Vorschau 9. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup und 53. FIL-EM in St. Moritz (SUI):
Kampf um EM-Medaillen und letzte Weltcup-Punkte/ Rennrodel-Elite am Olympia Bob Run St. Moritz – Celerina

Horse-Shoe

St. Moritz (FIL) Im Januar 2021 kehrte der FIL Rennrodel-Weltcup zum ersten Mal seit dem Jahr 2012 wieder zurück in den Schweizer Nobel-Wintersportort St. Moritz. Nach neun Jahren Abstinenz in der Schweiz, sieht der Olympia Bob Run St. Moritz-Celerina zum zweiten Mal das Finale des EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup und dazu auch die 53. FIL Europameisterschaften 2022 am Wochenende 22./23. Januar 2022.

Im so genannten Race-in-Race-Modus werden in Sankt Moritz am kommenden Wochenende neben dem 9. EBERSPÄCHER-Weltcup auch die 53. FIL-Europameisterschaften ausgetragen. Nicht-Europäische Nationen nehmen am Weltcup teil, aber natürlich nicht an den Europäischen Titelkämpfen.

Der Weltcup in der Schweiz wird das letzte Kräftemessen sein vor den zwei Wochen später, am 4. Februar 2022, beginnenden XXIV. Olympischen Winterspiele in Peking.

Für das Weltcupfinale der Rennrodler, auf der einzigen Natureisbahn im Weltcup-Zirkus, haben 125 Athletinnen und Athleten aus 23 Nationen (ARG, AUS, AUT, BIH, BUL, CAN, CZE, GBR, GEO, GER, IRL, ITA, LAT, MDA, NED, POL, ROU, RUS, SUI, SVK, SWE, TPE, UKR und USA) gemeldet. 37 Damen, 44 Herren sowie 22 Doppelsitzer und 11 Team-Staffeln werden teilnehmen.

 

Gesamtweltcup-Entscheidung bis zuletzt spannend bei Frauen und im Doppel – Ludwig vorzeitig Gesamtsieger

Johannes Ludwig

Bei den Damen hält Madeleine Egle mit ihrem fünften Saisonsieg am vergangenen Sonntag in Oberhof (Deutschland) die Weltcup-Entscheidung offen. Die 23-jährige Österreicherin ist seit dem Jahr 1997 die erste nicht deutsche Siegerin auf der traditionellen Rennrodelbahn in Thüringen, auf der Ende Januar 2023 die FIL-Weltmeisterschaften stattinden werden. Egle liegt in der Gesamtwertung des EBERSPÄCHER-Weltcup nach elf von zwölf Rennen 57 Punkte hinter der Weltcupspitzenreiterin Julia Taubitz aus Deutschland (919 Zähler).

In der Gesamtwertung der Doppelsitzer geht es am Samstag, 22. Januar in St. Moritz um den Sieg zwischen den lettischen Brüdern Andris und Juris Sics, die mit 37 Punkten Vorsprung auf Rang eins liegen, und den Zweitplatzierten Toni Eggert/Sascha Benecken aus Deutschland.

Eine Demonstration seiner Klasse zeigte Johannes Ludwig beim 8. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup am vergangenen Samstag. Auf seiner Heimbahn in Oberhof gewann der 35-Jährige nicht nur das fünfte Rennen in dieser Saison, sondern sicherte sich schon vor dem Weltcupfinale in St. Moritz den Gesamt-Weltcup. 146 Punkte Vorsprung hat der Deutsche auf Wolfgang Kindl (Österreich), der Fünfter geworden war. Felix Loch liegt mit 631 Zählern vor dem finalen Rennen in der Schweiz auf dem dritten Gesamtrang. Ludwig gewann damit zum ersten Mal den Gesamtweltcup.

 

Ivanova, Pavlichenko und Wendl/Arlt EM-Spitzenreiter

Ivanova und Geisenberger

Tatyana Ivanova (RUS) hat mit fünf Europameister-Titeln und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen in der EM-Statistik die Nase vor Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (GER) mit vier Europameister-Titeln und drei Silbermedaillen.

