Vatra Dornei (ck) - Obwohl es durch die extrem weiche Piste und die Verkürzung des Programms auf nur einen Wertungslauf auch ein Quäntchen Glück zum Siegen brauchte, setzten sich am Ende die Favoriten durch. Bereits um halb neun Uhr morgens wurde der Doppelsitzerbewerb gestartet und mit einem weiteren Sieg, ihrem 29., sicherten sich Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA) zum sechsten Mal den Gesamtweltcup. „Heute kam es darauf an mit Gefühl einen guten Lauf zu erwischen, das hatte schon fast etwas künstlerisches“, kommentierte Florian Clara den Erfolg. „Wir haben gewusst wie das Wetter ist, das war für alle gleich. Wir haben im Training schon gesehen, dass unser Gesamtpaket mit der Materialabstimmung passt und beim Rennen heute haben wir von oben weg gespürt, dass es gut läuft.“ Auch nach sechs Siegen im Gesamtweltcup ist Florian Clara noch voll motiviert: „Es macht immer noch Spaß, es gibt immer wieder etwas neues, woran man tüfteln kann. Wir werden im Sommer wieder voll trainieren und wenn wir gesund bleiben, sind wir wieder mit dabei.“ Im russischen Zweikampf bestätigten Aleksandr Egorov/Petr Popov ihre Trainingsleistungen und besiegelten ihren zweiten Platz nicht nur im Rennen sondern auch im Gesamtweltcup, 40 Punkte vor den Teamkollegen Pavel Porshnev/Ivan Lazarev. Mehr als nur einen weiteren dritten Platz feierten die Brüder Christian und Andreas Schopf (AUT). Ihnen gelang mit dem Podestplatz im heutigen Rennen ein Durchbruch am Materialsektor. „Wir hatten immer Probleme bei weichen Bedingungen, nach dem Training haben wir dann alles umgestellt und haben von Mittag bis nach Mitternacht gearbeitet“, berichtete Christian Schopf. „Wir haben die Rodel getauscht, alles umgebaut und auch auf andere Schienen gesetzt. Wir hatten nichts zu verlieren und sind mit dem neuen Material ohne Training direkt ins Rennen gegangen, haben uns sofort wohlgefühlt und haben jetzt etwas, worauf wir in der nächsten Saison aufbauen können.“ „Ich könnte mich daran gewöhnen“, lachte Evelin Lanthaler (ITA), die nun zum zweiten Mal hintereinander ganz oben am Siegespodest zu stehen kam. „Dabei war ich heute vor dem Start so nervös wie überhaupt noch nie. Nicht wegen dem möglichen Sieg heute, sondern wegen dem zweiten Platz im Gesamtweltcup.“ Beides sicherte sie sich souverän und verwies die Seriensiegerin aus Russland einmal mehr auf Rang zwei. Diese nahm es gelassen: „Die weichen Bedingungen liegen mir nicht besonders, aber ich habe den Gesamtweltcup gewonnen, also bin ich zufrieden“, so Ekatharina Lavrentjeva nach ihrem nunmehr elften Gesamtweltcupsieg. Ob es für sie Motivation genug ist ihre Karriere fortzusetzen, dass ihre Siegesserie genau vor ihrem 50. Weltcupsieg endete, wird sich zeigen. Seit einigen Jahren denkt sie über ein Karriereende nach, eine Entscheidung steht noch aus. „Ich hoffe, dass sie noch weitermacht“, meinte Evelin Lanthaler, „ich freue mich auf ein weiteres Jahr Zweikampf mit ihr, jetzt, wo ich an sie herangekommen bin.“ Den dritten Platz im heutigen Rennen belegte Greta Pinggera (ITA), die sich mittlerweile auch in der Reihe der Sieganwärterinnen etabliert hat. „Mit extrem viel Gefühl eine runde Linie über die Schläge finden“, lautete das Erfolgsrezept von Thomas Kammerlander (AUT), welches ihm seinen vierten Weltcupsieg, den zweiten in der laufenden Saison, einbrachte. „Es war sehr schwierig heute, einmal ganz etwas anderes, aber interessant“, so Kammerlander, der heuer fünf von sechs Rennen auf dem Podest beendete. Im Gesamtweltcup belegte er nur 45 Punkte hinter Patrick Pigneter (ITA), der die begehrte Kristallkugel heuer zum neunten Mal gewann, Rang zwei. Pigneter weiß wo seine Stärke liegt: „Ich bin am konstantesten, egal welche Bedingungen, ob weich oder hart, ich komme überall zurecht.