Blumenzeremonie_Doppel_Igls
Blumenzeremonie Innsbruck 2014 (Foto: Wolfgang Harder)

Vorschau Doppelsitzer: Neuauflage des deutschen Dauerduells

Berchtesgaden (RWH) Man muss kein Prophet sein, um im Viessmann-Weltcup der Doppelsitzer eine Neuauflage des deutschen Dauerduells zu prognostizieren. Als Hauptakteure treten dabei auch im Winter 2015/2016 wahrscheinlich wieder die Olympiasieger und dreimaligen Weltmeister Tobias Wendl/Tobias Arlt gegen die Weltcup-Gesamtsieger Toni Eggert/Sascha Benecken (alle Foto links) an. In der vergangenen Saison trennten die beiden Duos in der Endabrechnung gerade einmal 16 Pünktchen.

 

Dabei sammelten beide Paare sechs Einzelsiege, allerdings hatten Wendl/Arlt bei den Meisterschaften mit WM- und EM-Gold die Nase immer vorne. Bei den internen Ausscheidungen überzeugten in erster Linie Eggert/Benecken, die auf der angehenden WM-Bahn am Königssee beispielsweise mit einem Vorsprung von acht Zehntelsekunden auf Wendl/Arlt siegten. Zur Ehrenrettung muss allerdings hinzugefügt werden, dass Wendl/Arlt als Weltmeister einen „Freifahrt-Schein“ für den Weltcup in der Tasche hatten.

Die deutsche Dominanz im Doppelsitzer liegt für Cheftrainer Norbert Loch in einer langen Tradition begründet. „Der Doppelsitzer ist bei uns historisch gewachsen“, sagt Loch. Bemerkenswert ist, dass die Liste der Rekordsieger im Viessmann-Weltcup von drei deutschen Duos angeführt wird: Auf Rang eins liegen Patric Leitner/Alexander Resch, ihres Zeichens Olympiasieger 2002, mit 34 Einzelerfolgen, Zweite sind schon Wendl/Arlt (29 Siege) vor Stefan Krauße/Jan Behrendt (27 Siege), die 1992 und 1998 Olympia-Gold gewannen.

Bemerkenswert ist, dass nach den jeweiligen Rücktritten die Lücke sofort geschlossen werden konnte. Auf Krauße/Behrendt folgten Leitner/Resch, die in ihrem Premierenwinter 1998/1999 auf Anhieb Weltmeister wurden. Und kaum hatten Leitner/Resch 2010 nach Olympia-Bronze in Vancouver den Schlitten in die Ecke gestellt, standen schon Wendl/Arlt parat. „Wir haben schon beim Nachwuchs immer großen Wert auf den Doppelsitzer gelegt“, erläutert Loch.

Allerdings beobachtet der Olympia-Teilnehmer mit Blick auf die aktuelle Situation, dass sich selbst bei einer Rennrodel-Großmacht wie Deutschland der Nachwuchs derzeit lieber verstärkt dem Einsitzer zuwendet. Vielleicht, so Loch nachdenklich, müsse man im Nachwuchsbereich wieder auf weiter oben gelegene Starthöhen zurückkehren.

Hinter den deutschen Vorfahrern stritten sich in der Saison 2014/2015 die Sics-Brüder Andris und Juris, Bronzemedaillengewinner bei Olympia 2014 im russischen Sochi, Österreichs aktuelle Vizeweltmeister Peter Penz/Georg Fischler sowie die italienischen „Altmeister“ Christian Oberstolz/Patrick Gruber, WM-Dritte in Sigulda, um die weiteren Weltcup-Punkte. Oberstolz/Gruber gehen übrigens in ihren 17. Weltcup-Winter und tragen damit den Titel als die aktuell langjährigsten Weltcup-Teilnehmer.

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