WM-Vorschau Damen: So viele Medaillenkandidatinnen wie selten zuvor

Tatjana Hüfner

Innsbruck (RWH) Mehr als eine Hand voll Titelaspirantinnen gab es schon lange nicht mehr. Doch vor den 47. Weltmeisterschaften des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) in Innsbruck (AUT) empfahlen sich gleich sechs Damen mit mindestens einem Erfolg im Viessmann-Weltcup oder im BMW Sprint-Weltcup als Gold-Favoritin.

„Aber Innsbruck ist eine ganze andere Bahn als alle, auf denen wir in diesem Winter bisher unterwegs waren“, sagte Tatjana Hüfner (Foto, links). Vor zehn Jahren gewann die heute 33-Jährige den ersten ihrer mittlerweile vier Titel. „Wenn es 2017 wieder so kommen würde wie 2007, hätte ich nichts dagegen einzuwenden. Die Olympiasiegerin von 2010, die zudem noch Silber (2014) und Bronze (2006) bei Olympia gewann, ist im vorolympischen Winter so gut wie schon lange nicht mehr unterwegs. Ausgerechnet auf der ungeliebten Bahn von Lake Placid gelang ihr der 37. Einzelerfolg im Weltcup. Mit dem sie zu Rekordsiegerin Sylke Otto (GER) aufschloss.

Nur einen Weltcup-Erfolg weniger als Hüfner sammelte bislang Natalie Geisenberger (Foto, rechts). Doch beide benutzen beinahe die gleichen Worte im WM-Vorfeld. „Es kommt auf den Tag X an. Man braucht die richtige Form, gutes Schlittenmaterial und eine gute Startleistung“, sagen die beiden deutschen Spitzenfahrerinnen unisono.

Doch im Vorjahr mussten sie Team-Kollegin Dajana Eitberger den Vortritt lassen, die 2015/2016 den Saisonauftakt im Viessmann-Weltcup in Innsbruck gewann. Auch im vorolympischen Winter gewann die Thüringerin den Saisonauftakt, musste aber wegen Krankheit zuletzt in Sigulda pausieren.

Dort feierte die Russin Tatyana Ivanova beim BMW Sprint-Weltcup ihren ersten Saisonsieg. Die zweimalige Europameisterin und WM-Dritte von 2016 fand nur schwer in die Saison, kam aber zuletzt mit Rang zwei (Königssee) und drei (Sigulda) immer besser in Fahrt. Dagegen läuft es bei Alex Gough (CAN), Siegerin in Whistler, nach der Weihnachtspause nicht mehr so gut. Zuletzt war sogar Teamkollegin Kimberly McRae besser platziert. Auch Erin Hamlin (USA), die in Park City den Viessmann-Weltcup und den Sprint gewann, kommt auf den europäischen Bahnen nicht so gut zurecht wie auf jenen in Nordamerika. Bestes US-Girl beim WM-Test 2016 war Summer Britcher als Fünfte.

Und was macht Martina Kocher, die WM-Überraschung des Vorjahres? Gold (Sprint) und Silber in der olympischen Disziplin sprang 2016 für die Schweizerin heraus, nach einer Krankheit kommt die 31-Jährige in diesem Winter nur langsam in Fahrt. Ist aber immer für eine Überraschung gut. 

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