Moskau (ck) Seit Bestehen des Weltcups (Saison 1991/92) gelang es in der Disziplin der Herren Einsitzer noch keinem Athleten alle Weltcuprennen in einer Saison zu gewinnen. Anton Blasbichler (ITA) fehlen noch zwei Siege um das scheinbar Unmögliche zu realisieren. Beim gestrigen Rennen in Moskau konnte ihm nicht einmal der nur sechste Rang nach dem ersten Lauf den vierten Sieg in vier Rennen nehmen. "Ich habe gehofft, dass es sich vielleicht noch für den dritten Platz ausgeht. Dass es tatsächlich noch für den Sieg gereicht hat, war Glück. Aber ab und zu hat man eben auch Glück, überhaupt wenn es so gut läuft wie bei mir in dieser Saison", meinte der Südtiroler nach dem Rennen. Dabei hatte er im zweiten Lauf trotz Bestzeit keinen optimalen Lauf: "In der Zielkurve war ich zu schnell, aber Gott sei Dank war es bis ins Ziel nicht mehr weit." Viel anders als bisher hätte er sich für diese Saison nicht vorbereitet, erzählte er. "Allerdings haben wir im italienischen Team im Sommer mit großen Umfängen trainiert, was sich positiv auswirkt, und der Druck der nachstrebenden jungen Fahrer macht bestimmt auch viel aus." Über die Weltcupwertung macht er sich noch keine Gedanken, obwohl er mit 400 Punkten und 110 Punkten Vorsprung auf Verfolger Gernot Schwab (AUT) beinahe uneinholbar in Führung liegt. "Ich habe noch gar nicht gerechnet. Da genügt eine Verletzung und schon sieht alles wieder ganz anders aus." Anders sieht das der Österreicher Gernot Schwab, der nach dem ersten Durchgang in Führung lag und durch einen Fehler im zweiten Lauf auf den dritten Rang zurückfiel: "Der erste Platz im Weltcup ist `out of control´, aber mit den 290 Punkten, die ich jetzt habe, liege ich ganz gut im Rennen um den zweiten Platz." Dass er neuerlich so knapp am ersten Weltcupsieg vorbeirodelte, macht dem Steirer keine Kopfzerbrechen. "Ich muss froh sein über den dritten Platz, wenn ich nach meinem Fehler die Bande berührt hätte, wäre ich wohl ganz weg von den Podestplätzen gewesen. Im ersten Moment habe ich mich natürlich geärgert, aber jetzt überwiegt ganz klar die Freude." Ebenfalls zufrieden zeigte sich Gerald Kallan: "Nachdem ich in Garmisch so ein schlechtes Ergebnis hatte und eigentlich nicht wusste, warum, außer, dass ich mit der Bahn nicht gut zurecht kam, bin ich froh und erleichtert, dass jetzt alles wieder passt. Dass bei der kurzen Strecke hier in Moskau alle im zweiten Lauf voll attackieren mussten und dadurch einige zurückfallen würden, war mir klar. Darum bin ich froh, dass es bei mir gut gegangen ist und ich meine Platzierung aus dem ersten Lauf noch um einen Rang verbessern konnte." Einer der gleich um drei Ränge zurückfiel war Aleksei Lebedev, der sich nach einer Saison Pause, wegen Krankheit, mit der zweitbesten Zeit im ersten Lauf zurückmeldete. Im zweiten Lauf unterliefen ihm jedoch einige Fehler und er wurde schließlich fünfter. Ein kräftiges Lebenszeichen gab Marcus Grausam (GER) von sich. Mit der drittschnellsten Zeit im zweiten Durchgang ließ der Bayer sein Potenzial aufblitzen.

Ergebnisse des gestrigen Rennens:

1. Anton Blasbichler (ITA), 38,24 (6), 37,74 (1), 1:15,98
2. Gerald Kallan (AUT), 38,20 (3), 37,85 (2), 1:16,05
3. Gernot Schwab (AUT), 37,69 (1), 38,37 (6), 1:16,06
4. Gerhard Pilz (AUT), 38,23 (5), 38,08 (4), 1:16,31
5. Aleksei Lebedev (RUS), 37,80 (2), 38,95 (12), 1:16,75
6. Roland Kallan (AUT), 38,65 (9), 38,27 (5), 1:16,92
7. Robert Batkowski (AUT), 38,21 (4), 38,78 (9), 1:16,99
8. Gerald Kammerlander (AUT), 38,67 (10), 38,61 (7), 1:17,28
Marcus Grausam (GER), 39,39 (13), 37,89 (3), 1:17,28
10. Georg Maurer (GER), 38,51 (8), 38,84 (10), 1:17,35
11. Andrej Kilin (RUS), 38,85 (11), 38,77 (8), 1:17,62
12. Martin Psenner (ITA), 38,30 (7), 39,44 (13), 1:17,74

Weltcupstand:
1. Anton Blasbichler (ITA) 400 Punkte
2. Gernot Schwab (AUT) 290
3. Gerald Kallan (AUT) 247
4. Robert Batkowski (AUT) 202
5. Andreas Castiglioni (ITA) 196
6. Roland Kallan (AUT) 185
7. Gerhard Pilz (AUT) 180
8. Gerald Kammerlander (AUT) 176
9. Martin Psenner (ITA) 172
10. Florian Breitenberger (ITA) 148
11. Marcus Grausam (GER) 146
12. Georg Maurer (GER) 106

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