Hüttau (md/ck) Mit einem Zweifachsieg für Russland endete der erste Tag der Europameisterschaften auf Naturbahn in Hüttau (Salzburg). Pawel Porschnev/Ivan Lazarev(RUS) sicherten sich mit zwei Laufbestzeiten den Europameistertitel. Denis Alimov /Roman Molvistov (RUS) lautet jene Paarung, die sich dahinter auf Platz zwei klassierte. Groß war der Jubel im russischen Team. Über Trainingsrückstand, veraltetes Material und geringe finanzielle Unterstützung klagten die frischgebackenen Europameister, die sich ob dieser widrigen Bedingungen um so mehr ihre Topplatzierungen freuten. „Ein großer Dank gilt unserem Trainer und Mechaniker Andrey Knyr, der es immer wieder schafft mit geringen Mitteln einen schnellen Schlitten bereitzustellen“, erklärten die russischen Fahrer, für die der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft die wichtigste Basis für den Erfolg darstellt.
Mit dem dritten Platz von Wolfgang und Andreas Schopf war auch Österreich auf dem Podest vertreten. Nachdem sie im letzen Trainingslauf aufgrund eines großen Fehlers nur auf Platz neun landeten, erreichten die Titelverteidiger im Rennen doch noch einen Stockerlplatz. „Zufrieden sind wir nicht, aber wir sind selbst schuld. Im zweiten Lauf hatten wir einige Fehler. Bei der Zwischenzeit lagen wir noch gut im Rennen, aber dann haben sich ein paar Probleme eingeschlichen“, so Wolfgang Schopf. Etwas Pech hatten Andrzej Laszczak/Damian Waniczek (POL). Sie erreichten in beiden Trainingsläufen Platz eins, fielen jedoch im Rennen durch nicht optimal geschliffene Schienen auf den siebten Rang zurück.

Nach den ersten beiden Wertungsläufen des Damen Einsitzer-Bewerbes bietet sich folgendes Zwischenergebnis: Ekatharina Lavrentjeva (RUS) beanspruchte nach dem gestrigen Training auch heute in den Wertungsläufen Platz eins für sich alleine. Sie geht als klare Favoritin in den morgigen Finallauf. Christa Gietl und Barbara Abart (beide ITA), Platz zwei und drei in der Zwischenwertung, gehören zum engeren Kreise jener Fahrerinnen, welche die russische Ausnahmerodlerin noch gefährden könnten. Marlies Wagner liegt als beste Österreicherin in der Zwischenwertung auf Platz sechs (Plätze drei und neun in den Wertungsläufen). „Ich hatte im zweiten Wertungslauf einen großen Fehler, der mir Zeit gekostet hat. Jetzt heißt es im Finallauf noch mal voll angreifen“, so die Neunkirchnerin (NÖ), die in Wien Sport und Psychologie studiert.

Im ersten Wertungslauf der Herren Einsitzer wurden die Reihungen der bisherigen Trainingsläufe völlig auf den Kopf gestellt. An der Spitze positionierte sich mit Patrik Pigneter (ITA) der Zweite der Junioren-Weltmeisterschaften vom letzten Wochenende in Kindberg. Andreas Castiglioni und Martin Psennner komplettierten das italienische Führungs-Trio. Bester Österreicher auf Rang vier wurde der Routinier Gerhard Pilz. Er hat seine Form bereits im Training (Plätze 2,2,1) bestätigt und erklärte auch die Europameisterschaft als seinen Saisonhöhepunkt. Enttäuschende Ergebnisse hingegen gab es für die Lokalmatadore Roland und Gerald Kallan(AUT). Nachdem sie in den Trainingsläufen immer unter den ersten vier anzutreffen gewesen waren belegten sie auf ihrer Heimstrecke nur die Ränge sieben und zehn. Ausschlaggebend für diese schlechten Resultate waren laut der beiden Hüttauer die veränderten Bahnverhältnisse. „Das war ein wilder Ritt, da schaut man nur , dass man gut herunterkommt“, schildert Roland Kallan seinen ersten Wertungslauf. Gerhard Pilz untermauert diese Aussage: „Mit Patrik Pigneter liegt kein Anfänger an der Spitze. Er hat zwei gute Läufe gezeigt, Gott sei Dank keinen Spitzenlauf, sonst wäre er wohl uneinholbar. Aber die weicher gewordene Bahn hatte schon viel Einfluss, Pigneter startet rund eine Stunde vor mir, da kann sich viel verändern.“

