Ich gebe zu, heute hätte ich gerne gewonnen“, sagte der Halbzeitführende und Trainingsschnellste und schlussendlich dritte, Gernot Schwab (AUT), der in der vorigen Saison zweite Plätze gepachtet hatte und als überfällig für den ersten Weltcup-Sieg in den heurigen Winter startete. Nach einem Fehler in der ersten Kurve im zweiten Lauf reichte es abermals nicht für den Sieg, aber immerhin für den ersten und einzigen Podestplatz für Österreich in der heurigen Weltcup-Saison. „Meine persönlichre Bilanz sieht dramatischer aus als es ist, denn mir sind die Bahnen heuer überhaupt nicht gelegen, während mir die des letzten Winters gut entgegen kamen. Aber wir haben auch einige Fehler begangen, haben die Materialentwicklung der Italiener wir völlig übersehen und plötzlich sind sie uns um die Ohren gefahren“, analysierte Schwab die Saison. „Der Stockerlplatz heute war aber extrem wichtig für mich in Hinblick auf die nächste Saison. Irgendwann wird es mit dem ersten Sieg schon klappen.“ Geklappt hatte es für einen anderen, der schon lange auf seinen ersten Sieg wartete: Martin Psenner (ITA) gelangen endlich zwei gute Läufe und zum ersten Mal in seiner Einsitzerkarriere stand er ganz oben am Weltcup-Podest. Vier Weltcup-Siege feierte er bereits als Doppelsitzerfahrer zu Beginn seiner Karriere in den Jahren 1994 bis 1998. „Ich bin nun schon seit zehn Jahren dabei, arbeite immer noch als Automechaniker und widme meinen gesamten Jahresurlaub dem Rodeln“, erzählte der glückliche Sieger. „Ich habe heute nicht an den Gesamtweltcup gedacht und habe im Rennen voll angegriffen.“

Beinahe noch für eine Sensation gesorgt hätte Weltmeister und Weltcup-Gesamtsieger Anton Blasbichler (ITA). Nach dem ersten Lauf noch am fünften Platz gelegen, fixierte er im zweiten Durchgang Laufbestzeit und katapultierte sich auf den zweiten Rang. Der Gesamtsieg im Weltcup war ihm ohnehin nicht mehr zu nehmen gewesen, so freute er sich für den Teamkollegen: „Ich gönne Martin den Sieg von Herzen. Er hatte voriges Jahr viel Pech, war krank bei der Weltmeisterschaft und jetzt hat es endlich geklappt. Es ist gut für den Sport, wenn neue Gesichter siegen“, und fügt mit einem Grinsen an: „Jetzt hat auch Österreich noch sein Erfolgserlebnis“.

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