“ In das heutige Saisonfinale ging der Südtiroler trotz einem Vorsprung von 40 Punkten mit Respekt: „Normalerweise unter berechenbaren Bedingungen, ist das kein Problem, aber hier hätte in jeder Kurve alles verloren gehen können.“ Sein zweiter Platz genügte ihm vollends, um den neunten Gesamtweltcupsieg souverän abzusichern. Platz drei belegte Florian Breitenberger (ITA), der mit konkreten Zielen ins Rennen ging: „Ich wollte eigentlich nur meinen fünften Platz im Gesamtweltcup absichern und jetzt ist es sogar der vierte geworden. Dass auch noch ein Stockerlplatz dabei herausgeschaut hat, ist sensationell.“ Das Rezept für seine starke Saisonleistung: „Ich habe die nötige Lockerheit wiedergefunden. Das liegt einerseits daran, dass ich weiß, dass ich gutes Material habe und wenn man schon mal gut in die Saison startet, ist es auch gleich viel einfacher. Außerdem habe ich viel weniger Respekt vor so manchen Bahnen, ich gebe wirklich überall Vollgas.“ Ob er in der nächsten Saison noch mal durchstarten wird, hängt von seinem Arbeitgeber ab: dieser ist er als selbstständiger Maler höchstpersönlich selbst. Am morgigen Mittwoch wird der Teambewerb ausgetragen. Startzeit ist ebenfalls 8:30h morgens. Endergebnis GRM Weltcup Doppelsitzer: 1. Patrick PIGNETER/Florian CLARA (ITA), 1:21,16 2. Aleksandr EGOROV/Petr POPOV (RUS), 1:22,78 3. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT), 1:22,92 4. Christoph REGENSBURGER/Dominik HOLZKNECHT (AUT), 1:23,28 5. Pavel PORSHNEV/Ivan LAZAREV (RUS), 1:23,51 6. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL), 1:24,17 Endergebnis GRM Weltcup Damen: 1. Evelin LANTHALER (ITA), 1:17,82 2. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS), 1:17,95 3. Greta PINGGERA (ITA), 1:18,04 4. Maria AUER (AUT), 1:19,57 5.Tina UNTERBERGER (AUT), 1:19,60 6. Carmen PLANÖTSCHER (ITA), 1:20,26 7. Theresa MAURER (GER), 1:20,52 8. Svetlana ZARAVINA (RUS), 1:20,55 Endergebnis GRM Weltcup Herren: 1.Thomas KAMMERLANDER (AUT), 1:16,60 2. Patrick PIGNETER (ITA), 1:16,77 3. Florian BREITENBERGER (ITA), 1:16,85 4. Michael SCHEIKL (AUT), 1:16,96 5. Stanislav KOVSHIK (RUS), 1:18,15 6. Thomas SCHOPF (AUT), 1:18,34 7. Aleksandr EGOROV (RUS), 1:18,55 8. Florian CLARA (ITA), 1:18,76 Endstand GRM Weltcup Doppelsitzer (6/6): 1. Patrick PIGNETER/Florian CLARA (ITA) 570 2. Aleksandr EGOROV/Petr POPOV (RUS) 465 3. Pavel PORSHNEV/Ivan LAZAREV (RUS) 425 4. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT) 400 5. Christoph REGENSBURGER/Dominik HOLZKNECHT (AUT) 323 6. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL) 251 7. M. Emin DELLALBASI/M. Sait OZCAN (TUR) 219 8. Bogdan MOROSAN/Gabriel CANDREA (ROU) 189 Endstand GRM Weltcup Damen (6/6): 1. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS) 525 2. Evelin LANTHALER (ITA) 439 3. Tina UNTERBERGER (AUT) 405 4. Liudmila AKSENENKO (RUS) 302 5. Carmen PLANÖTSCHER (ITA) 298 6. Greta PINGGERA (ITA) 284 7. Christina GÖTSCHL (AUT) 254 8. Petra DRAGICEVIC (SLO) 216 Endstand GRM Weltcup Herren (6/6): 1. Patrick PIGNETER (ITA) 545 2. Thomas KAMMERLANDER (AUT) 500 3. Michael SCHEIKL (AUT) 424 4. Florian BREITENBERGER (ITA) 270 5. Stanislav KOVSHIK (RUS) 253 6. Aleksandr EGOROV (RUS) 241 7. Alex GRUBER (ITA) 234 8. Juri TALIKH (RUS) 229 Ergebnisse Nationencup: Damen: 1.Sara BACHMANN (ITA), 2. Michelle DIEPOLD (AUT), 3.Daria MALEEVA (RUS) Herren: 1. Stefan GRUBER (ITA), 2. Thomas UNTERHOLZNER (ITA), 3. Armin FOLIE (ITA) Doppelsitzer: 1. Rupert BRÜGGLER/Tobias ANGERER (AUT), 2. Pavel SILIN/Iwan RODIN (RUS), 3. Stanislav KOVSHIK/Ilya TARASOV (RUS)

Aut Kammerlander Thomas 2 Foto Sobe 1

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