Zelezniki (ck) - Mit dem 24. Weltcupsieg ihrer Karriere und dem vierten in dieser Saison sicherte sich Ekatharina Lavrentjeva vorzeitig den Gesamtsieg im GERMANPIPE Weltcup. Und das bei Bedingungen, die der Russin gar nicht entgegen kommen: „Ich mag es nicht, wenn es so weich ist. Aber ich kenne diese Bahn von der WM 2003 und komme hier gut zurecht. Ich hatte einen guten ersten Lauf, im zweiten habe ich nur noch versucht, keine Zeit zu verlieren.“ Renate Gietl (ITA) am zweiten Platz, ebenfalls eher eine Spezialistin für harte, enge Strecken, erzielte im zweiten Durchgang aber nur die viertschnellste Zeit, womit sich an der Reihung an der Spitze nichts änderte. „Ich bin froh, dass ich den Vorsprung auf Melanie Batkowski ins Ziel retten und den zweiten Platz absichern konnte. Das waren wichtige Punkte für den Weltcup und morgen geht das Duell weiter“, sagte Gietl. Die Drittplatzierte Batkowski (AUT) konnte im zweiten Lauf Zeit gut machen und kam bis auf fünf Hundertstel an Renate Gietl heran: „Obwohl es mich ein paar Mal brutal ausgehoben hat, ist es sich für mich gut ausgegangen. Ich konzentriere mich jetzt darauf, den dritten Platz im Gesamtweltcup zu halten“. Den Kampf ansagen wird ihr im morgigen Finale Renate Kasslatter (ITA), die 45 Punkte hinter der Österreicherin liegt und mit den weicher werdenden Bedingungen auf der Rennstrecke am besten zurecht kam. Sie erzielte die Laufbestzeit im zweiten Durchgang.

Wenn ein Seriensieger wie Patrick Pigneter (ITA) nach seinem nunmehr zehnten Weltcupsieg sagt: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier gewinnen kann“, mag das unglaubwürdig klingen, doch er erklärt auch warum: „Ich bin im Training gut gefahren und war von den Zeiten her weit hinten. Ich hatte keine Ahnung warum und ich weiß auch nicht warum es heute plötzlich wieder so gut gelaufen ist. Aber ich bin froh, dass jetzt beide Gesamtwertungen gesichert sind.“ Dass Pigneter zu seiner Topform findet, wenn es darauf ankommt, hat er in der Vergangenheit oft genug bewiesen: „Bei der Europameisterschaft letztes Wochenende sah es so aus, als ob ich schlechte Nerven hätte, dabei war meine Rennschiene total kaputt. Ich kann mich normalerweise unter Stress immer steigern“, sagte der Italiener, der nun der erste Athlet ist, der in einer Saison sowohl Einsitzer- als auch den Doppelsitzer-Weltcup gewonnen hat.
Mit einem hervorragenden zweiten Lauf egalisierte Gerald Kammerlander (AUT) sein bestes Karriereergebnis im Weltcup und belegte den zweiten Platz. „Ich habe versucht, so rund wir möglich zu fahren. Ich habe teilweise die Ideallinie verlassen und meine eigene Spur gesucht. Ich mag diese Bahn ziemlich gerne und ich kann auch gut mit weichen Bedingungen leben“, meinte der Tiroler.
Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere stand Michael Scheikl (AUT) am Podest. „Das ist erst mein dritter Start im Weltcup und ich wusste, ich habe nichts zu verlieren, denn ich habe noch viel Zeit vor mir. Daher hielt sich meine Nervosität in Grenzen und ich war einigermaßen frei im Kopf und konnte locker fahren, obwohl der Druck natürlich da war“, verriet der 18-jährige Österreicher, der nach dem ersten Lauf an zweiter Stelle gelegen war. Für seine weitere Karriere kommt ihm seine derzeit hervorragende Form entgegen: „Ich bin momentan beim Bundesheer und eine Weiterverpflichtung wäre ideal“.

