Oberhof (pps/2. Februar 2010) Kein Happy-End für Bruno Banani: Der einzige Rennrodler aus dem Südsee-Staat Tonga scheiterte an der für einen Start bei den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver (12. bis 28. Februar 2010) nötigen Qualifikations-Hürde. Zum Verhängnis wurde ihm der Sturz im Nationen-Cup am Königssee zu Jahresbeginn, wie seine Trainerin Isabel Barschinski nun mitteilte. „Da hat er keinen Weltcup-Punkt gemacht. Und genau dieser eine Punkt fehlte am Ende zur Qualifikation.“ Im kommenden Winter möchte Bruno Banani aber wieder im Rennrodel-Zirkus auftreten.

Begonnen hatte das Rennrodel-Abenteuer für Tonga am 20. November 2009 in Calgary (Kanada). Damals war Bruno Banani erstmals für den Inselstaat im Südpazifik beim Nationen-Cup an den Start gegangen. Der 22-Jährige belegte einen beachtlichen 41. Platz. Nur zehn Monate zuvor hatte der Informatikstudent erstmals Bekanntschaft mit dem Eis gemacht.

In Altenberg, bei einem dreiwöchigen Lehrgang im Februar 2009, begann die Rennrodel-Karriere des Bruno Banani. Es folgten Trainingswochen am Königssee, und im Sommer 2009 dann die Aufnahme von Tonga als Mitglied des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL). Die Vorbereitung auf den Olympia-Winter erfolgte in Lillehammer (NOR) und Sigulda (LAT). Selbst die erste Bewährungsprobe bei der Internationalen Trainingswoche Anfang November auf der angehenden Olympiabahn in Whistler für die Winterspiele 2010 im kanadischen Vancouver bestand Bruno Banani unfallfrei.

Das Rennrodel-Engagement von Tonga begann auf Initiative von „Her Royal Highness (HRH) Princess Pilolevu Tuita“, der einzigen Schwester des regierenden Königs George Tupou V. Vorbild ist der heutige Fürst Albert von Monaco, der sich als Thronfolger dem Bobsport verschrieb, es auf fünf Olympiastarts brachte, und im Fürstentum seinen Sport weiterhin fördert.

Das Königreich Tonga weist derzeit rund 101.000 Einwohner auf und ist ein Inselstaat im Südpazifik. Der Archipel umfasst die 169 früher auch Freundschaftsinseln genannten Tongainseln, von denen nur 36 bewohnt sind, sowie die beiden Minerva-Riffe. Tonga ist der einzige Staat in Ozeanien, der nie von Europäern kolonialisiert wurde. Im Sport machte sich Tonga bislang vor allem im Rugby einen Namen.

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