Bell Hirshland Fogelis

Sieben Tage auf dem Weg nach Utah 2034

In sieben Tagen hielt die FIL drei Meetings auf zwei Kontinenten ab – und unterstrich damit, wohin der Sport steuert und mit wem sie diese Zukunft gemeinsam gestaltet.

Exekutive: Arbeitsgruppen mit klaren Verantwortlichkeiten

Die FIL-Exekutive kam erstmals mit den neu gewählten Mitgliedern in Salzburg zusammen und setzte damit den Kurs für die kommenden Jahre. FIL-Präsident Einars Fogelis benannte due Verantwortlichen für duie verschiedenen Arbeitsgruppen, um die Umsetzung des strategischen Fahrplans des Verbandes voranzutreiben. Die anstehende Weltcupsaison, die Doppel-Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls und die übergeordnete Strategie „We Slide Forward 2034" standen dabei im Mittelpunkt.

Colorado Springs: Fit for the Future auf dem amerikanischen Kontinent

Fogelis, Generalsekretär Dwight Bell und Sportdirektor Matthias Böhmer reisten anschließend nach Colorado Springs zu Arbeitsgesprächen mit Sarah Hirshland, CEO des United States Olympic & Paralympic Committee (USOPC), sowie USA-Luge-CEO Scott Rivaldi.

USOPC visit

Drei Themen prägten besonders diese Gespräche. Erstens: die Umsetzung der IOC-Strategie „Fit for the Future" – und was diese konkret für den Rodelsport auf dem amerikanischen Kontinent bedeutet, wo ein weiteres olympische Kapitel des Sports geschrieben wird. Zweitens: die Entwicklung von Alpine Luge und Street Luge als niedrigschwellige Einstiegspunkte für neue Zielgruppen und junge Athletinnen und Athleten in ganz Nordamerika, mit der Unterstützung des USOPC als entscheidendem Faktor. Drittens: die kommerzielle Landschaft und die TV-Distribution in Nordamerika, wo der Rodelsport noch erhebliches Potenzial besitzt.

„USA Luge ist einer unserer stärksten nationalen Verbände, und die Beziehung zum USOPC ist uns außerordentlich wichtig", sagte Fogelis. „Sarah Hirshland ist eine Schlüsselfigur für die Entwicklung unseres Sports auf dem amerikanischen Kontinent. Die Unterstützung, die wir in diesen Gesprächen gespürt haben – für den Rodelsport, für Utah 2034 und für das Wachstum des Sports insgesamt – war sowohl aufrichtig als auch motivierend."

 

 

Utah Olympic Park: Die beste olympische Rodelerfahrung der Welt gestalten

Die letzte Station war der Utah Olympic Park in Park City, wo die FIL-Führung gemeinsam mit Vertreter:innen von Utah 2034, der Utah Olympic Legacy Foundation (UOLF) und USA Luge zum Workshop „Olympic Luge 2034 – Venue, Event, Innovation & Legacy" zusammenkam. Die Führungsebenen aller Organisationen waren vertreten, darunter Persönlichkeiten, die selbst olympische Medaillengewinnerinnen und -gewinner sind.

Die zentrale Frage, die den Tag bestimmte: Wie würden wir die beste olympische Rodelerfahrung der Welt für 2034 gestalten, wenn wir mit einem leeren Blatt beginnen könnten?

Drei Bereiche stachen hervor. Die Beziehung der FIL zu Utah 2034 ist bereits fest etabliert – es handelte sich nicht um Kennenlern-, sondern um substanzielle Planungsgespräche zu Bahnverbesserungen, Broadcast-Innovationen, Zuschauererleben und der "legacy". Weltcup- und Weltmeisterschaftsveranstaltungen sollen in den kommenden Saisonen als Testlabor für Innovationen dienen, die 2034 in Utah vollständig zum Einsatz kommen: Drohnen- und Schienenkameras, Athleten-Biometrie, Schlittentechnik-Telemetrie und neuartige Broadcast-Grafiken.

USOPC

Die Entwicklung von Alpine Luge und Street Luge als einfache und leichte Einstiegswege in den Sport zog sich als roter Faden durch den gesamten Tag. Ein möglicher Weg nimmt Form an: von Schulprogrammen und Aktivierungen in Skigebieten über den Wasatch Luge Club bis hin zum Namen auf einer olympischen Startliste. Der Utah Olympic Park steht Nationen aus ganz Pan-Amerika bereits offen, um dort in den Jahren bis 2034 zu trainieren und sich zu entwickeln. 

Der Workshop endete mit der Einigung auf eine Reihe von Prioritäten und der Gründung einer gemeinsamen FIL × Utah 2034 Luge Innovation & Legacy Working Group, die die Arbeit weiterführen soll.

„Jedes Meeting hat dasselbe bestätigt", sagte Fogelis. „Das Engagement ist real, die Beziehungen sind stark, und die Chance, die vor uns liegt, ist außergewöhnlich. Utah 2034 wird nicht nur großartige Olympische Spiele für den Rodelsport sein – es wird eine Plattform für das langfristige Wachstum unseres Sports auf einem ganzen Kontinent."

FIL-Generalsekretär Dwight Bell ergänzte: „Die Gespräche in Colorado Springs und Utah waren genau die Art von Austausch, die dauerhafte Partnerschaften begründet. Mit Utah 2034, der UOLF und USA Luge planen wir nicht nur einen olympischen Wettkampf – wir entwickeln eine Vision dafür, was der Rodelsport auf diesem Kontinent und darüber hinaus werden kann."

Die nächste Weltcupsaison beginnt am 23. November in Winterberg. Utah 2034 ist acht Jahre entfernt. Aber die Arbeit – und die Partnerschaft – hat bereits begonnen.

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