Bei den Männern kommt der EM-Spitzenreiter mit Semen Pavlichenko ebenfalls aus Russland. Der Ex-Weltmeister hat viermal gewonnen und eine Silbermedaille bei der EM geholt. Felix Loch (GER) siegte dreimal, gewann einmal Silber und zweimal Bronze und Dominik Fischnaller (ITA) hat einen EM-Titel. Dem Gesamtweltcupsieger der Saison Johannes Ludwig (GER) fehlt der EM-Titel noch. Er hat sich bisher zwei Silber- und eine Bronzemedaille gesichert. Weltmeister Roman Repilov verzeichnet aktuell fünf EM-Medaillen (zweimal Silber und einmal Bronze) und Wolfgang Kindl (AUT) hat je eine Silber- und eine Bronzemedaille zu Buche stehen.

Spitzenreiter im Doppelsitzer sind Wendl/Arlt mit drei Titeln und fünf Silber- sowie einer Bronzemedaille bei Europameisterschaften. Ihre Teamkollegen Eggert/ Benecken haben ebenfalls dreimal den EM-Titel gewonnen, zweimal Silber und einmal Bronze geholt. Die Letten Sics/Sics, die Österreicher Steu/Koller sowie die Russen Denisev/Antonov können mit jeweils einem Titel zu Buche aufwarten.

Sankt Moritz Bahn

 

Stimmen vor dem Weltcupfinale:

René Friedl, Cheftainer AUT: „Beim letzten Weltcuprennen am kommenden Wochenende geht es um die finalen Punkte und die Gesamtweltcup-Kugeln. Da wollen wir natürlich nochmal voll angreifen. Wir freuen uns sehr auf den traditionellen Weltcuport Sankt Moritz, mit der einzigen Natureisbahn im Weltcupkalender und hoffen nochmal auf gute Rennen und tolle Erfolge für unser Team.“

Madeleine Egle (AUT): "Ich freue mich sehr auf das Weltcupfinale und die EM in St. Moritz. Das ist eine Bahn, auf der ich noch nicht so oft gefahren bin."

 

Kristaps Mauriņš, Team-Manager und Trainer LAT: "Ich erwarte ein sehr interessantes Rennen hier in St. Moritz, denn erstens ist es die Europameisterschaft und zweitens geht der Kampf um die Gesamtwertung weiter. In der letzten Saison haben wir hier sehr gute Ergebnisse erzielt, die wir auch in dieser Saison wiederholen wollen. Kendija ist zurück in der Bahn, für sie wird es das Wichtigste sein, wieder Fahrgefühl auf dem Schlitten zu erlangen, denn fünf Wochen ohne Bahntraining sind eine Menge.

Kristers ist zum ersten Mal in St. Moritz, er verpasste in der letzten Saison den Weltcup wegen einer Knöchelverletzung, daher muss er in den wenigen Trainingsläufen bis zum Rennen die richtigen Linien lernen.

Die Brüder Sics und Roboti Double (Bots/Plume) mögen diese Strecke sehr, sie haben hier in der letzten Saison einen historischen Doppelsieg für Lettland errungen. Die Vorbereitung auf die Spiele läuft nach Plan, wir müssen vor Peking noch einige Anpassungen an den Schlitten vornehmen, aber ansonsten werden wir für die Olympischen Spiele bereit sein".

 

Norbert Loch, Cheftrainer (GER): „Erstmal hoffe ich auf besseres Wetter als letztes Jahr, wo wir katastrophale Verhältnisse hatten. Es war so warm, für St. Moritz sehr ungewöhnlich, und am Tag drauf noch sehr viel Schneefall. Ich hoffe, dass wir an unsere Leistungen von Oberhof anknüpfen können. Die Doppelsitzer, Herren und auch Damen haben wirklich feine Läufe gezeigt und das ist es, was zum