Ergebnisse des ersten Tages:

Endergebnis Doppelsitzer (16 Starter):

1. Pawel Porschnev/Ivan Lazarev (RUS), 1:07,88 (1), 1:08,28 (1), 2:16,16;
2. Denis Alimov/Roman Molistov (RUS), 1:08,32 (2), 1:08,49 (2), 2:16,81;
3. Wolfgang Schopf/Andreas Schopf (AUT), 1:08,73 (3), 1:08,65 (3), 2:17,38;
4. Reinhard Beer/Herbert Kögl (AUT), 1:08,79 (4), 1:08,77 (5), 2:17,56;
5. Armin Mair/Johannes Hofer (ITA), 1:08,80 (5), 1:08,89 (6), 2.17,69;
6. Aleksandr Egerov/Petr Popov (RUS), 1:09,54 (10), 1.08,66 (4), 2.18,20;
7. Andrzej Laszczak/Damian Waniczek (POL), 1:08,99 (8), 1:09,30 (7), 2:18,29
8. Günther Innerbichler/Alex Innerbichler (ITA), 1:08,88 (7), 1:09,45 (8), 2:18,33;
9. Harald Kleinhofer/Gerhard Mühlbacher (AUT), 1:08,85 (6), 1:09,66 (9), 2:18,51;
10. Simone Deme/Michael Squinabol (ITA), 1:09,49 (9), 1:09,95 (10), 2:19,44

Zwischenstand Damen nach zwei Wertungsläufen:

1. Ekatharina Lavrentjeva (RUS), 1:05,20 (1), 1:04,69 (1), 2:09,89;
2. Christa Gietl (ITA), 1:05,53 (4), 1:05,24 (3), 2.10,77;
3. Barbara Abart (ITA), 1:05,25 (2), 1:05,71 (5), 2:10,96;
4. Karolina Wanicek (POL), 1:06,13 (8), 1:05,18 (2), 2:11,31;
5. Julia Vetlova (RUS), 1:05,67 (5), 1.05,67 (4), 2:11,34;
6. Marlies Wagner (AUT), 1:05, 39 (3), 1:06,15 (9), 2.11,54;
7. Tina Unterberger (AUT), 1:05,88 (6), 1:06,19 (10), 2:12,07;
8. Renate Kasslatter (ITA), 1:06,49 (13), 1:05,72 (6), 2:12,21;
9. Renate Gietl (ITA), 1:06,22 (9), 1:06,02 (7), 2:12,24;
Sandra Lanthaler (ITA), 1:06,02 (7), 1:06,22 (11), 2:12,24;
11. Ewelina Zurek (POL), 1:06,30 (10), 1:06,07 (8), 2:12,37;
12. Sandra Mariner (AUT), 1:06,39 (11), 1:06,37 (12), 2:12,76;

Zwischenstand Herren nach einem Wertungslauf:

1. Patrik Pigneter (ITA), 1:04,40
2. Andreas Castiglioni (ITA), 1:04,58
3. Martin Psenner (ITA), 1:04,59
4. Gerhard Pilz (AUT), 1:04,77
5. Christoph Wagner (AUT), 1:04,95
6. Andreas Gruber (ITA), 1:15,01
7. Roland Kallan (AUT), 1:05,18
8. Anton Blasbichler (ITA), 1:05,26
9. Florian Breitenberger (ITA),1:05,37
10. Gerald Kallan (AUT), 1:05,39
11. Daniel Quitta (ITA), 1:05,41
12. Gernot Schwab (AUT), 1:05,43

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