Saisonvorbereitung Team USA in der Corona-Krise: „Ich sehe es auch als Wegweiser, wo wir mental stehen!“
 

Robert Fegg

Lake Placid (FIL) Die Covid-19-Pandemie beschäftigt die Welt seit Anfang des Jahres 2020. Nach der absoluten Krise und dem Lockdown in New York City hat der gleichnamige US-Bundesstaat inzwischen das Coronavirus recht erfolgreich bekämpft und erlässt Maßnahmen gegen einen drohenden Rückfall in die Pandemie. Neben einem Stopp für die allermeisten Aktivitäten in geschlossenen Räumen, weitete Gouverneur Andrew Cuomo zudem die Beschränkungen für Reisende aus der Welt und sogar für US-Bürger aus 31 der gesamt 50 Bundesstaaten aus.
 
Robert Fegg ist seit Mitte Mai der neue Cheftrainer des Rennrodel Nationalteams der USA. Er kann auf Grund der Einreisebeschränkungen seit fünf Monaten nicht aus seiner Heimat Calgary (Kanada) an den US-Trainingsstützpunkt in Lake Placid zu seinem Team reisen. „Das ist die längste Zeit, die ich jemals am Stück zu Hause war“, scherzt der ehemalige deutsche Rennrodler und international erfahrene Trainer. Fegg hat eine Schlittenwerkstatt im privaten Haus in Calgary und erzählt: „Es wird mir nicht langweilig. Ich habe mir aus Lake Placid Material schicken lassen und baue zu Hause in meiner Werkstatt an unseren Rennschlitten. Außerdem halte ich fast täglich online Kontakt zu den Kollegen, unseren Trainern, Funktionären und natürlich zu den Sportlern in Lake Placid und Park City. Ich muss nicht alles wissen aber ich möchte doch laufend involviert sein!“ 
 
Nach dem Saisonende Anfang März war das Weltcupteam der USA nach Lake Placid gereist und wollte im gesamten März noch Trainingsfahrten und Materialtests absolvieren. Dann kam die Corona-Krise in den Staat New York und die Bahn am Mount van Hoevenberg wurde geschlossen. Der Lockdown folgte. Alle Athletinnen und Athleten des US Luge teams blieben zu Hause. Der Verband hat Trainingsgeräte für die SportlerInnen organisiert, um sich individuell athletisch fit zu halten.

 

Team USA

Robert Fegg berichtet: „Das war für alle eine sehr herausfordernde Zeit. Ich sehe es auch als Wegweiser, wo wir mental stehen, wer flexibel und kreativ auf so eine Krise reagieren kann und wo wir Chancen ergreifen und Lücken füllen müssen. Ab Mitte Mai konnten wir dann unsere tolle, neue Startanlage öffnen und einen speziellen, vorübergehenden Kraftraum in diesem neuen Gebäude einrichten. Man kann dort auch auf Tartan paddeln, so  waren 80 bis 85 Prozent des nötigen Trainings dann wieder möglich. USA Luge war sehr schnell gerüstet. Der Verband hat hervorragend gearbeitet in dieser schwierigen Zeit!“
 

Wie es weiter geht, weiß man nicht. Der Cheftrainer der USA denkt positiv: „Derzeit sind die Infektionszahlen deutlich zurück gegangen in New York. Die Maßnahmen sind sehr streng. Wir halten uns gerne an alle Vorgaben und wollen in vier Wochen wieder reisen können. Unser Verband, ORDA, der TV-Sender NBC und der Staat New York werden alles daran setzten, den Rennrodel Welt Cup im Januar 2021 in Lake Placid für alle sicher und erfolgreich durchführen zu können!“
 

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