Park City (pps) Die US-Rennrodler haben vor dem Heimspiel im Viessmann-Weltcup am kommenden Wochenende in Park City kräftig die Werbetrommel gerührt. Im kanadischen Whistler, der vierten von insgesamt neun Stationen der Rennserie, präsentierte sich das Team von Chefcoach Mark Grimmette überraschend stark. In der Olympia-Dependance von Vancouver 2010 sprangen ein zweiter Rang durch Chris Mazdzer, ein vierter Platz durch die Team-Staffel sowie ein fünfter und sechster Platz bei den Damen durch Erin Hamlin und Kate Hansen heraus. Auf der Olympiabahn von 2002 für die Winterspiele in Salt Lake City möchte das US-Team am Freitag und Samstag noch einen draufsetzen und vor allem zahlreiche Olympia-Tickets in der internen Selektion unter Dach und Fach bringen.

In Whistler ragte Chris Mazdzer heraus, der als Zweiter hinter dem Deutschen Felix Loch, Olympiasieger und viermaliger Weltmeister, den ersten US-Sieg seit 16 Jahren verpasste. Damals am 15. Februar 1997 siegte Wendel Suckow beim vorolympischen Test auf der angehenden Olympiabahn im japanischen Nagano. Doch Mazdzers zweiter Platz stellte das beste Resultat der US-Herren seit der Saison 2005/2006 dar, als Tony Benshoof vier Mal (Sigulda, Altenberg, Lake Placid und Königssee) auf dem zweiten Platz landete. Der Olympia-Vierte von 2006 ließ mit Rang drei in Altenberg am 21. Januar 2007 auch den letzten US-Podiums-Platz bei den Herren folgen.

„Die Deutschen sind definitiv zu schlagen“, sagte Mazdzer. Der 25-Jährige, in Whistler Vierter nach dem ersten Lauf, hielt im zweiten Durchgang die zunächst vor ihm platzierten Andi Langenhan (GER), der am Ende Fünfter wurde, und David Möller (GER), der als Vierter ins Ziel kam, in Schach und wehrte zudem mit einem Vorsprung von gerade einmal drei Tausendstelsekunden auch den Angriff des italienischen Junioren-Weltmeisters Dominik Fischnaller ab.

Ebenso wie Mazdzer dürfen auch Erin Hamlin, 2009 Weltmeisterin, und Kate Hansen, 2008 Junioren-Weltmeisterin, der Nominierung des US-Teams für die Olympischen Winterspiele im russischen Sochi (7. bis 23. Februar 2014) relativ gelassen entgegensehen. Beiden Damen gelang in Whistler ihr bisher bestes Saison-Resultat. Als im Winter 2010/2011 der Viessmann-Weltcup zuletzt Station in Utah machte, kam übrigens Julia Clukey als beste US-Amerikanerin auf Rang fünf. Die Sechste der Gesamtwertung des vorolympischen Winters macht sich neben Hamlin und Hansen auch noch Hoffnungen auf einen Olympia-Start, den zweiten ihrer Laufbahn nach 2010 in Vancouver.

Die Doppelsitzer waren einst Aushängeschilder des US-Verbandes. Chris Thorpe/Gordy Sheer sorgten 1998 mit Silber für die erste US-Medaille bei Olympischen Winterspielen, vier Jahre später gab es in Park City mit Silber (Mark Grimmette/Brian Martin) und Bronze (Chris Thorpe/Clay Ives) sogar zwei. Doch vor Sochi liegt das beste US-Duo mit Matthew Mortensen/Preston Griffall auf dem zehnten Platz der Gesamtwertung.

Das Gelbe Trikot der Spitzenreiter tragen im Doppel die Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER), die in dieser Saison schon drei von vier Weltcups gewinnen konnten. Noch überlegener führt die im Olympia-Winter bislang ungeschlagene Natalie Geisenberger (GER) bei den Damen die Gesamtwertung an. Und Felix Loch (GER) eroberte bei den Herren mit seinem zweiten Saisonsieg die Spitzenposition zurück.

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