Norbert Loch und Natalie Geisenberger, Peking 2022

Wer ist der GOAT im Rodel-Weltcup? Ihr entscheidet!

Es gibt Fragen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Und genau deshalb stellt man sie.

„Greatest of All Time" – GOAT – ist der schönste und zugleich unmöglichste Titel des Sports. Unmöglich, weil er von so vielen Faktoren abhängt: Wie viele Gesamtweltcups hat jemand gewonnen? Über wie viele Jahre? Gegen wen? Unter welchen Bedingungen? Wer urteilt – ein Fan aus den 1990ern, der Markus Prock am Fernseher erlebte? Oder jemand, der erst durch Julia Taubitz zum Rodeln gefunden hat? Der GOAT des Rodelsports ist nicht beweisbar. Er ist eine Meinung. Und genau das macht diese Frage so reizvoll.

Ab 22. Juli starten wir auf unseren Social-Media-Kanälen eine Umfrage für alle vier Disziplinen des FIL-Weltcups. Rein auf Basis der Weltcup-Ergebnisse – also jener, die über eine ganze Saison die konstanteste und stärkste Leistung gezeigt haben. Keine Olympia-Medaillen, keine WM-Titel. Nur der Weltcup. Wer hat im Laufe von mehr als tausend Rennen und 49 Saisonen die tiefsten Spuren hinterlassen?

Vorab ein paar Denkanstöße.

Im Herren Einzel führt eine Doppelspitze, die in dieser Form die wenigsten kennen: Markus Prock (AUT) und Armin Zöggeler (ITA) teilen sich mit je zehn Gesamtsiegen den Rekord. Dahinter folgt Felix Loch (GER) mit acht. Und dann? Ein gewisser Max Langenhan (GER), der gerade erst beginnt, seine Geschichte zu schreiben.

Im Damen Einzel hat Natalie Geisenberger (GER) mit acht Gesamtsiegen eine Marke gesetzt, die wie in Stein gemeißelt wirkt. Wirkt. Denn Julia Taubitz (GER) fährt noch – und hat bereits sechsmal gewonnen.

Im Doppel Herren hält ein Paar den Rekord, das viele überraschen dürfte: Hansjörg Raffl und Norbert Huber (ITA) gewannen achtmal den Gesamtweltcup – mehr als jedes andere Duo in der Geschichte. Dahinter: Tobias Wendl und Tobias Arlt (GER) mit sieben, Toni Eggert und Sascha Benecken (GER) sowie Patric Leitner und Alexander Resch (GER) mit je sechs Gesamtsiegen.

Im Doppel Damen – der jüngsten Disziplin des Weltcups, erst seit 2021/22 dabei – ist die Geschichte noch offen. Je zweimal siegreich: Selina Egle und Lara Kipp (AUT) sowie Andrea Vötter und Marion Oberhofer (ITA). Hier entsteht die GOAT-Debatte gerade in Echtzeit.

Doch zurück zur eigentlichen Frage. Ist der GOAT jemand, der eine Disziplin jahrelang dominiert? Oder jemand, der in entscheidenden Momenten liefert? Jemand, der das Publikum elektrisiert? Oder jemand, der still und unaufhaltsam Saison für Saison gewinnt? Es gibt keine falsche Antwort. Es gibt nur eure Antwort.

Nutzt den Sommer, diskutiert, erinnert euch, staunt – und stimmt ab. Der Weltcup wartet in Winterberg, dort beginnt die 50. Saison des schnellsten Sports auf Eis! Bis dahin gehört der FIL-Sommer euch.

Abstimmen ab 22. Juli auf Instagram und Facebook!