Doppelsitzer, Tobias Wendl und der frisch gebackene Papa Tobias Arlt, rasen schnurstracks der Favoritenrolle bei Olympia entgegen. Vier von fünf Saisonrennen gewannen die Weltmeister von 2013 bislang, 125 Zähler Vorsprung weisen sie auf ihre Landsleute Toni Eggert/Sascha Benecken auf. Die WM-Zweiten und Europameister von 2013 konnten Wendl/Arlt im Olympia-Winter die bislang einzige Niederlage zufügen.

Spannung verspricht dagegen die Entscheidung bei den Herren, da zeigt Felix Loch im Olympia-Winter bislang ungeahnte Nachlässigkeiten. Nur zwei Saisonsiege stehen beim Olympiasieger und viermaligen Weltmeister auf der Habenseite. Lediglich 30 Zähler Rückstand weist der Italiener Dominik Fischnaller, Auftaktsieger in Lillehammer, vor Lochs Heimspiel auf der ältesten Kunsteisbahn der Welt auf, nur 35 Punkte Rückstand hat David Möller (GER), der Vorjahressieger und Olympia-Zweite 2010. Auf Rang vier lauert mit 336 Zählern Armin Zöggeler, der zuletzt in Park City (USA) seinen 56. Einzelsieg im Viessmann-Weltcup feierte.

Und weil der Viessmann-Weltcup traditionsgemäß immer im gleichen Zeitraum am Königssee gastiert, hat der Südtiroler jedes Jahr Grund zum Feiern: Diesmal steht am 4. Januar sogar ein runder Geburtstag an: 40 Jahre wird der zweimalige Olympiasieger und Rekord-Weltmeister dann – und zählt auf Stahlschienen noch lange nicht zum alten Eisen.

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