Wie beim Saisonstart: Hannah Prock dominiert in Winterberg
4. EBERSPÄCHER Rodel Weltcup
Winterberg (FIL/10.01.2026) Hannah Prock kann Winterberg. Wie beim Saisonauftakt des EBERSPÄCHER Rodel-Weltcups gewann die Österreicherin auch beim zweiten Besuch im Hochsauerland. Mit einer Fahrzeit von 1:51,885 Minuten feierte die 25-Jährige ihren zweiten Sieg im Weltcup. In beiden Läufen waren ihr die schnellsten Fahrten aller Konkurrentinnen gelungen. „In Winterberg fühle ich mich total wohl, auf der Bahn kann ich den Rodel richtig gehen lassen“, sagte die freudestrahlende Siegerin. Und war auf einen Aspekt besonders stolz: „Zwei Bestzeiten hatte ich noch niemals. Ich bin total glücklich und zufrieden.“ Mit diesem Sieg übernahm sie auch wieder das Gelbe Trikot der im Gesamtweltcup Führenden.
Zweite wurde Julia Taubitz mit 0,087 Sekunden Rückstand. Damit bewies die Weltmeisterin, dass ihr 15. Platz vom Auftakt ein Ausrutscher war. „Ich habe mich ordentlich nach vorne gekämpft gegenüber dem letzten Auftritt hier“, sagte sie, „oben waren meine Läufe nicht ganz fehlerfrei, das war ärgerlich. Aber unten raus konnte ich es richtig gut fliegen lassen.“
Auf Platz drei kam Verena Hofer. Die Italienerin hatte allerdings mit 0,365 Sekunden schon einen größeren Rückstand. Nach Platz zwei in Park City war es ihre zweite Podestplatzierung in ihrer Karriere. „Wir hatten eine gute Vorbereitung – sowohl körperlich wie auch mental“, erklärte sie, „da ist sehr viel weitergegangen.“ Auch der neue Eiskanal in Cortina d’Ampezzo hat einen großen Anteil an der neuen Stärke Hofers. „Dort konnten wir mehr Läufe bestreiten als sonst“, sagt die 24-Jährige, „das bringt einem enorm viel Selbstvertrauen.“
Lisa Schulte folgte auf Platz vier mit 0,430 Sekunden Rückstand. Die Österreicherin profitierte allerdings von einer Fahrt mit vielen Rutschern von Summer Britcher. Die US-Amerikanerin hatte in Durchgang eins die viertschnellste Zeit erreicht, fiel dann der Fehler und der nur neuntschnellsten Fahrt auf Platz fünf (0,642) zurück. Mit 0,691 Sekunden Rückstand folgte Anna Berreiter (Deutschland) auf Platz sechs.
Einen Monat vor den Olympischen Spielen richtet sich langsam der Focus auf die olympischen Rennen in Cortina d’Ampezzo. Speziell bei Verena Hofer. „Ich kann’s kaum erwarten“, sprudelt es aus ihr heraus, „ich freue mich total auf die Spiele.“ In der kommenden Woche wird das italienische Team auf einen Start in Oberhof verzichten, stattdessen noch ein paar Tage auf der Heimbahn trainieren. „Dann können wir die richtigen Linien und das richtige Setup erarbeiten.“ Was Hofer sicherlich helfen wird, denn im Gegensatz zu den Corona-Spielen in Peking ohne Zuschauer erwartet sie jetzt ein volles Haus: „Zuhause, mit Freunden und Familie, das wird emotional noch einmal eine ganz andere Schiene.“ Aber auch Prock ist schon voller Vorfreude auf ihre dritte Olympia-Teilnahme. „Die Olympischen Spiele sind natürlich ein Highlight“, sagt die Österreicherin, „ich freue mich auf alles, speziell die Stimmung wieder zu erleben.“





