Vorschau Damen: Sechs verschiedene Weltcup-Siegerinnen, aber zwei Topfavoritinnen

Geisenberger+Hüfner

Königssee (RWH) Das gab’s noch nie: Sechs verschiedene Namen zieren die Siegerliste des Viessmann-Weltcups im Rennrodeln der Damen im Winter 2015/2016. Dajana Eitberger (GER), Erin Hamlin, Summer Britcher (beide USA), Natalie Geisenberger (GER), Tatiana Ivanova (RUS) und Tatjana Hüfner (GER) trugen sich bei den bisherigen sechs Stationen (Innsbruck, Lake Placid, Park City, Calgary, Sigulda und Oberhof) mit neun Veranstaltungen als Gewinnerinnen mindestens eines Weltcups ein. Seit der Premiere im 1977/1978 gab es öfter mal fünf verschiedene Saisonsieger, zuletzt im Vorjahr. Aber sechs sind ein Novum.

Vor den 46. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) auf der Kunsteisbahn am Königssee deutet dennoch bei der Entscheidung der Damen am 30. Januar 2016 (1. Lauf: 15.20 Uhr  / 2. Lauf: 17.05 Uhr) alles auf ein ewig junges Dauerduell hin: Natalie Geisenberger gegen Tatjana Hüfner (Beide Foto links), Olympiasiegerin 2014 gegen Olympiasiegerin 2010, zweimalige Titelträgerin gegen viermalige Titelträgerin.

Titelverteidigerin Natalie Geisenberger reist mit der Empfehlung von insgesamt 33 Weltcup-Siegen an, ihre Herausforderin Tatjana Hüfner beendete gerade in Oberhof eine zweijährige Durstphase ohne Sieg mit ihrem 34. Erfolg. Die 26 Jahre alte Miesbacherin sicherte sich zum Jahreswechsel den Titel als deutscher Meisterin auf der WM-Bahn, die fünf Jahre ältere Hüfner, die im August einen Achillessehnenriss erlitt, tankte bei den nationalen Titelkämpfen mit Laufbestzeit im ersten Durchgang und einem nur minimalen Rückstand WM-Selbstvertrauen. „Ich hoffe, der Aufwärtstrend hält an“, sagte in Oberhof Tatjana Hüfner, ihrem Naturell entsprechend gewohnt zurückhaltend, mit Blick auf den Saisonhöhepunkt.

Von einem WM-Zweikampf will die Thüringerin ohnehin nichts wissen. „Sechs Saisonsiegerinnen sprechen da wohl dagegen“, sagt Tatjana Hüfner. Und auch die Konkurrenz rechnet sich durchaus Chancen aus. „Emily hat es ja bewiesen“, sagt die Olympia-Dritte Erin Hamlin aus den USA, 2009 in Lake Placid Überraschungs-Weltmeisterin und in diesem Winter dort ebenfalls erfolgreich, mit Verwies auf Rang vier von Teamkollegin Emily Sweeney im Vorjahr auf der anspruchsvollen Bahn im Berchtesgadener Land.

Damals landete Alex Gough aus Kanada, die in diesem Winter – studienbedingt – noch nicht so recht in Fahrt kam, auf dem dritten Platz. Und bei der Russin Tatiana Ivanova, 2012 in Altenberg schon WM-Zweite und 2015/2016 Siegerin in Sigulda (LAT), ist nur die Unberechenbarkeit berechenbar. Einmal mehr für eine Überraschung sorgen möchte die US-Amerikanerin Summer Britcher (Foto rechts), die drei Saisonsiege feiern konnte. Und im Schatten ihrer deutschen Kolleginnen möchte Dajana Eitberger ihren Coup vom Vorjahr, als sie in Sochi (RUS) Europameisterin wurde, wiederholen. „Die Form stimmt“, meint die Auftaktsiegerin von Innsbruck.

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