Österreichs Rodler mit hoch gesteckten Zielen in die Olympiasaison

Team Österreich Rodel

Innsbruck (FIL) Der Österreichische Rodel-Verband hat in der Geschichte der Olympischen Winterspiele, die für den Rennrodelsport in Innsbruck 1964 begann, sechs Gold- und jeweils acht Silber- und Bronzemedaillen gewonnen. 

Cheftrainer und Sportdirektor René Friedl gibt hohe Ziele für sein Team, auf dem Weg zu den XXIV. Olympischen Winterspielen 2022 im chinesischen Peking, aus: „Wir wollen in allen vier olympischen Wettbewerben um die Medaillen kämpfen!“ Der 53-jährige ehemalige Weltklasse-Rennrodler gibt auch direkt die realistische Erklärung für die Saisonziele: „Bei den Damen haben wir den Anschluss international geschafft, das war lange unsere Disziplin mit den größten Sorgen. Damit können wir auch wieder im Team um das Podest kämpfen. Bei den Männern und Doppelsitzern sind wir sehr gut aufgestellt. Auch im Juniorenbereich kommen gute Leute nach, die mit viel Selbstbewusstsein schon jetzt überraschen können“.

Rodel Austria Klettern, Sommertraining

Im April 2021 startete das österreichische Rennrodel-Nationalteam mit der gezielten Olympiavorbereitung. Cheftrainer Friedl blickt zurück: „Unsere Polizisten:innen waren im Frühjahr noch bei der Ausbildung. Seit Juni sind alle wieder im Training. Wir haben uns auf das Koordinations-, Kraft- und Starttraining konzentriert. Sommerrodel-Lehrgänge gab es ergänzend dazu auf den Bahnen in Altenberg und Zwickau. Die Vorbereitung war, im Hinblick auf mögliche Reisen und Trainingslehrgänge, immer noch ein bisschen eingeschränkt durch das Coronavirus. Man kann sich einfach noch nicht ganz frei bewegen. Deswegen war der Lehrgang auf der spanischen Insel Lanzarote zum Ende des Sommers eine gute Sache, um ein bisschen heraus zu kommen. Wir hatten sehr gute Trainingsbedingungen im Club la Santa, alle sind motiviert und fit zurück gekehrt“.

Athletisch haben der erfahrene Trainer Mandi Hillebrand und der junge, hoch motivierte Peter Penz ihr Fachwissen eingebracht: „Wir sind mit dem Stand der Vorbereitung bisher recht zufrieden. Einige individuelle Bestleistungen haben wir athletisch und bei den Starttests bereits in der Vorbereitung gesehen. Das Olympiazentrum Innsbruck mit Carson Patterson unterstützt uns hierbei erfolgreich, dafür sind wir sehr dankbar“, sagt der Cheftrainer.

Rodel Austria, Madeleine Egle, Klettern

In den letzten drei Wochen der Vorbereitung auf die Olympiasaison will sich das Team noch auf die Eisstarts und letzte Arbeiten am Material konzentrieren. René Friedl erzählt: „Wir haben wieder einen Schwerpunkt auf die Materialentwicklung mit dem Technologiezentrum unter der Leitung von Andreas Linger und unseren Partnern im Materialsektor gelegt. Es gibt einiges an neuem Material, das wir zum Saisonstart testen und hoffentlich dann auch wettkampfmäßig einsetzten können“. 

Das Trainerteam wird für die kommende Saison um eine Person aufgefüllt auf sechs Betreuer: „Tobias, Peter, Mandi und ich sind wieder dabei, wie im vergangenen Jahr. Gerhard Mayer bleibt unser bewährter Physio. Robert Manzenreiter und Otto Mayregger werden das Trainerteam abwechselnd durch ihre Fachkompetenz verstärken. Ich bin sehr froh über diese Unterstützung in der Weltcupsaison und auch für die Olympischen  Winterspiele“, sagt Sportdirektor René Friedl.

Anfang September hat das österreichische Rennrodel-Team eine Medienschulung für die Athleten:innen organisiert. René Friedl hält das für sehr wichtig: „Der Umgang mit Presse, TV und Radio wurde in Interviewsituationen von Profis geschult. Ich hoffe doch, dass wir das im kommenden Winter wieder öfter brauchen. Trotz der Covid-19 Pandemie, hatten wir im vergangenen Winter eine sehr gute, spannende Saison mit hohen TV-Einschaltquoten und vielen Interviews. Wir sind stolz, dass wir in den vergangenen Jahren unser Team gut aufgebaut haben und jetzt in allen vier olympischen Disziplinen zu den Top-Nationen gehören.“

Rodel Austria, Wolfgang Kindl, Krafttraining

Das Weltcupteam für Österreich, mit vier Damen, fünf Herren und drei Doppelsitzern ist bereits festgelegt. Bis zum achten Saison-Weltcup in Oberhof geht es für das Weltcup-Team um die Punkte zur Olympiaqualifikation. Dabei gibt es ein Streichresultat für jeden Schlitten. René Friedl möchte bereits nach dem Heimweltcup und der Weihnachtspause die ersten Sportler:innen für die Olympischen Spiele vorschlagen.  Das Österreichische Olympische Komitee wird am 17. Januar 2022 die ersten Athlet:innen nominieren. Die letzten Startplätze für Olympia werden dann am 23. Januar 2022 vergeben.

Für das Nationalteam aus Österreich startet die Eis-Saison am 29. September, wenn das Trainerteam mit dem Material zum ersten Lehrgang nach Lillehammer aufbricht. Die Athleten:innen fliegen am 1. Oktober nach Norwegen. Nach der ersten Trainingswoche geht es weiter nach  Sigulda (LAT). René Friedl berichtet: „Nach dem zweiten Lehrgang in Sigulda kehren wir zurück nach Innsbruck, danach stünde noch Oberhof und Altenberg auf dem Plan, bevor es am 3. November auf die neue Olympiabahn nach China geht. Das wird eine sehr interessante Saison. Wir freuen uns darauf“.
 

Fotos: 1x FIL/Mareks Galinovskis, 3x Rodel Austria

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