Weltcuperfolg Nummer 58: Tobias Wendl und Tobias Arlt sind Rekordsieger
5. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup Winterberg
Winterberg (FIL/11.01.2026) Lange haben Tobias Wendl und Tobias Arlt im EBERSPÄCHER Rodel Weltcup auf ihren ersten Sieg in dieser Saison warten müssen. In Winterberg war es dann endlich so weit. In 1:25,599 Minuten waren sie zweimal den 945 Meter langen Eiskanal hinuntergerast. Doch es war nicht irgendein Sieg, sondern die Nummer 58. Damit haben die beiden Deutschen eine neue Weltcup-Bestmarke aufgestellt. Armin Zöggeler (Italien) hatte bislang die Rangliste mit 57 Siegen angeführt. „Es ist wunderschön – das Wetter, die Atmosphäre, die Zuschauer. Unsere Läufe waren auch sehr solide, wir sind sehr zufrieden“, sagte Hintermann Arlt und strahlte mit der Sonne um die Wette. Nach Platz zwei im ersten Durchgang hatten die Führenden im Weltcup noch einmal ihr Setup geändert. „Wir haben auf die Bedingungen reagiert, sind auf Nummer sicher gegangen“, erklärte Vordermann Wendl, „das Eis war schon sehr knackig.“ Diese Setup-Änderung habe sich ausgezahlt. „Die Rechnung, dass wir die Österreicher noch einmal schlagen, ist aufgegangen“, freute sich Wendl.
0,054 Sekunden haben wiederum den nach dem ersten Durchgang in Führung liegenden Thomas Steu und Wolfgang Kindl zu deren erstem Saisonsieg gefehlt. Die beiden Österreicher haben in der Pause zwischen den beiden Läufen noch einmal die Kufen gewechselt. „Wir sind nicht das höchste Risiko eingegangen“, begründete Kindl den Umbau, „für uns war es wichtig, dass wir endlich wieder mal auf dem Podium gestanden sind.“ Denn im österreichischen Team kämpfen drei Doppel um zwei Startplätze bei den Olympischen Spielen. Eines davon ist das im Weltcup an Position zwei liegende Duo Juri Gatt und Riccardo Schöpf, das mit 0,089 Sekunden Rückstand auf Platz drei fuhr.
Drittes Doppel im Bunde sind Yannick Müller und Armin Frauscher. Mit 0,241 Sekunden Rückstand kamen sie auf Platz fünf. Sechs Tausendstelsekunden schneller waren die beiden Italiener Ivan Nagler und Fabian Malleier. Auf Platz sechs landeten die Weltmeister Hannes Orlamünder und Paul Gubitz (0,301 Sekunden zurück). Doch Olympia werden die beiden Deutschen verpassen, denn sie sind aktuell nur die Nummer drei im schwarz-rot-goldenen Team hinter Wendl/Arlt und Toni Eggert/Florian Müller.
Mit dem jüngsten Erfolg im Rücken und mit Blick auf die Entscheidung in Cortina d’Ampezzo machte Tobias Wendl eine Kampfansage: „Es war heute wichtig, dass wir die Österreicher geschlagen haben.“ Diese Aussage relativierte sein Partner Tobias Arlt: „Es sind nicht nur die Österreicher, es sind auch die Letten und die Italiener. Jeder kann vorne mitmischen. Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Doch die beiden haben schon sechs Goldmedaillen errungen. Bei allem Ehrgeiz werden die Weltcup-Rekordsieger die olympischen Rennen mit der nötigen Gelassenheit angehen.