Abschluss nochmal kommen muss, bevor wir uns direkt nach China begeben. Wir werden zudem versuchen, noch Athletiktraining einzustreuen, auch wenn es organisatorisch schwierig wird. Da ist meiner Meinung nach noch einiges zu tun.“

Julia Taubitz (GER): „Beim letzten Rennen geht es für mich noch um den Gesamtweltcup, was mir schon wichtig ist. Und danach ist dann voller Fokus auf Olympia!“

Sascha Benecken (GER): „Wir haben keine andere Chance, als in St. Moritz nochmal voll anzugreifen. Wenn man die Gesamtweltcuppunkte sieht, wird das ein super spannendes Finale. Das hätte ich mir zu Saisonbeginn nicht erträumen lassen, dass es hinten raus wirklich so spannend werden kann. Für uns gibt es nur zwei Ziele: Erstens versuchen, die große Kugel noch zu gewinnen, und zweitens gesund zu bleiben.“

Tobias Arlt (GER): „Mit St. Moritz haben wir noch eine Rechnung offen, da hat es uns im letzten Jahr im Horseshoe gefressen. Die Bahn ist ganz was anderes als wir sonst so gewohnt sind. Wir freuen uns drauf, die letzte Station vor Olympia einfach noch genießen zu dürfen.“

Natalie Geisenberger GER): „Im vergangenen Jahr war ich nach neun Jahren zum ersten Mal wieder in St. Moritz. Da haben wir fast alle wenig Fahrten. Der Startbock für die Damen und Doppelsitzer ist sehr flach, da werden Madeleine und Andrea sicher stark sein. Ich hoffe, dass ich oben auch einigermaßen mit dabei sein kann. St. Moritz ist ein sehr schöner Ort. Ich freue mich jetzt riesig auf die Tage in der Schweiz bevor es dann nach Peking geht“.

Johannes Ludwig (GER): „In Oberhof schon den Gesamtweltcup klar zu machen, war toll, Es ist ein Titel, der mir sehr viel wert ist, weil ich ihn noch nie in meiner Karriere erreicht hatte. Es ist ja doch eine Aussage über eine Konstanz über die gesamte Saison und es freut mich, dass ich viele Jahre dabeigeblieben bin, und dass ich es noch erreichen konnte. Deshalb bekommt die Kugel auch einen besonderen Platz bei mir zuhause.“

Top Start Männer Rodel Sankt Moritz

Felix Loch (GER): „Ich habe technisch noch das eine oder andere, was ich im Hinblick auf Olympia ausprobieren möchte. Da bietet sich die Bahn in St. Moritz einfach an, weil sie sehr, sehr lang ist. Wir haben eine lange Fahrzeit, hohe Geschwindigkeiten – deswegen werden wir noch Neues ausprobieren und hoffentlich ein paar Schritte nach vorne machen. Ich freue mich wirklich auf St. Moritz. Die Bahn ist cool, ich bin dort schon viele Weltcups gefahren und es ist ein würdiger Abschluss. Ich würde mich freuen, wenn sie jedes Jahr im Rennkalender wäre, denn es ist eine der schönsten Bahnen, die wir haben.“

 

Zeitplan 9. EBERSPÄCHER Rennrodel-Weltcup &
53. FIL-Europameisterschaften in St. Moritz (SUI):

Freitag, 21. Januar 2022

09:00 Uhr Nationencup (9.00 Uhr Doppelsitzer, 9.45 Uhr Herrn, 11.00 Uhr Damen)

13:00 Uhr Training Gesetzten-Gruppe (13.00 Uhr Doppelsitzer, 13.45 Uhr Herren, 14.30 Uhr Damen)

Samstag, 22. Februar 2022

08:40 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup Doppel 1. Lauf
10:05 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup Doppel 2. Lauf

11:45 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup, Herren, 1. Lauf
13:28 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup, Herren, 2. Lauf

Sonntag, 23. Februar 2022

09:405 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup Damen, 1. Lauf
11:10 Uhr EBERSPÄCHER Weltcup Damen, 2. Lauf

13:00 Uhr Team-Staffel

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