Platz zwei reicht für Julia Taubitz zum Sieg im Gesamtweltcup knapp vor Fräbel
9. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup 2026
Altenberg (FIL/08.03.2026) Ein wahres Herzschlagfinale lieferten sich die Damen beim Finale des EBERSPÄCHER Rodel Weltcups in Altenberg. Mit Platz zwei rettete Olympiasiegerin Julia Taubitz mit vier Punkten Vorsprung vor ihrer deutschen Teamkollegin Merle Fräbel, die sich als Siegerin und Inhaberin des Bahnrekords in 51,754 Sekunden feiern lassen konnte. Für die 30 Jahre alte Taubitz, die insgesamt 634 Punkte sammelte, ist es der sechste Erfolg im Gesamtweltcup, der fünfte in Folge. „Das war heute ein perfekter Tag“, sagte sie erleichtert, „es war der spannendste Gesamtweltcupsieg meiner Karriere.“ Dann ließ sie sich von den zahlreichen Zuschauern im Zielraum feiern.
Nach 1:43,790 Minute hatte Merle Fräbel die beiden Läufe beendet. Taubitz war 0,137 Sekunden langsamer. Auf Platz drei kam Kenidija Aparjode mit 0,143 Sekunden Rückstand, die zur Halbzeit noch geführt hatte. Die Lettin ärgerte sich ein wenig: „Der Sieg wäre heute möglich gewesen, ich habe aber in der Kurve elf einen Fehler gemacht.“ Auf Platz vier mit 0,221 Sekunden Rückstand kam Lisa Schulte, die im Gesamtweltcup mit 558 Punkten Dritte wurde. 0,745 Sekunden langsamer als Fräbel waren Melina Fischer und Anna Berreiter, die zeitgleich auf den gemeinsamen fünften Platz kamen.
Dass Felix Loch (Deutschland) sich zum achten Male den Gesamtweltcup mit 801 Punkten vor Jonas Müller (Österreich/685) und Max Langenhan (Deutschland/605) geholt hatte, stand schon vor diesem letzten Rennen in Altenberg fest. Doch das minderte seinen Hunger auf Erfolg nicht. In beiden Läufen verbesserte er den Bahnrekord. Und zum ersten Mal blieb ein Rodler im 1387 Meter langen Eiskanal in 52,998 Sekunden unter der 53-Sekunden-Marke. „Es war wirklich der Plan, eine 52er Zeit zu fahren“, verriet er. Dass er mit dieser Vorstellung auch noch seinen 57. Weltcupsieg feiern und damit zu Rekordhalter Armin Zöggeler aufschließen konnte, freute ihn zusätzlich. Zu seiner Motivation meinte der 36-Jährige: „Man sagen, es gibt Zwei, die haben noch zwei Kugeln mehr.“ Das sind Zöggeler und Markus Prock (Österreich). Nein, das sei nicht seine Motivation, „aber es wäre schön, wenn noch die eine oder andere Kugel dazukommen würde.“
In der Ergebnisliste wird Loch mit einer Gesamtzeit von 1:46,069 Minuten geführt. Zweiter mit 0,364 Sekunden Rückstand wurde Dominik Fischnaller (Italien). Dahinter folgte ein Trio aus Österreich: David Gleirscher (0,434 Sekiunden zurück) vor seinem Bruder Nico (0,644) und Wolfgang Kindl (0,751). Auf Platz sechs kam David Nössler (Deutschland/0,886).




