Vorschau Herren: Der Favorit heißt wie immer Felix Loch

Felix Loch

Königssee (RWH) Der Saisonauftakt war holprig, ausgesprochen holprig sogar. Der Disqualifikation von Innsbruck, wo er sich bei der Gewichts-Addition schlicht verrechnet hatte, folgte der Fahrfehler am Mount Van Hoevenberg, in Lake Placid. Nachdem In Park City dann Chris Mazdzer im Viessmann-Weltcup und der Österreicher Wolfgang Kindl im BMW-Sprint-Weltcup einfach besser waren, dauert es bis zum fünften Saisonrennen, bis Felix Loch (Foto links) wieder in die Erfolgspur zurück fand.

„Ich bin jetzt wirklich erleichtert“, sagte der zweimalige Olympiasieger und viermalige Weltmeister nach seinem ersten Sieg im Winter 2015/2016 im kanadischen Calgary. Danach feierte der 26-Jährige noch vier weitere Erfolge und fuhr somit schnurstracks in die Rolle des Top-Favoriten bei den 46. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) auf der Kunsteisbahn am Königssee. Wie eigentlich immer seit dem Jahre 2008, als er im zarten Alter von 17 Jahren erstmals WM-Gold holte.

Doch nicht immer nimmt der erste Titelaspirant dann auch tatsächlich die WM-Krone (31. Januar 2016 /  1. Lauf: 10.15 Uhr  / 2. Lauf: 12.25 Uhr)  Januarmit nach Hause. Diese Erfahrung musste selbst ein Überflieger wie Felix Loch schon machen. Sogar schon zweimal. 2011 schnappte ihm Armin Zöggeler bei der WM in Cesana (ITA) Gold vor der Nase weg. Gab ihm damals wenigstens noch ein zweimaliger Olympiasieger und Rekordweltmeister (sechs Titel) das Nachsehen, war es im Vorjahr ein unbeschriebenes Blatt. Semen Pavlichenko, der zuvor noch nie einen Viessmann-Weltcup gewonnen hatte, trug sich in Sigulda als erster russischer Weltmeister in die Geschichtsbücher ein.

So ein Missgeschick möchte Loch auf seiner Heimbahn nicht noch einmal erleben. Zumal er nur zu gut die Erzählungen seines Trainers und Freundes Georg Hackl kennt. Als dreimaliger Olympiasieger war Hackl 1999 bei den 33. FIL-Weltmeisterschaften angetreten, um seinen vierten WM-Titel zu holen. Doch Hackl wählte damals ein zu riskantes Setup, kam am Ende nicht einmal in die Wertung. „Das ist mir Warnung genug“, sagt Loch, der in der ewigen WM-Bestenliste mit vier Gold- und zwei Silbermedaillen auf Rang zwei hinter Zöggeler (6 – 3 –1) liegt.

Bronze gewann im Vorjahr Wolfgang Kindl (Foto rechts). Der Tiroler eroberte in diesem Winter als erster Österreicher seit Markus Kleinheinz vor elf Jahren die Spitzenposition im Viessmann-Weltcup. Zwar büßte der Junioren-Weltmeister von 2008, der damals übrigens den frisch gekürten Weltmeister Loch besiegte, den Platz an der Sonne inzwischen ein, ein Medaillenkandidat ist Kindl auf jeden Fall. Natürlich auch der US-Amerikaner Chris Mazdzer, der mit seinen beiden Siegen in Lake Placid und Park City maßgeblichen Anteil an der bislang besten Saison aller Zeiten des US-Teams hatte. Im Vorjahr kam der FIL-Athletensprecher am Königssee übrigens auf Rang drei

Und was macht der Überraschungs-Weltmeister? Semen Pavlichenko liegt auf Rang zwölf der Gesamtwertung im Viessmann-Weltcup, stand bislang nur als Zweiter in Sigulda auf dem Siegerpodest. Alles wie im Vorjahr, als vor dem WM-Coup von Lettland auch nur Rang zwei in Lillehammer auf der Habenseite von Pavlichenko stand. 

 

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