Jonas Müller holt mit zwei Bahnrekorden EM-Titel vor Felix Loch

Jonas Müller, Oberhof 2026

EBERSPÄCHER Rodel Weltcup Oberhof, FIL Europameisterschaft 2026

Oberhof (FIL/17.01.2026) Eindeutiger kann ein Erfolg nicht ausfallen als der von Jonas Müller im EBERSPÄCHER Rodel Weltcup in Oberhof. Zweimal verbesserte der 28 Jahre alte Österreicher im ersten Durchgang seinen Startrekord um 16 Tausendstelsekunden auf 7,063 Sekunden. Im Ziel des ersten Laufes blieb die Uhr bei 42,275 Sekunden stehen – Bahnrekord. In Durchgang zwei war er noch einmal eine Tausendstelsekunde schneller: 42,274 Sekunden. Die alte Bestmarke hatte seit vier Jahren Johannes Ludwig mit 42,515 Sekunden gehalten. Danach war er Olympiasieger geworden. Ist das ein Zeichen? Zunächst einmal hat den Titel des Europameisters mit einer Gesamtzeit von 1:24,549 Minuten gewonnen. „Ich habe sehr gute Erinnerungen an Oberhof“, sagte der neue Titelträger, „habe vor ein paar Jahren hier schon einmal eine Meisterschaft gewonnen.“ Das war 2023 der des Weltmeisters.

Podium Herren Einzel, Oberhof 2026

Zweiter wurde mit 0,091 Sekunden Rückstand Felix Loch. Damit verlor der Deutsche die Führung im Gesamtweltcup. Trotzdem war der 36-Jährige mit sich im reinen. „Es war ein gutes Rennen, leider kein sehr gutes. Sonst hätte es für weiter vorne reichen können. Mit meinem zweiten Platz bin ich trotzdem zufrieden“, sagte er, „auf alle Fälle war es ein mega spannendes Rennen.“ Der Blick des dreifachen Olympiasiegers geht eindeutig Richtung Cortina d’Ampezzo, wo er seinen dritten Einzel-Olympiasieg erringen will. In Oberhof standen weitere Verbesserungen bei seinem Material an. Und der Genuss. „Es macht einfach Spaß, hier vor dieser großartigen Kulisse zu rodeln“, sagte er und hob seine beiden Söhne über die Bande, um mit ihnen zu feiern.

Schon 0,275 Sekunden zurück kam Weltmeister Max Langenhan auf Platz drei. „Bei mir lief’s heute nicht so richtig gut“, berichtete der Deutsche, „der zweite Lauf war ein bisschen besser, aber der erste war einfach schlecht.“ Warum’s in Lauf eins nicht so richtig lief, konnte Langenhan nicht erklären. Mit den Trainern will er jetzt intensiv analysieren, denn am kommenden Wochenende steht die Olympia-Generalprobe an. Wieder in Oberhof.

Auf Platz vier fuhr Kristers Aparjods. Der Lette hatte 0,374 Sekunden Rückstand. Danach folgten drei Österreicher: David Gleirscher, Olympiasieger von 2018, war 0,523 Sekunden langsamer vals Sieger Müller, Wolfgang Kindl (0,562) folgte auf Platz sechs von Nico Gleirscher (0,667).

In der U23-Altersklasse konnte Timon Grancagnolo (Deutschland) seinen EM-Titel verteidigen. Sein Rückstand auf Müller betrug als Zehntplatzierter im Rennen 1,044 Sekunden. Auf Platz zwei kam der Lette Kaspars Rinks vor Dylon Morse (Großbritannien) und Bruno Mick (Slowenien).