Olympiasiegerin Taubitz übernimmt nach Sieg in St. Moritz Weltcupführung

8. EBERSPÄCHER Weltcup St. Moritz

Julia Taubitz, St. Moritz 2026

St. Moritz (FIL/28.02.2026) Was für ein verrücktes Rennen im EBERSPÄCHER Rodel Weltcup in St. Moritz  bei den Damen. Olympiasiegerin Julia Taubitz sicherte sich mit der schnellsten Fahrt des Tages (53,864 Sekunden) in Durchgang zwei ihren 32. Weltcupsieg. Nach Lauf eins lag die Deutsche noch auf Platz fünf. „Der erste Lauf war nach dem Horseshoe ziemlich ärgerlich“, sagte sie, „den Schlitten konnte ich aber relativ schnell wieder einfangen.“ 1:48,144 Minuten betrug ihre Gesamtzeit. Damit übernahm die Deutsche, die am Sonntag (1. März) ihren 30. Geburtstag feiern kann, auch wieder die Führung im Gesamtweltcup. Sie hat 549 Punkte, ihre Teamkollegin Merle Fräbel folgt auf Platz zwei (530) und die seither Führende Lisa Schulte (Österreich/498). Raus aus dem Rennen ist die US-Amerikanerin Summer Britcher (440).

Nach dem ersten Lauf führte Sandra Robatscher. Doch statt zu ihrem zweiten Weltcupsieg zu fahren, fiel die Italienerin nach der sechstschnellsten Zeit noch auf Platz vier mit 0,238 Sekunden Rückstand auf Taubitz zurück. Vor ihr wurde Fräbel Zweite (0,121 Sekunden zurück). Auch sie hatte Probleme. „Nach der Martino hat es den Schlitten nach links gezogen und ist gerutscht“, erklärte sie, „ich weiß nicht warum.“ Robatscher überholen konnte auch noch ihre Teamkollegin Verena Hofer. „Ich bin mit dem dritten Platz sehr zufrieden“, meinte sie, „ärgerlich ist nur, dass ich im Training jedesmal gut durch den Horseshoe gekommen bin, ausgerechnet heute aber nicht.“ 0,225 Sekunden betrug ihr Rückstand. Nach der Siegerehrung hatte sie ein wenig Mitleid mit Robatscher: „Sandra tut mir leid, sie hatte wirklich einen super ersten Lauf und hätten den Sie verdient gehabt.“

Place 1-6, Women's singles, St. Moritz 2026

Hinter Robatscher kam Dorothea Schwarz (Österreich/0,290) auf Platz fünf vor der Schweizerin Natalie Maag (0,482). Weil Summer Britcher als einzige aus dem US-Team noch Chancen in der Gesamtwertung hatte, war sie in St. Moritz am Start. Doch mit 0,709 Sekunden Rückstand blieb ihr nur Platz sieben.

Zwei völlig verkorkste Fahrten hatte Lisa Schulte. 1,155 Sekunden fehlten auf Taubitz – Platz elf. Ihre Teamkollegin Hannah Prock, die ebenfalls noch Chancen auf die Kristallkugel hatte, musste auf das Rennen in St. Moritz verzichten. Sie war am Donnerstag am Blinddarm operiert worden.