Saisonvorbereitung Team Deutschland: „Wir müssen Einschränkungen in Kauf nehmen, um unseren Sport trotz der Corona-Krise ausüben zu können!“

Norbert Loch im Büro

Berchtesgaden (FIL) Am 1. März endete die Weltcupsaison der Rennrodler in Deutschland, genauer gesagt in Berchtesgaden/Königssee, planmäßig. Italien war damals bereits stark von der Corona-Krise betroffen. Eine Woche später kamen die großen Einschränkungen wegen COVID-19 dann nach ganz Europa. Auch beim Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) wurden Anfang März alle Trainingsstätten geschlossen und das öffentliche Leben weitgehend herunter gefahren.


Der Deutsche Cheftrainer Norbert Loch ist im Rückblick froh: „Zum einen war es wichtig, dass wir die Weltcup-Saison fertig fahren konnten und dann, dass die BSD-Führung frühzeitig mit einem sehr guten Corona-Hygienekonzept die Basis gelegt hat für den Wiedereinstieg in das Grundlagentraining an den vier Stützpunkten. So konnte das Weltcupteam bereits Ende April wieder mit dem Training für die kommende Saison beginnen. Maximal haben wir also drei Wochen in der Vorbereitung verloren. Trainiert wurde in kleinen Gruppen und auch im technischen Bereich konnten wir schnell wieder in den Schlittenbau einsteigen.“ 


Im Nachwuchsleistungssport, da die Trainingsgruppen größer sind, war das schwieriger. Mitte Mai wurde dann auch im Jugend- und Juniorenbereich in Deutschland, unter strengen Auflagen, wieder mit dem Athletiktraining begonnen. Cheftrainer Loch berichtet: „Es war insgesamt etwas Kreativität gefragt. In NRW hat man sich beispielsweise mit einem eigenen Kraftraum im Doppelsitzerstart an der Bahn geholfen, weil man im vorhandenen Trainingszentrum damals noch nicht arbeiten durfte.“

Eisstart Oberhof


Das Grundlagentraining erfolgte in kleinen Gruppen und unter strengen Hygieneauflagen, an den vier Stützpunkten. Der erste zentrale Athletik- und Eisstartlehrgang fand dann vom 29. Juni bis 14. Juli in Oberhof unter der Leitung von Athletiktrainer Patric Leitner statt. Hier wurde, mit strengen Regeln im Bereich Hygiene und unter Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht, jeweils fünf Tage lang in den Gruppen Herren, Damen und Doppelsitzer trainiert.

Norbert Loch ist zufrieden: „Patric Leitner hat den zentralen Lehrgang 16 Tage lang sehr gut organisiert. Die technische und athletische Vorbereitung läuft bei uns also fast planmäßig. Daran kann es nicht liegen. Wir sind sportlich für eine vorolympische Saison gerüstet. Mir ist aber bewusst, dass die Welt sich verändert hat! Die Wirtschaft ist schwer betroffen. Es kann nicht weiter gehen wie bisher. Uns muss klar sein, dass wir alle Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, um unseren geliebten Rennrodelsport trotz der Krise weiter ausüben zu können!“
 

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