Tatjana Hüfner mit Kraftakt zum vierten WM-Titel

Altenberg (pps) Mit einem Kraftakt rettete sich Olympiasiegerin Tatjana Hüfner ins Ziel. Bei den 43. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodel-Verbandes (FIL) in Altenberg (GER) gewann die 28 Jahre alte Ausnahmekönnerin bereits ihre vierte Goldmedaille nach 2007, 2008 und 2011). und zog mit den bislang gemeinsamen Rekord-Weltmeisterinnen Margit Schumann (1973, 1974, 1975 und 1977) aus der ehemaligen DDR und Sylke Otto (2000, 2001, 2003 und 2005) aus Deutschland gleich.

Mit der Startnummer eins legte Tatjana Hüfner mit einem neuen Bahnrekord (52,183 Sekunden) vor. Doch Russlands Europameisterin Tatiana Ivanova konterte und drückte mit einem Traumlauf die Bestmarke auf 52,161 Sekunden. Im zweiten Durchgang konnte Hüfner mit Laufbestzeit den Spies noch einmal umdrehen. Nach zwei Wertungsläufen wies die Sportsoldatin einen Vorsprung 0,101 Sekunden auf die russische Studentin auf. Vier Tage vor ihrem 21. Geburtstag machte sich Tatiana Ivanova, die sich vor einem Monat beim Viessmann-Weltcup in Oberhof den Mittelfinger der rechten Hand brach, mit Silber selbst das schönste Geschenk.

Bronze ging an Natalie Geisenberger (Rückstand: 0,403), die zuletzt drei Mal in Folge WM-Silber gewonnen hatte. Die Kanadierin Alex Gough kam mit einem Rückstand von 0,437 Sekunden auf Rang vier. Hinter den beiden Deutschen Corinna Martini und Anke Wischnewski landete Dayna Clay aus Kanada auf dem hervorragenden siebten Platz.

Stimmen

Tatjana Hüfner

(GER / Olympiasiegerin 2010 und viermalige Weltmeisterin)

"Es ist schön, nun in einem Atemzug mit so großen Sportlerinnen wie Margit Schumann und Sylke Otto genannt zu werden. Für den zweiten Lauf hatte ich mir eine Kampfansage vorgenommen. Nicht um Tatiana Ivanova zu besiegen, sondern um den Sieg zu erringen. Bei der Fahrt von Tatiana konnte ich kaum auf den Monitor schauen.“

Tatiana Ivanova (RUS / Europameisterin 2010, Olympia-Vierte)

„Ich bin einfach nur glücklich. Ich hatte nach dem Fingerbruch damit nicht gerechnet. Ich habe am Start die Zähne zusammen gebissen.“

Natalie Geisenberger

(GER / Olympia-Dritte und dreimalige Vize-Weltmeisterin)

„Das war meine schwerste WM überhaupt. Georg Hackl und Felix Loch haben gestern Abend noch meine Schiene umgebaut, dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“

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