WM-Vorschau Doppelsitzer: Wendl/Arlt am Königssee kaum zu schlagen, nur von Eggert/Benecken

Eggert-Benecken + Wendl-Arlt

Königssee (RWH) Im Gepäck sind ein gar nicht so kleiner Rekord, die Gelben Trikots als Auszeichnung für den Status als Spitzenreiter im Viessmann-Weltcup – und die wohl wichtigste Erkenntnis des bisherigen Winters. „Unsere Kiste läuft“, sagte Tobias Wendl, zusammen mit Partner Tobias Arlt Olympiasieger, zweimaliger Weltmeister und Topfavorit  bei den 46. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) auf der Kunsteisbahn am Königssee.

Die „Kiste“, wie Tobias Wendl sein Sportgerät salopp bezeichnet, läuft sogar ganz ausgezeichnet. Sechs Zehntelsekunden Vorsprung nach zwei Läufen waren es beim Viessmann-Weltcup in Oberhof, eine halbe Ewigkeit in einem Rennsport, der als einzige Wintersportart die Zeit in Tausendstelsekunden misst. Tags darauf trug die „Kiste“ ihre beiden Besitzer im BMW-Sprint-Weltcup zu Erfolg Nummer 34, der Wendl/Arlt zu den bislang alleinigen Rekordsiegern Patric Leitner/Alexander Resch aufschließen ließ. Und nun also die Heim-WM (30. Januar 2016: 1. Lauf 12.45 Uhr / 2. Lauf 14.00 Uhr) am Königssee, wo die Lokalmatadore ohnehin kaum zu schlagen sind. Was kann da denn noch schiefgehen?

„Unser Schlitten ist ganz auf Königssee ausgerichtet“, sagt Toni Eggert, de rmit Partner Sascha Benecken utnerwegs ist. Den Weltcup-Gesamtsiegern des Vorjahres gelangen bisher drei Saisonsiege in Innsbruck (AUT), Lake Placid (USA) und Calgary (CAN). Die Führung in der Gesamtwertung büßten Eggert/Benecken nur wegen eines Kippsturzes im ersten Lauf in Sigulda ein. „Siegen oder fliegen“, lautete danach Eggerts Kommentar zum vielleicht folgenschweren Fauxpas.

Ins innerdeutsche Titel-Duell am ehestens eingreifen können die Österreicher Peter Penz/Georg Fischler. Die WM-Zweiten von Sigulda 2015 sind im Gegensatz zu früheren Wintern inzwischen ein Muster an Beständigkeit. Vier zweite Plätze, drei dritte Ränge und jeweils ein vierter und fünfter Platz stehen bislang zu Buche. „Wenn’s läuft, dann läuft es eben“, sagte Peter Penz.

Die Troika mit den drei Duos Wendl/Arlt, Eggert/Benecken und Penz/Fischler bestimmt in diesem Winter eindeutig das Geschehen. Danach klafft doch eine erheblich Lücke. Auch wenn Christian Oberstolz/Patrick Gruber, die Altmeister aus Italien in ihrer 17. Saison, im Herbst ihrer Laufbahn als Sieger beim BMW-Sprint-Weltcup in Park City einen unerwarteten Frühling erlebten.

Podiumsplätze schafften darüber hinaus die beiden lettischen Duos: Die Olympia-Zweiten von 2010 und Olympia-Dritten von 2014, Andris Sics/Juris Sics, waren zwei Mal Dritte, ihre Landsleute Oskars Gudramovics/Peteris Kalnins sogar Zweite auf der Heimbahn in Sigulda.

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