oberperfuss - In seiner neunten Weltcup-Saison und seiner ersten mit Christian Schatz als Partner steht Gerhard Mühlbacher nun erstmals als Sieger des Gesamtweltcups auf dem obersten Treppchen des Podests. „Vor der Saison haben wir uns als Ziel gesetzt unter die ersten drei zu kommen und dann gleich wieder überlegt, ob das nicht zu voreilig gedacht war“, erzählte der überglückliche Sieger. „In der Gesamtwertung war ich bislang noch nie unter den ersten drei.“ Dem schufen Schatz/Mühlbacher im heutigen Rennen mit Bestzeiten in beiden Läufen Abhilfe. „So richtig locker ist man nicht vor so einem Lauf“, lässt Mühlbacher seine Gefühle vor dem alles entscheidenden Lauf noch mal Revue passieren, „man kann überall ein bisschen spekulieren, aber in Oberperfuss nicht. Ist man um zehn Zentimeter neben der Linie, ist man nicht nur langsamer, sondern kommt nicht ins Ziel. Aber das ist auch das Spannende hier.“ Christian Schatz, dem in seiner allerersten Weltcupsaison gleich der bestmögliche Einstieg gelang, fügte an: „Als wie von Kanada zurück kamen, hätte ich nicht gedacht, dass für uns der Gesamtsieg noch drinnen ist. Vor dem zweiten Lauf heute habe ich gewusst, dass es sich ausgehen kann. Aber ganz habe ich es noch nicht realisiert und vor der Saison hätte ich so ein Ergebnis nicht zu träumen gewagt.“ Das Rennen, das für die beiden Aufsteiger der Saison so perfekt verlief, bestritten die beiden mit Ersatzmaterial. „Die Originalrennschiene ist noch irgendwo zwischen Kanada und Europa unterwegs, mein Rennanzug ist ausgeliehen und Handschuhe habe ich mir noch schnell gekauft, aber ich bin das ja schon gewohnt“, erzählte Mühlbacher, denn just sein Gepäck blieb auch beim letzten Weltcup in Kanada vor zwei Jahren tagelang verschollen. „Aber wir können nicht klagen, denn auch mit der Originalschiene wären wir nicht schneller gewesen.“ Leichte Unterstützung kam aus dem polnischen Lager, denn durch den zweiten Platz von Laszczak/Wanczek verloren sowohl die Russen Porschnev/Lazarev als auch die Weltmeister von 1996 auf dieser Strecke, Beer/Kögl wertvolle Punkte. Lachende Erste waren in diesem Fall Schatz/Mühlbacher. „Wir hatten heuer auch oft Pech mit den Hundertstel-Entscheidungen, heute haben wir das zurückbekommen“, lachten Mühlbacher und Schatz um die Wette. Die Damen absolvierten heute bereits ihren ersten Wertungslauf, in dem Ekatharina Lavrentjeva (RUS) vor Melanie Batkowski (AUT) und Renate Gietl (ITA) in Führung liegt. Das Rennen wird morgen, Samstag, um 12:00h mit den Herrenläufen und dem zweiten Lauf der Damen fortgesetzt. Endergebnisse Doppelsitzer: 1. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT), 1:22,08(1), 1:21,66(1), 2:43,74 2. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL), 1:22,70(2), 1:22,99(4), 2:45,69 3. Reinhard BEER/Herbert KÖGL (AUT), 1:23,16(3), 1:22,59(3), 2:45,75 4. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS), 1:23,23(4), 1:22,56(2), 2:45,79 5. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT), 1:23,39(5), 1:23,07(5), 2:46,46 6. Andreas LEITER/Thomas WEISS (ITA), 1:23,84(6), 1:23,36(6), 2:47,20 7. Adam JEDRZEJKO/Piotr KOBZA (POL), 1:26,99(7), 1:26,08(7), 2:53,07 Endergebnis Gesamtweltcup Doppelsitzer: 1. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT) 440 2. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS) 425 3. Reinhard BEER/Herbert KÖGL (AUT) 410 4. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL) 365 5. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT) 280 6. Andreas LEITER/Thomas WEISS (ITA) 257 7. Aleksandr EGEROV/Petr POPOV (RUS) 152 8. Denis ALIMOV/Roman MOLISTOV (RUS) 141 Chris Karl FIL Media Service

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