Königssee (pps) Sie war die erste Kunsteisbahn der Welt. Josef Fendt, Präsident des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL), gewann hier 1970 und 1974 seine beiden WM-Titel. Und der erfolgreichste Athlet seiner Zunft, der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl, nennt sie stets ehrfurchtsvoll die „Streif der Rennrodler“. Den Vergleich mit der berühmtesten Abfahrtsstrecke im alpinen Skisport braucht die Kunsteisbahn am Königssee wahrlich nicht zu scheuen.

Das Eislabyrinth am Fuße des Watzmanns ist längst selbst zu einem Mythos avanciert. Die Bahn war fünf Mal Schauplatz von FIL-Weltmeisterschaften (1969, 1970, 1974, 1979 und 1999), so oft wie keine andere dieser Welt. Und auf keiner anderen Strecke gastierte der Rennrodel-Weltcup so oft wie hier. Und doch liegt am 2./3. Januar 2010, wenn zum 29. Mal der Viessmann-Weltcup Station am Königssee macht, ein Hauch von Wehmut in der Luft. Denn die bisherige Bahn wird es ab dem Winter 2010/11 nicht mehr geben.

Der bereits längst beschlossene „Masterplan für eine Kunsteisbahn in zukunftsfähigem Zustand" sieht Kosten von 22 Millionen Euro für eine umfangreiche Sanierung vor. Dies geschieht nicht zuletzt mit Blick auf die Bewerbung von München als Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018. Geplant sind ein neuer Zielauslauf und der Neubau der Kurve 16. Bis zum Jahr 2014 ist dann der Neubau der Startbahn vorgesehen, die mit Fertigstellung bis zum Jahr 2016 in einer Halle geplant ist. „Damit wären wir auch olympiatauglich", sagt Georg Grabner, Landrat des Landkreises Berchtesgaden und in Personalunion Schatzmeister des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD).

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