Ergebnisse:

Damen Einsitzer (13):

1. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS), 1:01,26(1), 1:02,88(2), 2:04,14
2. Renate GIETL (ITA), 1:02,04(2), 1:03,03(4), 2:05,07
3. Melanie BATKOWSKI (AUT), 1:02,17(3), 1:02,95(3), 2:05,12
4. Renate KASSLATTER (ITA), 1:02,80(5), 1:02,78(1), 2:05,58
5. Julia VETLOVA (RUS), 1:02,66(4), 1:03,95(7), 2:06,61
6. Evelin LANTHALER (ITA), 1:03,11(7), 1:03,85(5), 2:06,96
7. Marlies WAGNER (AUT), 1:03,34(8), 1:04,29(8), 2:07,63
8. Tamara SCHWARZ (ITA), 1:03,79(9), 1:03,88(6), 2:07,67
9. Tina UNTERBERGER (AUT), 2:07,73
10. Katrin MLADEK (AUT), 2:11,09
11. Nina BUCINEL (SLO), 2:11,96

Herren Einsitzer (32):

1. Patrick PIGNETER (ITA), 1:01,61(1),1:02,71(1), 2:04,32
2. Gerald KAMMERLANDER (AUT), 1:01,81(4), 1:02,79(2), 2:04,60
3. Michael SCHEIKL (AUT), 1:01,69(2), 1:03,15(4), 2:04,84
4. Anton BLASBICHLER (ITA), 1:01,79(3), 1:03,15(4), 2:04,94
5. Robert BATKOWSKI (AUT), 1:02,13(7), 1:03,00(3), 2:05,13
6. Rudi RESCH (ITA), 1:01,81(4), 1:03,74(11), 2:05,55
7. Mathias RAINER (ITA), 1:01,99(6), 1:03,59(9), 2:05,58
8. Florian BREITENBERGER (ITA), 1:02,41(8), 1:03,28(6), 2:05,69
9. Gernot SCHWAB (AUT), 1:02,44(10), 1:03,38(7), 2:05,82
10. Hannes CLARA (ITA), 1:02,43(9), 1:03,58(8), 2:06,01
13. Marcus GRAUSAM (GER), 2:07,75
14. Björn KIERSPEL (GER), 2:07,90
15. Georg MAURER (GER), 2:08,35
18. Kaj JOHNSON (CAN), 2:08,44
20. Ziga PAGON (SLO), 2:08,82


Weltcupstände (5/6):

Damen Einsitzer:

1. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS) 485
2. Renate GIETL (ITA) 415
3. Melanie BATKOWSKI (AUT) 345
4. Renate KASSLATTER (ITA) 300
5. Julia VETLOVA (RUS) 263
6. Marlies WAGNER (AUT) 249
7. Tina UNTERBERGER (AUT) 213
8. Katrin MLADEK (AUT) 168
9. Kinga GAWLAS (POL) 164
10. Veronika NACHMANN (GER) 150

Herren Einsitzer:

1. Patrick PIGNETER (ITA) 470
2. Florian BREITENBERGER (ITA) 318
3. Gernot SCHWAB (AUT) 314
4. Gerald KAMMERLANDER (AUT) 289
5. Robert BATKOWSKI (AUT) 277
6. Hannes CLARA (ITA) 242
7. Anton BLASBICHLER (ITA) 237
8. Florian BATKOWSKI (AUT) 191
9. Mathias RAINER (ITA) 189
10. Georg MAURER (GER) 156
11. Michael SCHEIKL (AUT) 148
12. Marcus GRAUSAM (GER) 142
13. Björn KIERSPEL (GER) 138
18. Kaj JOHNSON (CAN) 112
20. Christian WICHAN (GER) 105
27. John GIBSON (CAN) 63
28. Markus WICHAN (GER) 62


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Herren Sieger 3
Lavrentjeva03 1

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