Olang (ck) Zwar hatten die Trainingsläufe am gestrigen Donnerstag entfallen müssen, doch die Streckenarbeiter vollbrachten einmal mehr das Wunder und präparierten eine renntaugliche Strecke inmitten der grünen Wiesen von Olang im Pustertal. Auf verkürzter Strecke und mit lediglich einem Wertungsdurchgang entschieden Freitag Abend die Italiener den ersten RED BULL Weltcup der Herren für sich.
"Es war sicher nicht die Strecke, die sich ein Athlet wünschen würde, aber wir sind froh, dass das Rennen hier gefahren werden konnte und es waren faire Bedingungen, es war für alle gleich", kommentierte Sieger Anton Blasbichler. "Ich bin wirklich glücklich über den Sieg, ich habe seit 2001 kein Weltcuprennen mehr gewonnen. Aber jetzt fühle ich mich in ausgezeichneter Form".
Mindestens genauso glücklich war der Zweitplatzierte Andreas Castiglioni, der seinen ersten Podestplatz seiner Karriere erreichte:" Mein Konzept ist voll aufgegangen, ich bin total zufrieden. Bei einer kurzen Strecken und bei einem Lauf kann man nur voll riskieren. Fehler zählen doppelt, weil man keine Möglichkeit zum Aufholen mehr hat. Ich bin volles Risiko gegangen und es hat funktioniert."
Auch Gerald Kallan, der den dritten Platz belegte, zeigte sich zufrieden: "Ich habe heute Vormittag in Campill noch getestet, weil ich Materialprobleme hatte, habe mich dann erst entschieden mit welcher Rodel ich an den Start gehen werde und bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis."

Der Mann des Tages war allerdings ein anderer Österreicher: Gernot Schwab meldete sich mit einem sechsten Platz und Bestzeit im Training von seiner Verletzungspause zurück. "Ich bin so glücklich, ob ich hier erster, sechster oder zehnter werde, ist mir so egal, ich bin mit meiner eigenen Leistung absolut zufrieden", meinte er nach seinem Lauf. Nach dem Riss aller Bänder im rechten Sprunggelenk und dem Bruch des Schienbeinkopfes im linken Bein (zugezogen beim Training für die WM in Slowenien), befand sich Schwab monatelang in Rehabilitation. "Ich dachte immer, es wäre so eine Floskel, wenn man sagt, dass es einen stärker macht, wenn man so etwas durchmacht. Aber in meinem Fall hat es offenbar gestimmt." Der Arzt hatte ihm prognostiziert eventuell zu Beginn der Rodelsaison wieder fit zu sein. Gernot Schwab aber hatte sich die Teilnahme am Dolomitenmann im Oktober zum persönlichen Ziel gesetzt. "Ich bin im Oktober mitgeradelt und war schneller als im Vorjahr", erzählte der glückliche Steirer.

Die Damen absolvierten einen Trainingslauf und greifen morgen, gemeinsam mit den Doppelsitzern ins Renngeschehen ein. In Abwesenheit von Sonja Steinacher und Elvira Holzknecht, die beide ihre Karrieren beendet haben, dominierte Renate Kasslatter (ITA) das Feld und führte damit eine Phalanx der Italienerinnen an. Christa Gietl, Irene Mitterstieler und Renate Gietl belegten die Plätze zwei bis vier vor der Russin Julia Vetlova.

Ergebnisse Herren Einsitzer:

1. Anton Blasbichler (ITA) 49,73 100 Punkte
2. Andreas Castiglioni (ITA) 49,81 85
3. Gerald Kallan (AUT) 49,82 70
4. Gerhard Pilz (AUT) 49,94 60
5. Roland Kallan (AUT) 50,01 55
6. Gernot Schwab (AUT) 50,03 50
7. Robert Batkowski (AUT) 50,16 46
8. Gerald Kammerlander (AUT) 50,18 42
9. Rudi Resch (ITA) 50,32 39
10. Florian Breitenberger (ITA) 50,38 36
11. Marcus Grausam (GER) 50,70 34
12. Daniel Quitta (ITA) 50,73 32
Ivan Lazarev (RUS) 50,73 32
14. Borut Kralj (SLO) 50,76 28

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