Altenberg (pps) So umfangreich, lukrativ und abwechslungsreich wie nie zuvor startet der Viessmann Weltcup in den neuen Rennrodel-Winter. Neun Rennen - so viele wie seit dem Winter 1994/95 nicht mehr - stehen in der vorolympischen Saison auf dem Programm. Mit über 230 000 Euro Preisgeld ist die Rennserie so gut dotiert wie nie zuvor in den vorangegangenen 27 Weltcup-Jahren. Und für Abwechslung sorgen weitere Neuerungen wie der Ampelstart nach Formel-1-Vorbild oder das erste Staffelrennen in der Rennrodel-Geschichte, das am 10. Dezember 2004 am Rande des Weltcups in Calgary getestet wird.

Trotz der im Sommer durch den Kongress einstimmig abgesegneten Neuerungen starten rein sportlich alte Bekannte wieder als Favoriten in den neuen Rodel-Winter. Als Titelverteidiger im Viessmann Weltcup treten Sylke Otto (Deutschland), Armin Zöggeler (Italien) und die dreimaligen Weltmeister Patric Leitner/Alexander Resch (Deutschland) an. Das Siegen erschweren wollen dem Quartett die aktuellen Weltmeister David Möller und Silke Kraushaar sowie Vize-Weltmeisterin Barbara Niedernhuber (alle Deutschland) sowie im Doppelsitzer gleich ein halbes Dutzend Kontrahenten. Anwärter auf Spitzenplätze im Doppel sind Mark Grimmette/Brian Martin (USA), die beiden österreichischen Ex-Weltmeister-Duos Tobias Schiegl/Markus Schiegl sowie Wolfgang Linger/Andreas Linger, die Italiener Christian Oberstolz/Patrick Gruber oder die deutschen Vize-Weltmeister André Florschütz/Torsten Wustlich.

In der Damen-Konkurrenz ist trotz aller Bemühungen vor allem in Österreich mit Sonja Manzenreiter und Veronika Halder an der Spitze und den USA mit ihrem Trio Ashley Hayden, Margol Brenna und Courtney Zablocki kein Ende der deutschen Siegesserie absehbar. Seit dem 23. November 1997, also seit beinahe schon sieben Jahren, verloren die Schützlinge von Thomas Schwab kein Rennen, egal ob bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften oder beim Welt- und Challenge Cup. Wie stark das deutsche Damenteam ist, beweist schon die Tatsache, dass Vize-Europameisterin Tatjana Hüfner bereits in der internen Qualifikation scheiterte. Anke Wischnewski in Altenberg und Ex-Weltmeisterin Sonja Wiedemann in Sigulda nehmen den vierten Startplatz neben dem gesetzten Trio mit Otto, Kraushaar und Niedernhuber ein.

Bei den Herren muss nach wie vor mit Georg Hackl gerechnet werden, der als letztes großes Ziel seinen sechsten Olympiastart 2006 in Turin ansteuert. Gespannt darf man auf die Entwicklung in Österreich sein. Dort bringt Weltcup-Rekordsieger Markus Prock sein Fachwissen als Sport-Koordinator ein. Profitieren könnte davon der ehemalige Weltcup-Sieger Markus Kleinheinz, der nach dem Prock-Rücktritt ja schon das Material erbte. Die USA setzen im vorolympischen Winter in erster Linie auf Tony Benshoof.

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